AI-Schulungen Neues Konsortium für KI-Weiterbildung

Von Alexander Siegert 3 min Lesedauer

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Cisco gründet mit acht weiteren Tech-Firmen ein Konsortium, um die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz auf die Tech-Beschäftigten zu untersuchen. Des Weiteren sollen Möglichkeiten für Umschulungen und Weiterbildungen erschlossen werden.

Der Bedarf an Fachkräften, die im Umgang mit KI-Tools geschult sind, wird in Zukunft weiter wachsen. Dafür braucht es Weiterbildungsangebote.(Bild:  atitaph - stock.adobe.com)
Der Bedarf an Fachkräften, die im Umgang mit KI-Tools geschult sind, wird in Zukunft weiter wachsen. Dafür braucht es Weiterbildungsangebote.
(Bild: atitaph - stock.adobe.com)

Künstliche Intelligenz eröffnet für viele Berufsfelder neue Möglichkeiten. Das konkrete Ausmaß der KI auf den Technologiesektor ist aber noch nicht genau abzusehen. Das neue „AI-Enabled ICT Workforce Consortium“ will sich deshalb dieser Aufgabe annehmen und die Auswirkungen von KI auf die Tech-Beschäftigten unter die Lupe nehmen.

Cisco leitet das neugegründete Konsortium, zu dem SAP, Accenture, Eightfold, Google, IBM, Indeed, Intel und Microsoft zählen. Die Gründung basiert auf der Arbeit der Task Force „Talent for Growth“ des EU-US-Handels- und Technologierats, dessen Mitglied und Cisco-CEO Chuck Robbins sowie dem US-Handelsministerium.

Francine Katsoudas, Executive VP und Chief People, Policy & Purpose Officer bei Cisco(Bild:  Cisco)
Francine Katsoudas, Executive VP und Chief People, Policy & Purpose Officer bei Cisco
(Bild: Cisco)

Das Konsortium wird in der ersten Phase die Auswirkungen von KI auf 56 ITK-Berufsprofile bewerten und Schulungsempfehlungen für betroffene Berufe geben. Es will sich anschließend darauf konzentrieren, den dringenden Bedarf an hochqualifizierten Arbeitskräften zu decken, die in der Lage sind, KI-Anwendungen erfolgreich in Geschäftsprozesse zu integrieren. „Da KI den Wandel in der globalen Arbeitswelt beschleunigt, muss der private Sektor Arbeitskräfte für die Zukunft qualifizieren“, fordert Francine Katsoudas, Executive VP und Chief People, Policy & Purpose Officer bei Cisco.

Trainingsprogramme für 95 Millionen Menschen

Die Mitglieder und Berater des Konsortiums haben Zukunftsziele definiert, um diesen wachsenden Bedarf an KI-kompetenten Fachkräften zu adressieren. Sie wollen Schulungs- und Weiterbildungsprogramme stärken. Konzipiert werden sollen sie für Studenten, Quereinsteiger, IT-Fachleute, Arbeitgeber und Pädagogen.

Die Palette von Arbeitnehmern soll möglichst breit gefächert sein und für das KI-Zeitalter fit gemacht werden. „Wir wollen sicherstellen, dass die KI-Revolution niemanden zurücklässt“, erläutert Katsoudas, die sich selbst seit Jahren innerhalb und außerhalb von Cisco für soziale Gerechtigkeit und eine inklusive Zukunft für alle engagiert.

Die Mitglieder des Konsortiums setzten sich folgende Ziele, um in den nächsten 10 Jahren weltweit über 95 Millionen Menschen zu schulen:

  • Cisco will 25 Millionen Menschen in Cyber-Sicherheit und digitalen Fähigkeiten bis 2032 ausbilden.
  • IBM möchte 30 Millionen Arbeitskräfte bis 2030 in ihren digitalen Fähigkeiten schulen, davon 2 Millionen mit besonderem Fokus auf KI.
  • Intel möchte bis 2030 30 Millionen Menschen mit KI-Skills für die Jobs der Zukunft ausstatten.
  • SAP möchte zwei Millionen Menschen weltweit bis 2025 weiterbilden.
  • Microsoft will sich um die digitale Ausbildung in benachteiligten Gemeinden kümmern und bis 2025 rund 10 Millionen Arbeitskräfte zertifizieren.
  • 25 Millionen Euro plant Google, in die KI-Weiterbildung in Europa zu investieren.

Gina Raimondo, US-Handelsministerin(Bild:  Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved)
Gina Raimondo, US-Handelsministerin
(Bild: Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved)

Durch diese Bemühungen streben sie nicht nur die Weiterentwicklung ihrer eigenen Belegschaften an, sondern auch die Förderung von Inklusion und Chancengleichheit im Zeitalter der Digitalisierung. So sieht es auch Ellyn Shook, Chief Leadership & Human Ressources Officer von Accenture. Ihre Unternehmensberatung ist ebenfalls Teil des Konsortiums: „Die Umschulung von Menschen für die Arbeit mit KI ist in jeder Branche von größter Bedeutung. Unternehmen, die ebenso viel in die Ausbildung wie in die Technologie investieren, schaffen nicht nur Karrierewege, sondern sind auch gut positioniert, um auf dem Markt führend zu sein.“

Dem Konsortium zufolge möchte man in Zukunft auch noch weitere Stakeholder wie Regierungen, NGOs und die akademische Community für das Projekt gewinnen. Zuspruch für das Vorhaben des Konsortiums bekamen die Mitglieder des neuen Projekts bei einem Besuch der Vizepräsidentin der EU-Kommission Margrethe Vestager und US-Handelsministerin Gina Raimondo: „Ich hoffe, dass dieses Konsortium nur der Anfang ist und der private Sektor dies als Aufforderung zum Handeln versteht. Nur so können unsere Arbeitskräfte von den Vorteilen der KI profitieren“, fordert die Ministerin.

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