Höchstleistungsrechner für KI und Simulation LRZ plant Supercomputer Blue Lion mit Nvidia-Vera-Rubin

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Mit dem Supercomputer „Blue Lion“ stellt das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) die Weichen für eine neue Generation im High Performance Computing (HPC)– mit Nvidia-Technik, „Cray“-Systemen von HPE und rund 30-mal mehr Rechenleistung als bisher.

Symbolbild: Der neue Supercomputer des LRZ soll die 30-fache Leistung im Vergleich zum aktuellen „SuperMUC-NG“ haben.(Bild: ©  Corona Borealis - stock.adobe.com)
Symbolbild: Der neue Supercomputer des LRZ soll die 30-fache Leistung im Vergleich zum aktuellen „SuperMUC-NG“ haben.
(Bild: © Corona Borealis - stock.adobe.com)

Das Leibniz-Rechenzentrum (LRZ) in Garching hat auf der Konferenz „ISC 2025“ in Hamburg Details zu seinem kommenden Supercomputer veröffentlicht: „Blue Lion“ wird mit der neuen „Vera-Rubin-Architektur“ von Nvidia ausgestattet und auf Basis der nächsten „Cray“-Generation von „Hewlett Packard Enterprise“ (HPE) realisiert. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen.

Vera Rubin vereint die neue Rubin-GPU, Nachfolgerin der aktuellen „Blackwell“-Generation, mit der erstmals von Nvidia entwickelten eigenen CPU mit der Bezeichnung „Vera“. Die Architektur soll Simulationen, Datenverarbeitung und Künstliche Intelligenz (KI) eng verzahnen und mit hoher Speicherbandbreite sowie niedriger Latenz eine Echtzeit-Nutzung wissenschaftlicher Daten ermöglichen. Die Plattform richtet sich an heterogene Workloads, bei denen klassische numerische Verfahren durch KI-Modelle ergänzt oder simulierte Daten zum Training neuer Modelle genutzt werden.

30-fache Leistung mit direkter Flüssigkühlung

Mit einer prognostizierten Leistungssteigerung um den Faktor 30 im Vergleich zum aktuellen „SuperMUC-NG“ will das LRZ sowohl klassische High-Performance-Computing-Anwendungen (HPC) als auch KI-basierte Forschungsansätze beschleunigen. Verantwortlich für Bau und Systemintegration ist HPE, das auf eine vollständig lüfterlose Direktkühlung per Warmwasser setzt. Die Abwärme des Systems soll wie beim aktuellen LRZ-Cluster zur Gebäudebeheizung genutzt werden.

Blue Lion wird auf HPE Cray-Architektur der nächsten Generation basieren, ergänzt um ein Interconnect und Speicher. Die Rechenressourcen sollen nicht nur national, sondern europaweit für collaborative-Forschungsprojekte bereitgestellt werden.

US-Pendant „Doudna“ setzt ebenfalls auf Vera Rubin

Mit der Entscheidung für Vera Rubin folgt das LRZ dem Beispiel des Lawrence Berkeley National Laboratory (LBNL), das mit dem Supercomputer „Doudna“ bereits im kommenden Jahr ein erstes System mit der neuen Nvidia-Architektur in Betrieb nehmen will.

Die Bezeichnung stammt von der Nobelpreisträgerin und CRISPR-Pionierin Jennifer Doudna. CRISPR steht für Clustered Regularly Interspaced Short Palindromic Repeats und bezeichnet ein molekularbiologisches Werkzeug in der Forschung, Medizin und Biotechnologie, um Gene zu verändern, zu deaktivieren oder neue DNA-Abschnitte einzufügen. Der Supercomputer Doudna soll für mehr als 11.000 Forschende nutzbar sein und bei gleichem Energieverbrauch die zehnfache Anwendungsleistung seines Vorgängers liefern.

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