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Mitten im Umstellungsprozess werden die Mittel gekürzt
Zu dieser an sich schon großen technischen Herausforderung gesellte sich in Form der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008/2009 auch noch ein Kostenproblem: Schott sah sich mit Sparmaßnahmen konfrontiert und musste harte Vorgaben zur drastischen Reduzierung des Investitionsvolumens erfüllen.
Der Zwang zum Sparen weitete sich aus und führte dazu, dass auch bei den Betriebskosten der IT-Anlagen gespart werden sollte. REHAU verhängte – auch in der IT - einen Einstellungsstopp. Das erforderte, dass die geplante neue Infrastruktur auch ohne zusätzliche Mitarbeiter betrieben werden kann, also nicht noch komplexer werden durfte.
Zudem musste Schott die Leistungen von externen Beratern einschränken - und das mitten im Projekt. Das allerdings stellte den Manager vor keine großen Probleme, denn „in so standardisierten Umgebungen ist viel fest vorgegeben und es besteht relativ wenig externer Beratungsbedarf.“ Viel wichtiger sei es, die eigenen – qualifizierten und geschulten - Mitarbeiter fest in die neuen Projekte einzubinden und auch nur diejenigen in das Team zu nehmen, „die von der Maßnahme überzeugt sind und an den Erfolg glauben“.
Die Anforderungen an den IT-Betrieb
Die Bestandsaufnahme der vorhandenen und geplanten Infrastruktur erbrachte Folgendes: Zu Beginn des Projekts verfügte das Unternehmen über 50 SAP-Systeme am Standort Rehau für alle Niederlassungen weltweit. Nach der Restrukturierung war mit weiteren mehr als 60 SAP-Systemen zu rechnen.
Abgelöst werden sollten die Eigenentwicklungen auf Basis von „zSeries“ und „iSeries“ von IBM sowie „.net“-Programmen. REHAU weltweit wurden die Geschäftsprozesse standardisiert und als Zielplattform hat man sich für SAP entschieden. Insbesondere sollte sich die „time to market“ verringern, also interne Kunden aus den Fachabteilungen schneller bedient werden.
Es stellte sich heraus, dass sich der Ressourcenbedarf vor allem für Entwicklung und Test nur schwer prognostizieren ließ. Die konkreten Zielanforderungen würden sich erst im Laufe des Projekts ergeben. Schnell war aber klar, dass sich die Anforderungen nur mit einer virtualisierten - und damit auch konsolidierten – Infrastruktur erfüllen lassen würden.
weiter mit: Der nächste Schritt ist die Auswahl der Komponenten
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