Rechenzentren Expansion in Rheinland-Pfalz Stadtrat Nierstein beschließt Bebauungsplan für 482-MW-Campus

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Der Stadtrat Nierstein beschließt den Bebauungsplan für den Campus von NTT DATA Global Data Centers im Rhein-Selz-Park. Neun Module und ein eigenes Umspannwerk sollen zusammen 482 MW IT-Leistung liefern.

Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrags zwischen der Stadt Nierstein und Global Data Centers von NTT DATA, von links:Jörg Reinshagen (Verantwortlicher Standortentwicklung/Recht NTT DATA), Nausicaa Voukalis (Leiterin Standortentwicklung NTT DATA), Jochen Schmitt (Bürgermeister Stadt Nierstein), Martin Groth (Bürgermeister Verbandsgemeinde Rhein-Selz).(Bild:  Verbandsgemeinde Rhein-Selz)
Unterzeichnung des städtebaulichen Vertrags zwischen der Stadt Nierstein und Global Data Centers von NTT DATA, von links:Jörg Reinshagen (Verantwortlicher Standortentwicklung/Recht NTT DATA), Nausicaa Voukalis (Leiterin Standortentwicklung NTT DATA), Jochen Schmitt (Bürgermeister Stadt Nierstein), Martin Groth (Bürgermeister Verbandsgemeinde Rhein-Selz).
(Bild: Verbandsgemeinde Rhein-Selz)

Die Stadt Nierstein und die Verbandsgemeinde Rhein-Selz stellen die planungsrechtlichen Weichen für einen Rechenzentrumscampus auf dem Gelände des Rhein-Selz-Parks. Der Niersteiner Stadtrat fasst am 10. Dezember 2025 den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan einstimmig. Anfang Dezember verabschiedet der Verbandsgemeinderat bereits den Feststellungsbeschluss zum Flächennutzungsplan.

Global Data Centers, ein Geschäftsbereich von NTT Data, plant, den Bauantrag im Frühjahr 2026 einzureichen. Auf Basis des aktuellen Stands rechnet das Unternehmen mit einer Baugenehmigung etwa ein Jahr später. Die Arbeiten auf dem Gelände sollen 2026 starten, der Baubeginn ist für 2027 vorgesehen. Die Inbetriebnahme des ersten Rechenzentrums plant NTT Data für 2029.

Ausbauumfang und Energieanbindung

Nach der Fertigstellung soll der Campus neun Rechenzentrumsmodule und ein eigenes Umspannwerk umfassen. Als Zielgröße nennt NTT DATA eine IT-Leistung von insgesamt 482 Megawatt (MW). Geplant ist der Standort auf einer bislang ungenutzten Konversionsfläche im Rhein-Selz-Park.

Für die Strombeschaffung setzt NTT Data auf Stromeinkaufsverträge, also Power Purchase Agreements (PPA), überwiegend mit deutschen Anbietern. Zusätzlich sind Photovoltaik-Anlagen auf dem Planungsgelände vorgesehen. Parallel unterstützt das Unternehmen Stadt und Verbandsgemeinde bei Konzepten zur Nutzung der Abwärme aus dem Rechenzentrumsbetrieb.

NTT Data kündigt an, ab Januar 2026 Ausführungspläne für ökologische Kompensationsmaßnahmen zu erarbeiten. Die Maßnahmen sollen Biotope erhalten oder neu schaffen und die landschaftsplanerische Gestaltung des Campus ergänzen.

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