Programmiersprache feiert 30 Jahre und erhält ein umfassendes Update Oracle stellt Java 25 mit Langzeitunterstützung und neuen KI-Funktionen vor

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Mit Java 25 veröffentlicht Oracle eine neue Version mit 18 JDK Enhancement Proposals (JEP). Im Fokus stehen Produktivität, KI-Integration, Sicherheit und Performance mit einem erweiterten Supportzeitraum von acht Jahren.

18 JEPs prägen das neue Java 25. Welche Änderungen Oracle JDK besonders voranbringen, zeigt diese Übersicht.(Bild: ©  Arsenii - stock.adobe.com)
18 JEPs prägen das neue Java 25. Welche Änderungen Oracle JDK besonders voranbringen, zeigt diese Übersicht.
(Bild: © Arsenii - stock.adobe.com)

Java 25 bringt gleich mehrere Sprachverbesserungen. Dazu gehören etwa Primitive Types in „Patterns“ (JEP 507), womit sich „Pattern Matching“ auch auf elementare Datentypen anwenden lässt. Dies ist relevant für rechenintensive Anwendungen wie KI-Inferenz. Mit „Module Import Declarations“ (JEP 511) soll die Nutzung modularer Bibliotheken vereinfacht werden, und „Compact Source Files“ (JEP 512) senken die Einstiegshürden für Neulinge und Skriptautoren. Auch „Flexible Constructor Bodies“ (JEP 513) erweitern den Spielraum bei der sicheren Initialisierung von Objekten.

„Compact Source Files“ (JEP 512) soll das Programmieren vereinfachen. Oracle stellt hier die neue Syntax  vor.(Bild:  Oracle)
„Compact Source Files“ (JEP 512) soll das Programmieren vereinfachen. Oracle stellt hier die neue Syntax vor.
(Bild: Oracle)

Auf der Bibliotheksebene werden Parallelisierungsmodelle gestärkt: „Structured Concurrency“ (JEP 505) und „Scoped Values“ (JEP 506) sollen „multithreaded Code“ übersichtlicher und stabiler machen. Die „Vector API“ (JEP 508) wird in der zehnten Inkubationsstufe weiterentwickelt und zielt auf performante Berechnungen, darunter auch KI-Workloads.

Sicherheit und Post-Quanten-Kryptografie

Im Bereich Sicherheit legt Oracle mit „PEM Encodings“ (JEP 470) und einer „Key Derivation Function API“ (JEP 510) nach. Letztere gilt als Vorbereitung auf eine Post-Quanten-Kryptografie. Sie stellt die Bausteine für hybride Verfahren bereit, die Unternehmen bei der Umstellung auf eine quantensichere Verschlüsselung unterstützen sollen.

Performance, Monitoring und Wartbarkeit

Mehr Effizienz versprechen „Compact Object Headers“ (JEP 519), die den Speicherverbrauch in großen Workloads senken. Aus dem Projekt „Leyden“ stammen Verbesserungen bei „Ahead-of-Time-Profiling und -Caching“ (JEP 514, JEP 515). Startzeiten sollen so kürzer ausfallen.Im Monitoring erweitert der „JDK Flight Recorder“ seine Möglichkeiten um CPU-Zeit-Analysen (JEP 509), kooperative „Sampling-Methoden“ (JEP 518) und detaillierte „Methodentraces“ (JEP 520).

Architekten von Oracle bestätigten auch, dass diese Änderungen auch bei Frameworks wie „Quarkus“ oder „Spring Boot “ getestet wurden, um eine reibungslose Integration zu gewährleisten.

Alle 18 JEPs von Java 25, beziehungsweise JDK 25 von Oracle, in der Übersicht.(Bild:  Oracle)
Alle 18 JEPs von Java 25, beziehungsweise JDK 25 von Oracle, in der Übersicht.
(Bild: Oracle)

Langfristiger Support und Ökosystem

Mit Java 25 setzt Oracle den Zyklus fort, alle zwei Jahre eine Long-Term-Support-Version (LTS) bereitzustellen. Für die neue Version ist ein Supportzeitraum von mindestens acht Jahren zugesagt worden. Das gibt Unternehmen Spielraum für Migrationen und sichert kontinuierliche Updates.

Oracle betont zudem die Rolle des Ökosystems: Von Universitäten über Java User Groups bis hin zu Framework-Herstellern beteiligen sich zahlreiche Akteure am OpenJDK-Prozess.

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