Die Realisierung virtueller Rechenzentren hängt an der Optik

Photonische Integration und optische Super-Channel für dezentrale Datacenter

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Photonische Integration und optische Super-Channel

Der Vorteil photonischer Integration liegt im Austausch vieler diskreter Komponenten durch einen hochintegrierten optischen Schaltkreis, besser bekannt als „Photonic Integrated Circuit“ (PIC). Ein PIC reduziert vermindert den Platz- und Energiebedarf während er gleichzeitig die Performance der Netzwerkkapazität bedeutend erhöht.

Dabei handelt es sich letztlich um die gleiche Philosophie wie bei den integrierten Chips in unseren Laptops, die einmal die diskreten Transistoren ersetzten. Der größte Wert der photonischen Integration liegt im Ersatz der Komponenten mit dem höchsten Stromverbrauch und der Integration in ein kleines kompaktes Gerät, das signifikant geringere Energie und weniger Platz benötigt.

Die Herausforderung für einen Hybridbetrieb von Rechenzentren liegt darin, das Netzwerk effizient aus dem zentralen Rechenzentrum in eine virtuelle Lokation zu verlagern.
Die Herausforderung für einen Hybridbetrieb von Rechenzentren liegt darin, das Netzwerk effizient aus dem zentralen Rechenzentrum in eine virtuelle Lokation zu verlagern.
(Bild: Infinera)

Optische Super-Channel sind kleinere optische Leitungen, die zu einer größeren Leitung gebündelt werden, eine hohe Leistung liefern, aber dennoch einfacher zu managen sind. Im Kern dreht es sich hier um die Frage, ob es einfacher ist, 50 x 10 Gigabit Fiber-Kreise zu managen oder besser 5 x 100 Gigabit.

Wenn also PIC-basierte optische Super-Channels der einfachste und kosteneffizienteste Weg sind, Netzwerkkapazität bereitzustellen, dann stellt sich die nächste Frage nach der Zuverlässigkeit. In der Tat weist die PIC-Technologie eine Fehlerrate von mehr als 1 Milliarde Stunden für den Failure-in-Time-Wert auf (FIT). Das Ergebnis ist also eine zusätzlich erhöhte Zuverlässigkeit.

Die neuen Geschäftsmodelle

Die Nutzung von sowohl photonisch integrierten Schaltungen als auch optischen Super-Channel schafft nicht nur größere Netzwerk- und Betriebseffizienz, sondern kann auch völlig neue Geschäftsmodelle in Bezug auf virtuelle Rechenzentren ermöglichen. Tatsächlich stellen etwa 500 Gigabit pro Sekunde (Gb/s) eine sehr große Kapazität dar, wenn ein individueller Anwender vielleicht 100 oder 200 Gb/s benötigt. In der Praxis kann der Superchannel aber einfach zwischen verschiedenen Anwendungen aufgeteilt werden.

Die Zukunft wird zeigen, dass große zentralisierte Rechenzentren und kleinere virtuelle Datacenters mit größerer Nähe zum Kunden koexistieren. Das Konzept der hybriden Cloud adressiert die Notwendigkeit für große Unternehmen, geschäftskritische Ressourcen in der Umgebung zu halten und bei anderen Anwendungen auf zentralisierte Einrichtungen zurückzugreifen.

Das kritische Element in diesem Szenario ist das Netzwerk, das einfach und effizient sein muss. Aus technologischer Sicht liegt die Lösung in photonischer Integration und der Nutzung optischer Super-Channels. Sie ermöglichen die Implementierung einfacher, effizienter und hochperformanter virtueller Rechenzentrumslösungen.

* Vinay Rathore ist Director Product Marketing bei Infinera.

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