Aufräumen in Windows 11 Microsoft krempelt das Startmenü um

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

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Seit Preview 26200.5641 können Anwender das neue Startmenü von „Windows 11“ testen. Die App-Ansicht wird übersichtlicher und Programme lassen sich besser kategorisieren.

In „Windows 11“ soll das Startmenü übersichtlicher werden. (Bild:  Thomas Joos)
In „Windows 11“ soll das Startmenü übersichtlicher werden.
(Bild: Thomas Joos)

Mit der Version 26200.5641 integriert Microsoft das neue Startmenü in Windows 11. Zum Beispiel rücken die 'Pinned Apps' an den oberen Rand, Empfehlungen bleiben mittig. Darunter gruppieren sich installierte Anwendungen erstmals nach Kategorien. Diese neue Ordnung entsteht dynamisch.

Erst wenn mindestens drei Programme einem Bereich zugeordnet werden können, erscheint dieser als eigene Kategorie, etwa „Produktivität“, „Spiele“ oder „System-Tools“. Bleibt die Zahl kleiner, wandern die Apps in den Sammelbegriff „Andere“.

Gruppenbildung

Als Alternative steht ein alphabetisch sortiertes Raster zur Verfügung, das in horizontaler Breite mehr Fläche für visuelle Orientierung schafft. Beide Ansichten, Kategorie und Grid, lassen sich dauerhaft speichern. Das Startmenü merkt sich die zuletzt genutzte Darstellung zuverlässig.

Zudem passt sich das Menüformat der Displaygröße an. Geräte mit großem Bildschirm erhalten automatisch ein erweitertes Startmenü, das bis zu acht Spalten Pinned Apps, sechs Empfehlungen und vier Spalten Kategorien darstellt. Kleinere Geräte zeigen entsprechend weniger, dafür übersichtlicher.

Auch einzelne Abschnitte wie „Empfohlen“ oder „Angeheftet“ schrumpfen dynamisch oder lassen sich über die Einstellungen fixieren. Wer keine Empfehlungen sehen will, kann diese mit wenigen Klicks vollständig abschalten. Der freigewordene Platz wird automatisch anderen Bereichen zugewiesen.

Zusammenarbeit mit Smartphones und Tablets

Ein neuer Button neben der Suchleiste öffnet Inhalte von verknüpften Mobilgeräten. Insgesamt soll das Zusammenspiel mit 'Phone Link' reibungsloser werden, besonders bei hybrider Nutzung von Android oder iOS im Arbeitsalltag. Microsoft reagiert damit auf Wünsche nach tieferer Cross-Device-Integration, ohne das Startmenü zu überladen.

Die neue Übersichtlichkeit hat allerdings noch Schwächen. Touch-Gesten wie das Hochwischen funktionieren derzeit unzuverlässig, Drag-and-Drop von der App-Übersicht in den Pinned-Bereich ist eingeschränkt. Zudem kommt es gelegentlich zu doppelten App-Einträgen innerhalb von Ordnern. Microsoft will diese Probleme laut Changelog in kommenden Builds beheben.

Mit dem überarbeiteten Startmenü entfernt sich Windows 11 weiter vom Windows-10-Erbe. Statt Kacheln und starrer Listen setzt das neue Konzept auf Kontext, Relevanz und responsive Oberflächen. Der PC soll zeigen, was gebraucht wird, und den Rest zur Seite rücken. Ein mutiger Schritt, der visuell überzeugt, aber funktional noch nicht in allen Details ausgereift wirkt.

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