Quantencomputing bei Raumtemperatur Quera bringt Neutralatom-Computer nach Japan

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Tsukuba bei Tokio wird zum Knotenpunkt für Quanten- und KI-Forschung: Mit Quera-Quantenchips, GPU-Supercomputern von Nvidia und politischer Rückendeckung beginnt für Japan das „Jahr der Quantenindustrialisierung“.

Quera hat am japanischen AIST in Tsukuba den ersten Quantencomputeraußerhalb seiner eigenen Labors installiert. So sieht die Quera-Anlage im Forschungszentrum G-QuAT in Japan aus.(Bild:  QuEra Computing)
Quera hat am japanischen AIST in Tsukuba den ersten Quantencomputeraußerhalb seiner eigenen Labors installiert. So sieht die Quera-Anlage im Forschungszentrum G-QuAT in Japan aus.
(Bild: QuEra Computing)

Der Bostoner Quantenspezialist Quera Computing hat seinen ersten Quantencomputer außerhalb der eignen Labore in Betrieb genommen. Quera spezialisiert sich auf sogenannte Neutralatom-Computer. Das Quera-System basiert auf einer skalierbaren, Gatter-basierten Architektur, bei der einzelne in Lichtgitter gefangene Atome als Recheneinheit fungieren. Anders als supraleitende Quantenchips kann der Neutralatom-Computer so bei Raumtemperatur betrieben werden.

Das System wurde am National Institute of Advanced Industrial Science and Technology (AIST) in Tsukuba, einem Forschungshub nahe der Hauptstadt Tokio, installiert. Der Quantencomputer von Quera ist Teil des neu gegründeten Forschungszentrums G-QuAt, das sich auf die Verbindung zwischen Quantencomputing und Künstlicher Intelligenz (KI) spezialisiert hat.

Im Tandem mit 2.020 Nvidia-GPUs

Vor Ort am AIST arbeitet der Quantencomputer nun Seite an Seite mit „ABCI-Q“, einem Supercomputer mit 2,020 „Nvidia-H100“ GPUs, der zu den leistungsstärksten Systemen Asiens zählt. So sollen klassische Rechenprozesse mit Quantenalgorithmen kombiniert werden. Die hybride Rechenkraft soll der Arzneimittelforschung, Materialentwicklung, Logistikoptimierung oder Klimamodellierung zugute kommen.

Japanischer Premierminister besucht das Zentrum zur Einweihung

Die Einweihung des Quantencomputers markiert zugleich einen politischen Moment: Premierminister Shigeru Ishiba, der das Zentrum persönlich besuchte, erklärte 2025 zum „ersten Jahr der Quantenindustralisierung“. Ishiba hob so den besonders hohen Wert des Quantecomputings im Rahmen der japanischen Digitalstrategie hervor.

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