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Schätzmethode für effektiven Budgeteinsatz

Nicht raten, IT-Projektkosten exakt prognostizieren!

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Das System von Proarchcon

Auf die Ressource IT-Experte baut „Perspective Estimation“ von Proarchcon aus Meerbusch auf. Die Schätzmethodologie der Software basiert auf hunderten Expertenschätzungen zu atomaren Projektaufgaben. Hier wird also nicht abstrahiert, sondern anhand eigener Algorithmen, die sich dieser Expertenschätzungen bedienen, kalkuliert.

Das Unternehmen Pro Archcon hat mit „Perspective Estimation“ ein Verfahren zur genauen Bestimmung der zu erwartenden Projektkosten entwickelt.
Das Unternehmen Pro Archcon hat mit „Perspective Estimation“ ein Verfahren zur genauen Bestimmung der zu erwartenden Projektkosten entwickelt.
(Bild: Nonwarit/ Fotolia.com)

Die Proarchcon-Anwendung ermittelt die Kosten und den Zeitaufwand für Testfälle sowie für die Bereiche Design und Entwicklung ermitteln. Für die fachlichen und nicht-funktionalen Anforderungen eines IT-Vorhabens wird ein Katalog exakter Funktionsversprechen, so genannte Quality Statements, definiert.

Die IT-Experten fertigen eine Liste der atomaren Änderungen (Artefakte und Testfälle) und deren Schätzungen an. Damit sind Dokumente, Schnittstellen gemeint, also sämtliche im Rahmen eines IT-Projekts erstellte Design-, Development- und Testliefergegenstände. Perspective Estimation schätzt den Aufwand für die Erstellung solcher Artefakte und Testfälle software-agnostisch ein.

Exakte Kosten für Tests, Design und Entwicklung

Die Quality Statements, die Artefakte und die Testfälle werden dann zueinander zugeordnet (in einer „many-to-many“-Beziehung). Im Anschluss erstellen die Projektleiter des Unternehmens ein Projekt und wählen die Quality Statements aus, die damit abgesichert werden sollen. Perspective Estimation zieht die Schätzungen der Artefakte und Testfälle an und normalisiert die Ergebnisse. Dadurch liefert Perspective Estimation Informationen über den Zeit- und Kostenaufwand für die Artefakte und Testfälle, die dem jeweiligen Quality Statement zugeordnet sind.

Die Artefakte und Testfälle lassen sich auf bis zu 15 Minuten genau taxieren. Ebenso ermittelt Perspective Estimation auf der einzelne Artefakt- bzw. Testfallebene Informationen zu Risiko und Uplift. So wird vermieden, dass grobe Uplifts zum Beispiel mit einem 15prozentigen Risiko auf das ganze Projekt gesetzt werden. Mehrere Testfälle lasen sich zudem in Szenarien zusammenfassen. Die Quality Statements können flexibel gewählt werden, um Alternativschätzungen zu erhalten.

Die Kostenabschätzung auf atomarer Ebene erlaubt exakte Aussagen über die zu erwartenden Kosten, denn Perspective Estimation verkleinert die Schätzdifferenz, ohne mit abstrahierten Werten zu arbeiten. So können Unternehmen ihr IT-Budget intelligenter und gewinnbringender einsetzen. Die Zahl der IT-Projekte, die ein Unternehmen umsetzen kann, erhöht sich durch den Umstand, dass kein Geld mehr in Projekten verbrannt wird. Letztendlich verbessert Perspective Estimation auch die Kommunikation zwischen IT-Abteilung und Stakeholdern, da nun gesicherte Daten über Kosten und Aufwand vorliegen, die nicht auf dem Bauchgefühl des IT-Projektleiters beruhen, für das er sich nur schwer rechtfertigen kann, wenn die Planungen (mal wieder) daneben liegen.

* Marc Hankmann ist freier IT-Journalist.

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