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Performance-Optimierung von VMs unter Hyper-V

So beschleunigen sie Hyper-V-Netzwerke

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Dynamischen MAC-Adressen beachten

Standardmäßig verwenden virtuelle Server für die eigenen Netzwerkkarten keine statischen MAC-Adressen, sondern erhalten dynamische MAC-Adressen durch den Hyper-V-Host zugeteilt. Da Windows bei der Aktivierung auch die MAC-Adressen heranzieht, besteht die Möglichkeit, dass das Betriebssystem neu aktiviert werden muss, wenn der virtuelle Server den Hyper-V-Host wechselt.

Das passiert zum Beispiel beim Betrieb von Hyper-V in einem Cluster. Hier hat jeder Clusterknoten mit Hyper-V einen eigenen Pool an MAC-Adressen die er den virtuellen Servern zuweist, wenn Administratoren den virtuellen Server auf den Knoten verschieben. Die MAC-Adresse des virtuellen Servers ändert sich aber nicht sofort, sondern erst beim nächsten Neustart des Servers.

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In einem MSDN-Beitrag geht Microsoft genauer auf dieses Problem ein und beschreibt den Fehler in seiner KnowledgeBase genauer.

Den Pool eines Hyper-V-Hosts sehen Administratoren im Hyper-V-Manager über den Manager für virtuelle Netzwerke im Bereich „MAC-Adressbereich“. Aus diesem Grund ist es sehr empfehlenswert, die statische Zuordnung von MAC-Adressen für virtuelle Server zu aktivieren. Diese Einstellung der MAC-Adresse für virtuellen Server finden sich im Bereich „Netzwerkkarte“ der einzelnen virtuellen Server im Hyper-V-Manager (siehe Abbildung 4).

Hyper-V, VLANs und Cluster

Hyper-V in Windows Server 2008 R2 unterstützt auch die Verwendung von VLANs bei Netzwerkswitches. Bei VLANs lassen sich Datenströme voneinander trennen um die Sicherheit und die Leistung zu erhöhen. Dadurch lässt sich zum Beispiel der Netzwerkverkehr für die Verwaltung des Servers vom Netzwerkverkehr der virtuellen Server trennen.

In den Eigenschaften der Netzwerkkarten der Hyper-V-Hosts müssen Administratoren dazu in den erweiterten Einstellungen festlegen, mit welcher VLAN-ID im Netzwerk die Karte kommunizieren soll. Anschließend muss im Hyper-V-Manager die Netzwerkverbindung ausgewählt und ebenfalls die VLAN-ID eingegeben werden (siehe Abbildung 5). Auch hier wird die entsprechende VLAN-ID vorgeben.

Microsoft empfiehlt beim Betrieb von Hyper-V in einem Cluster für die Kommunikation innerhalb des Clusters (Heartbeat) einen eigenen Adapter. Administratoren können für diesen Adapter das Protokoll E/A-Treiber für Verbindungsschicht-Topologieerkennung deaktivieren, das gilt auch für „Antwort für Verbindungsschicht-Topologieerkennung“. Das Protokoll „Microsoft virtueller Netzwerkswitch“ können Administratoren für Clusternetzwerke im Heartbeat ebenfalls deaktivieren.

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