DCTP-Gründung Green Scale übernimmt Großcampus Norwegen lockt Hyperscaler mit 300-MW-Campus

Von Daniel Schrader 1 min Lesedauer

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Green Scale Data Centres baut in Norwegen einen Hyperscale-Campus mit einer möglichen Gesamtleistung von 300 Megawatt auf 42 Hektar Fläche. Ein erstes Datacenter soll 2027 fertig werden. Ein lokales Wasserkraftwerk und ein ausgebautes Glasfasernetz sichern die Kapazität.

Vier Datacenter mit bis zu 300 MW Kapazität will Green Scale auf dem norwegischen Campus bauen. Eins davon soll bereits 2027 in Betrieb gehen.(Bild:  Green Scale)
Vier Datacenter mit bis zu 300 MW Kapazität will Green Scale auf dem norwegischen Campus bauen. Eins davon soll bereits 2027 in Betrieb gehen.
(Bild: Green Scale)

Der Datacetner-Campus in der südlichen norwegischen Gemeinde Sirdal befindet sich bereits seit fünf Jahren in der Entwicklung. Eigentümer was bislang das norwegische Unternehmen Tonstad Datapark, an dem die Datacenter- und Energieberatung Torek AS den größten Aktienanteil hielt.

Nun hat Green Scale Data Center das Projekt übernommen, ein im November 2024 von der Investmentgesellschaft DCTP (ehemals Deutsche Telekom Capital Partners) gegründeter Datacenter-Entwickler und Betreiber. Green Scale arbeitet bereits an dem Ausbau von 170 Megawatt (MW) Datacenter-Kapazität in Irland und Nordirland und peilt eine Gesamtleistung von einem Gigawatt in Europa an.

Green Scale investiert über 2,5 Milliarden Euro in den Campus, auf dem insgesamt vier Rechenzentren entstehen sollen. Ein erstes Datacenter soll 2027 in Betrieb gehen. Dessen erwartete Leistung wurde noch nicht bekanntgegeben.

Günstiger und grüner Strom aus lokalem Wasserkraftwerk

Die perspektivisch erreichbare Netzkapazität von bis zu 300 MVA (Megavoltampere) sei dabei bereits von dem Regionalversorger Glitre Nett und dem staatliche Netzbetreiber Statnett genehmigt worden. Neben der gewährleisteten Versorgung sollen auch die nahezu gänzliche Zusammensetzung des norwegischen Stroms aus erneuerbaren Energien (Hauptsächlich Wasser- und Windkraft), aber auch im europäischen Vergleich besonders günstige Energiepreise zur Attraktivität des Standorts beitragen.

Laut einer früheren Projektbeschreibung soll die gesamte Kapazität durch das lokale Wasserkraftwerk bereitgestellt werden. Ferner gehört eine vorverlegte Glasfaserinfrastruktur („dark fibre“) zum Standort.

Ob Green Scale die Kapazitäten im Colocation-Betrieb bereitstellen oder einzelnen Großkunden anbieten will, wurde nicht bekanntgegeben. Explizit richtet sich das Unternehmen an solche „Kunden“, die „HPC-, Hyperscale-, Cloud- und KI-Workloads“ in Norwegen betreiben wollen.

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