Hyperscale-Rechenzentrum in Ungarn Partec und 3D Lézertechnika planen modularen KI- und HPC-Campus in Paks

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Partec und 3D Lézertechnika investieren Milliarden in einen Rechenzentrums-Campus mit 96 Megawatt Leistung, Agro-Photovoltaik-Park und Energiespeicher. Der Standort in Ungarn soll ab 2027 KI, HPC und Quantencomputing auf Hyperscale-Niveau ermöglichen.

In Ungarn entsteht ein Datacenter, das auf KI und HPC ausgelegt ist.(Bild:  Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)
In Ungarn entsteht ein Datacenter, das auf KI und HPC ausgelegt ist.
(Bild: Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)

Kern des Projekts „Paks Data Centre Campus, BESS & Agro-Photovoltaic Energy Park“ ist ein für Künstliche Intelligenz (KI) optimiertes, modulares Rechenzentrum mit einer geplanten Leistungsaufnahme von bis zu 96 Megawatt (MW).

Grundlage bildet die „dynamische Modular System Architecture“ (dMSA) von Partec in Kombination mit der „Parastation Modulo Software Suite“, die Skalierbarkeit und flexible Ressourcenzuteilung ermöglicht. Damit wird eine Plattform für Hochleistungsrechnen (High Performance Computing, HPC), KI-Training und Quantencomputing geschaffen.

Energieversorgung über Agro-Photovoltaik und Batteriespeicher

Für die Energieversorgung entsteht auf einer Fläche von 530 Hektar ein Agro-Photovoltaik-Park, der die Rechenkapazitäten direkt mit Solarstrom versorgt. Ergänzt wird die Infrastruktur durch ein Battery Energy Storage System (BESS), das Netzstabilität und Versorgungssicherheit gewährleistet. Durch die Nähe zum Kernkraftwerk Paks steht zusätzlich Grundlaststrom zur Verfügung, wodurch Versorgungslücken vermieden werden.

Die bei den Rechenprozessen entstehende Abwärme wird nicht ungenutzt abgeführt, sondern in umliegende landwirtschaftliche Betriebe integriert. Das Konzept sieht eine intelligente Wärmeauskopplung vor, die Gewächshausanlagen und landwirtschaftliche Prozesse unterstützt. Damit werden Energie-Erzeugung, Rechenzentrumsbetrieb und Landwirtschaft gekoppelt.

Das ist der Zeitplan in der Übersicht

Die Investition im einstelligen Milliardenbereich stärkt die digitale Souveränität Europas und positioniert Ungarn als Knotenpunkt für datenintensive Anwendungen. Partec übernimmt die Bereitstellung und Integration der Höchstleistungssysteme, während 3D Lézertechnika für die bauliche Umsetzung verantwortlich ist. Der kommerzielle Betrieb ist für 2027 vorgesehen.

Mit dem Projekt in Paks setzt Partec seine jüngste Serie von HPC- und KI-Initiativen fort. Nach dem „Elbjuwel“-Rechenzentrum in Deutschland und dem Projekt „Vesuvio“ in Italien markiert der ungarische Campus den dritten Großstandort in kurzer Zeit. Partec zählt außerdem zu den Technologiepartnern von Jupiter, Europas erstem Exascale-Supercomputer.

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