Troubleshooting im Netzwerk Tracert erlaubt Netzwerkdiagnosen in der Befehlszeile

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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zu Windows gehört das Befehlszeilen-Tool „Tracert“. Dieses hilft bei Netzwerkdiagnosen und kann so ein wertvolles Hilfsmittel sein, um Netzwerkprobleme zu identifizieren und zu beheben.

„Tracert“ kann ein hilfreiches Tool für die Diagnose in Windows-Netzen sein.(Bild:  Thomas Joos)
„Tracert“ kann ein hilfreiches Tool für die Diagnose in Windows-Netzen sein.
(Bild: Thomas Joos)

Tracert (Trace Route) ist ein diagnostisches Tool in Windows, das zur Bestimmung des Pfades verwendet wird, den Pakete von einem Punkt zum anderen im Netzwerk nehmen. Es ist ein wichtiges Werkzeug für Netzwerkadministratoren zur Lokalisierung von Störungen in der Netzwerkroute. Nachfolgend werden einige Beispiele für den fortgeschrittenen Einsatz von Tracert vorgestellt.

Um den Pfad zu verfolgen, den Pakete zu einem Zielhost nehmen, kann folgender Befehl verwendet werden:

tracert example.com

Dieser Befehl zeigt alle Zwischenstationen (Hops) auf dem Weg zur Zieladresse von example.com und gibt Auskunft über die Antwortzeiten für jeden Hop. Anstelle der Host-Namenlassen sich auch direkte IP-Adressen verwenden, um die Auflösung von DNS zu umgehen, was besonders bei DNS-Problemen hilfreich sein kann:

tracert 93.184.216.34

In dem obigen Beispiel wird die Route zu der angegebenen IP-Adresse nachverfolgt.

Das Festlegen einer maximalen Anzahl an Hops

Administratoren können die maximale Anzahl an Hops festlegen, die Tracert in einer Route verfolgen soll. Dies ist nützlich, um Endlosschleifen und zu lange Routen zu vermeiden:

tracert -h 20 example.com

In dem obigen Beispiel wird die maximale Anzahl der Hops auf 20 begrenzt.

Standardmäßig versucht Tracert, die IP-Adressen der Zwischenstationen zu deren Host-Namen aufzulösen. Dies kann jedoch verhindert werden, um die Ausführung zu beschleunigen:

tracert -d example.com

Mit der Option -d wird die DNS-Auflösung für die angezeigten Adressen deaktiviert. Tracert erlaubt es, das zu verwendende Internetprotokoll zu spezifizieren, besonders nützlich in Netzwerken, die sowohl IPv4 als auch IPv6 unterstützen:

tracert -4 example.comtracert -6 example.com

Hier legt -4 fest, dass IPv4 und -6, dass IPv6 für die Tracert-Abfrage verwendet wird.

Die Beobachtung von Zeitüberschreitungen kann wichtige Hinweise auf Netzwerkprobleme geben. Administratoren sollten die Zeitüberschreitungen bei jedem Hop analysieren, um festzustellen, wo Verzögerungen oder Datenverluste auftreten könnten. Zu achten ist etwa auf die Ausgabe der Request timed out-Nachricht, die auftritt, wenn ein Hop nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit antwortet.

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