Amadeus-Studie zeigt Vorteile des „Lean Thinking“

Nicht nur für die IT der Reisebranche: Was hilft dem Kunden wirklich?

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Lean Thinking macht schlanker, flexibler und profitabler

Sie wollten zudem Lösungen zeitnah und zu günstigen Preisen. „Lean Thinking“ in der IT hat das Potenzial vieles hiervon umzusetzen und die Branche während dieses Prozess zu verändern.“

Die Studie „Cleared for take-off“ gibt es zum Download; siehe: Link unten
Die Studie „Cleared for take-off“ gibt es zum Download; siehe: Link unten
(Bild: Amadeus)

Mit dem „Lean“-Ansatz werden alles besser und einfacher. So könnten sich Reiseunternehmen auf eine schnelle Entwicklung von neuen Services und Apps freuen. Woudhuysen sagt: „Sie werden in der Lage sein, mehr Geld durch neu erschlossene Marktnischen zu verdienen. Besser als bisher, werden sie versiert darin sein, ihren individuellen Kunden personalisierte Angebote machen zu können.“

Doch wie sieht die Neuerfindung des Rads aus? „Wir haben festgestellt, dass innerhalb der Business Unit Global Operations bei Amadeus das „Lean Thinking“ eine Verschiebung im Management-Stil mit sich bringt“, erläutert Amadeus- Manager Krips. „Es geht nicht mehr darum Personen anzuweisen, wie in einem klassischen Befehls- und Kontrollmodell, sondern eher darum proaktives und reaktives Verhalten zu fördern und die Intelligenz der Organisation wirksam einzusetzen. Wenn wir mit unseren Kunden und Partnern zusammen arbeiten, können wir schnell Skaleneffekte erzielen und so die Zukunft des Reisens gestalten.“

Produktivitätsgewinn bei Amadeus

Das klingt nach Philantropie. Doch Amadeus nutzt bereits den „Lean“-Ansatz für die IT-Aktivitäten. Und das zahlt sich aus. „Die IT-Produktion erfolgt nun bis zu 60 Prozent schneller“, sagt Krips.

Er gibt ein Beispiel. „Sagen wir einmal, ein Reiseveranstalter möchte seinen Kunden einen Service anbieten, der Buchungen auf der Basis einer Fünf-Sterne-Bewertung in ´Trip-Advisor‘ beruht. Um das zu ermöglichen müssen die Mitarbeiter an der Kundenfront mit entsprechenden Informationen und Funktionen ausgestattet werden.“

Früher habe sich das Aufsetzen eines solch neuen Services wesentlich durch getrennte Zuständigkeiten und IT-Fürstentümer im Networking, Applikations-Business, Storage und Compute verzögert. Der Lean-Ansatz, also die strikte Orientierung am Kundennutzen gebe jedoch die Chance, Teams zu bilden, die sich über den übergeordneten Prozess kümmerten.

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Über Amadeus

Amadeus ist ein führender Partner der globalen Reisebranche für Technologie-Lösungen. Zu den Kunden von Amadeus zählen Reiseanbieter (zum Beispiel: Reiseveranstalter, Airlines, Hotels, Bahnunternehmen und Fährgesellschaften), Reiseverkäufer (Reisebüros und Reise-Websites) und Reiseeinkäufer (Unternehmen und Geschäftsreiseanbieter).

Der Amadeus-Konzern beschäftigt weltweit rund 12.000 Mitarbeiter und ist mit Zentralen in Madrid (Hauptsitz), Nizza (Entwicklung) und Erding (Betrieb) sowie an 71 weiteren Standorten auf der ganzen Welt mit Amadeus Commercial Organisations vertreten.

Amadeus arbeitet auf Grundlage eines transaktionsbasierten Geschäftsmodells. Im Geschäftsjahr 2013 erzielte das Unternehmen bereinigte Erlöse in Höhe von 3,1037 Milliarden Euro und ein EBITDA in Höhe von 1,1887 Milliarden Euro.

An der spanischen Börse ist Amadeus mit dem Kürzel „AMS.MC“ gelistet. Das Unternehmen ist Teil des Indexes IBEX 35.

Die Amadeus Germany GmbH ist Deutschlands führender Anbieter von IT-Lösungen für die Reisebranche. In Deutschland registriert Amadeus rund 45.000 Lizenzen für das Amadeus-System.

Folgende Anbieter sind in Deutschland buchbar: rund 430 Fluggesellschaften, über 131.000 Hotels plus Content von mehreren großen Hotel-Aggregatoren, 33 Mietwagen-Firmen, über 240 Reise- und Busveranstalter, 77 Verkehrsverbünde, 40 europäische Bahnen, 22 Fähranbieter, sechs Versicherungs- sowie 12 Kreuzfahrtanbieter.

Alleiniger Gesellschafter von Amadeus Germany ist die Amadeus IT Group SA.

Bei Amadeus ist das jedoch mehr als eine bloße Chance. Hier ist es eine Vorgabe aus dem Top-Management. Ein solches Prozessteam trifft sich zweimal pro Woche, um die notwendigen IT-Maßnahmen und Infrastrukturen zu definieren sowie den Fortschritt anhand von Schlüsselzahlen zu verfolgen und zu dokumentieren. „hier wird beispielsweise festgelegt, wie viel Storage für den Prozess benötigt wird und wer für welche Aufgaben zuständig ist“, sagt Krips.

Er fasst zusammen: „Da ist jetzt Collaboration, wo vorher Silos waren.“ Bleibt die Frage, wie die Mitarbeiter den kulturellen Wandel aufnehmen. „Die Mitarbeiter sehen das als eine Bereicherung ihres Jobs an“, so der Executive Vice President.

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