IoT wäre gut. Aber Studie zeigt Wissensmängel auf Nur 63 Prozent der deutschen Unternehmen sind über ESG informiert

Von Techconsult GmbH 3 min Lesedauer

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Eine repräsentative Studie von Techconsult in Zusammenarbeit mit Grandcentrix zeigt die Defizite von Unternehmen bei der Umsetzung der Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien (ESG) auf. Obwohl sich die Firmen über die Chancen, die durch Internet of Things (IoT) bei der Umsetzung des Reporting entstehen, im Klaren sind, tappt ein Großteil der Unternehmen bei der Implementierung noch im Dunkeln.

Eine Studie von Techconsult und Grandcentrix zeigt, dass Unternehmen im Bezug auf das ESG-Reporting noch vor Probleme stehen. Der Einsatz von IoT zum Sammeln der relevanten Daten, ist für die betroffenen Konzerne Fluch und Segen zugleich.(Bild:  jamesteohart - stock.adobe.com)
Eine Studie von Techconsult und Grandcentrix zeigt, dass Unternehmen im Bezug auf das ESG-Reporting noch vor Probleme stehen. Der Einsatz von IoT zum Sammeln der relevanten Daten, ist für die betroffenen Konzerne Fluch und Segen zugleich.
(Bild: jamesteohart - stock.adobe.com)

Eine Studie von Techconsult und Grandcentrix enthüllt Schwierigkeiten von Unternehmen beim Einsatz von IoT für die Umsetzung der ESG-Richtlinien. Hintergrund der Studie ist die jüngste Corporate Sustainability Reporting-Direktive (CSRD) der EU für die Förderung von Transparenz und Nachhaltigkeit in Unternehmen, nach der das Reporting der ESG-Daten für betroffene Firmen zur Pflicht wird. Insgesamt wurden 200 deutsche Firmen befragt, die mindestens 250 Mitarbeiter beschäftigen.

Bessere Energiebilanz durch Einsatz von IoT

Der Einsatz von IoT ermöglicht sowohl die Bereitstellung relevanter Daten für das ESG-Reporting als auch ein transparentes Energie-Management. Das wissen auch die meisten Unternehmen, jedoch zeigt die Studie, dass nur 35 Prozent der befragten Firmen IoT umfangreich nutzen. Das soll sich aber bald ändern, denn neun von zehn Konzernen geben an, sich aktiv mit dem Einsatz von IoT zur Energieerfassung auseinanderzusetzen.

Vor allem der kleinere Mittelstand, dazu gehören Firmen mit bis zu 500 Mitarbeitern, steht dabei noch vor Herausforderungen. Grade einmal 63 Prozent dieser Unternehmen sind nach eigenen Angaben gut über die ESG-Kriterien informiert.

Die befragten Firmen sind sich über alle Größenklassen darüber einig, dass die Implementierung von IoT ins Energie-Management von großer Bedeutung ist. Nicht nur um den Energieverbrauch präziser messen und auswerten zu können, sondern auch um die eigenen CO2-Emissionen zu verringern. So geben 40 Prozent an, dass die Verbrauchsmessung zu einem verringerten Emissionsausstoß führen soll.

ESG-Daten durch IoT

„Mit IoT-Techniken in Verbindung mit einem Reporting können die Informationen automatisiert erfasst und fortlaufend bewertet werden. Hinterher wird auf Basis der eingespeisten IoT-Verbrauchswerte ein CO2-Fußabdruck erstellt“, sagt einer der in der Studie zitierten Geschäftsführer des IT-Plattformanbieters Envoria.

Demnach haben IoT-Projekte vor allem zur Erfassung von Energiedaten und bei vielen ESG-Scopes an Wichtigkeit gewonnen. Dennoch lesen knapp die Hälfte (47 Prozent) der Unternehmen ihre Messtellen wie Strom- oder Energiezähler noch manuell ab, obwohl die dazu passenden IoT-Techniken bereits am Markt vorhanden sind.

Schwierigkeiten bei der Implementierung

Laut der Studie gibt es für die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von IoT-Technologien für ESG-Initiativen und Energie-Management mehrere Gründe. 46 Prozent der befragten Unternehmen betrachten die Ausrichtung von IoT auf die Erreichung von ESG-Zielen als besonders schwierig. Die technische Komplexität von IoT-Technologien stellt für 43 Prozent eine bedeutende Herausforderung dar.

Große Unternehmen haben Schwierigkeiten bei der Einführung und Skalierung von IoT. Dabei können IoT-Mobilfunktechnologien wie Narrowband-IoT oder LTE-M den Implementierungsaufwand reduzieren. Diese helfen Firmen dabei, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, ESG-Berichtspflichten effizienter zu erfüllen und den Energieverbrauch zu optimieren und das ohne hohe und Investitionen in komplexe IoT-Infrastruktur.

Herausforderungen bei der Umsetzung der CSRD-Anforderungen

Die Corporate Sustainability Reporting-Direktive (CSRD) der EU und die damit einhergehende Pflicht des Reporting der Umwelt-, Sozial- und Unternehmensführungskriterien (ESG), stellt viele Unternehmen vor immense Herausforderungen. Das wird auch in einer repräsentativen Studie von PwC deutlich, in der 160 mittelständische Unternehmen in Deutschland zu den ESG-Kriterien befragt wurden.

Die größte Herausforderung bei der Umsetzung des ESG-Reporting sehen laut dieser Studie die meisten Unternehmen bei den relevanten Daten selbst. Für 73 Prozent ist die Erfassung, die Qualität, die Verarbeitung und die Analyse der ESG relevanten Daten das Hauptproblem. Vor allem auch, weil durch die zum Teil vernachlässige Digitalisierung im Mittelstand noch keine technische Infrastruktur für so eine datengetriebene Aufgabe gegeben ist.


Durch die CSRD müssen sich nun viele Unternehmen mit ESG auseinandersetzen, für die diese Kriterien vorher gar kein Thema gewesen sind. Kein Wunder also, dass 76 Prozent angeben, vom bürokratischen und organisatorischen Ablauf überfordert zu sein.

Zusätzlich herrscht eine große Angst vor Personalknappheit. Bei 62 Prozent besteht die Sorge, dass durch die notwendigen Änderungen in der Belegschaft, die personellen Ressourcen an anderer Stelle fehlen werden. Besonders in Hinblick auf den Fachkräftemangel, ist dies eine große Furcht in der Industrie.

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