Kooperation bei Quantentechnologie Q.ANT und IMS Chips bauen Quantenchip-Fertigung auf

Quelle: Pressemitteilung Q.ant GmbH/ IMS Chips 2 min Lesedauer

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Das Stuttgarter Start-up Q.ANT und das Institut für Mikroelektronik Stuttgart (IMS Chips), haben eine Vereinbarung zur gemeinsamen Fertigung von Quantenchips unterzeichnet. Bereits in zwei Jahren sollen Chips für Quantenprozessoren in Kleinserien produziert werden.

Ein Q,ANT-Mitarbeiter begutachtet einen Quanten-Wafer unter Reinraumbedingungen. (Bild:  Q.ANT GmbH/IMS Chips)
Ein Q,ANT-Mitarbeiter begutachtet einen Quanten-Wafer unter Reinraumbedingungen.
(Bild: Q.ANT GmbH/IMS Chips)

Quantenchips sind ein zentraler Baustein für Quantenprozessoren, die künftig beispielsweise im Umfeld von Hochleistungsrechenzentren einen Geschwindigkeitsvorteil bringen. Während Q.ANT Knowhow bei der Quantencomputer-Chipfertigung in die Kooperation einbringt, plus Maschinen und Prozesstechnik in einem initialen Invest im Wert von 14 Millionen Euro, beteiligt sich IMS Chips mit seinem bestehenden Maschinenpark.

Institut für Mikroelektronik Stuttgart IMS Chips verfügt über eine Reinraumproduktion. (Bild:  Q.ANT GmbH/ IMS Chips)
Institut für Mikroelektronik Stuttgart IMS Chips verfügt über eine Reinraumproduktion.
(Bild: Q.ANT GmbH/ IMS Chips)

Michael Förtsch, Geschäftsführer von Q.ANT, führt aus: „Gemeinsam bauen Q.ANT und IMS Chips eine komplette, eigene Chipfertigung in Stuttgart auf. Wir starten dort mit der Produktion von Quantenchips in Kleinserie, um zunächst unseren eigenen Bedarf an Chips für unsere Entwicklungen für Quantenprozessoren zu decken.“ Er setzt aber hinzu: „Perspektivisch möchten wir die Chips aber auch in Großserie am Markt anbieten.“

Auch hier spielt IMS Chips, eine Stiftung des Landes Baden-Württemberg, eine Rolle. Denn neben einer Reinraumproduktion mit entsprechenden Anlagen verfügt die Organisation auch über Experten mit Erfahrung in der Fertigung im industriellen Maßstab. Für IMS Chips bietet die Kooperation die Möglichkeit, die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit voranzutreiben.

Q.ANT-CEO Michael Förtsch und IMS Chips Direktor Joachim Burghartz präsentieren einen Wafer, aus dem Quantenchips gewonnen werden(Bild:  Q.ANT GmbH/ IMS Chips)
Q.ANT-CEO Michael Förtsch und IMS Chips Direktor Joachim Burghartz präsentieren einen Wafer, aus dem Quantenchips gewonnen werden
(Bild: Q.ANT GmbH/ IMS Chips)

So formulierte Professor Joachim Burghartz, Direktor und Vorstandsvorsitzender des Instituts für Mikroelektronik Stuttgart: „Diese Kooperation ist ein wichtiger Beitrag zu den Forschungsinitiativen in Deutschland und speziell im Land Baden-Württemberg. Durch die Kooperation stellen wir die Anschlussfähigkeit an das Zeitalter der Quantentechnologie sicher.“

Die auf Basis von Licht arbeitenden Chips sollen über die Quantenprozessoren hinaus künftig auch in unterschiedlichsten Branchen zum Einsatz kommen: Die Anwendungsfelder reichen von der Medizintechnik über Sensorik und Telekommunikation bis hin zu Kryptografie, Logistik und Finanzbranche. Im Gegensatz zu vielen anderen Quantencomputersysteme, die mit Tiefsttemperaturen bis -273 Grad arbeiten, werden die photonischen Chips von Q.ANT bei Raumtemperatur betrieben. Dies kann die Integration in bestehende Rechenarchitekturen deutlich vereinfachen.

Über Q.ANT und IMS Chips

Q.ANT ist mit rund 80 Mitarbeitern am Standort Stuttgart ein Hightech-Start-up im Bereich Quantentechnologie und wurde 2018 als Teil der Trumpf Gruppe gegründet. Das Unternehmen arbeitet an Technologien zur Datengenerierung und Datenverarbeitung. Dafür entwickelt Q.ANT Quantensensoren und Quantencomputerchips. Das Startup setzt bei seinen Chips auf eine eigens entwickelte Technologieplattform mit dem Material Lithium-Niobat, das wegen seiner guten elektro-optischen Eigenschaften, das für den photonischen Ansatz zum Quantencomputing nach Ansicht der Macher bestens geeignet ist.

Mit den vier Produktlinien Photonic Quantum Computing, Particle Metrology, Atomic Gyroscopes und Magnetic Sensing ist Q.ANT bereits ein Partner für unterschiedliche Branchen und Anwendungsfelder, die von Medizintechnik über Autonomes Fahren bis hin zu Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau und Prozesstechnik reichen.

Das Institut für Mikroelektronik Stuttgart IMS Chips betreibt wirtschaftsnahe Forschung auf dem Gebiet der Mikroelektronik in den Bereichen Silizium-Photonik, integrierten Schaltungen und Systemen, Nanostrukturierung und MEMS. Es ist eine als gemeinnützig anerkannte Stiftung nach bürgerlichem Recht mit Sitz auf dem Forschungscampus Stuttgart-Vaihingen.

Das Institut ist Mitglied der baden-württembergischen Innovationsallianz (innBW), einer Kooperation von zehn Vertragsforschungseinrichtungen in Baden-Württemberg mit insgesamt zwölf Instituten.

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