Post-Quantum-Kryptografie und Simulator für Migrationstests Quantumresistenz für Utimaco-Hardware

Quelle: Pressemitteilung Utimaco 1 min Lesedauer

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„Quantum Protect“ erweitert die Sicherheitsmodule von Utimaco um ein Paket quantenresistenter kryptografischer Verfahren und eine patentierte Zustandsverwaltung für Hash-Signaturen. Eine Kryptografie-API und ein Softwaresimulator sollen den Umstieg erleichtern.

„Quantum Protect“ ist ein Paket quantenresistenter Algorithmen für Utimaco-Sicherheitsmodule. (Bild:  Utimaco)
„Quantum Protect“ ist ein Paket quantenresistenter Algorithmen für Utimaco-Sicherheitsmodule.
(Bild: Utimaco)

Utimaco, ein Anbieter von Cybersicherheitshardware und -software, hat mit „Quantum Protect“ ein Paket quantenresistenter Algorithmen für das Sicherheitsmodul „u.trust General Purpose HSM Se“ vorgestellt. Damit will Utimaco auf die anstehende Bedrohung durch Quantencomputer reagieren, welche etablierte Public-Key-Kryptografieverfahren obsolet machen könnten. Gängige Verfahren wie RSA (Rivest-Shamir-Adleman) und ECC (Elliptic Curve Cryptography) sollen laut dem Übergangsplan des US-amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) ab 2030 als veraltet gelten.

Quantum Protect unterstützt laut Utimaco die vom NIST festgelegten Standards einer Post-Quanten-Kryptografie (Post Quantum Cryptography; PQC) für Schlüsselaustausch („ML-KEM“) und digitale Signaturen („ML-DSA“). Auch die zwei hashbasierten Signaturverfahren „LMS“ und „XMSS“ sowie ihre Multi-Tree-Varianten gehören zum Funktionsumfang.

Damit decke das Paket ebenfalls sämtliche Algorithmen ab, die von der aktuellen Richtlinie der U.S. National Security Agency (NSA) „CNSA 2.0“ zur Einführung bis Jahresende 2025 vorgeschrieben seien. Weitere quantenresistente Algorithmen wie „SLH-DSA“ (Stateless Hash-Based Digital Signature Algorithm) sollen künftig hinzukommen.

Utimaco verspricht nahtlosen Umstieg

Quantum Protect nutzt zudem ein patentiertes Verfahren zur Zustandsverwaltung bei hashbasierten Signaturen, um eine Wiederverwendung des gleichen Hash-Zustands auszuschließen.

Eine nahtlose Integration des PQC-Pakets in die bestehende Kundeninfrastruktur soll durch den API-Standard „PKCS #11“ und durch die Kompatibilität mit bestehenden „„u.trust“-Modulen gewährleistet werden. Zugleich soll Quantum Protect von einer neuen Generation von Utimaco-Beschleunigern profitieren. Der niederländische Halbleiterhersteller NXP, der bereits eine Vorabversion einsetzen konnte, gehört zu den ersten Kunden.

Software-Simulator für Vorabtests

Utimaco hat zudem einen „Quantum Protect Simulator“ veröffentlicht. Dieser soll kostenfrei einen umfassenden Test der PQC-Standards in der eigenen Anwendungsumgebung erlauben. Die Bereitstellung der APIs, Konfigurationen und Verwaltungsprozesse in einer Softwaresimulation soll IT-Teams helfen, einen nahtlosen Umstieg auf Utimaco-Hardware vorzubereiten.

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