Cloud Computing ändert die Spielregeln im Software-Business

Leistungsfähige Business-Software so günstig wie nie

Seite: 2/3

Technologien als Gleichmacher

Einzelne Persönlichkeiten und Unternehmen schufen im Lauf des digitalen Zeitalters riesige Vermögenswerte und förderten den Wohlstand der Gesellschaft. Einige waren Pioniere, die neue Technologien entwickelten, andere nutzten vorhandene technische Grundlagen, um daraus etwas Bahnbrechendes zu schaffen.

Ein weiterer Effekt des digitalen Zeitalters ist der umfassende Zugang zu Informationen und Wissen für immer mehr Menschen, in Verbindung mit vielen Annehmlichkeiten wie dem Internet und dem Aufkommen von funkgestützten Kommunikationstechniken. All dies wird heute von vielen als Selbstverständlichkeit betrachtet. In gewissem Sinne wurden die neuen Technologien zu einem großen Gleichmacher, wegen ihrer eminenten Wirkkraft und weil jedermann Zugang zu ihnen hatte.

Das Mooresche Gesetz besagte, dass sich die Integrationsdichte von Prozessoren, sprich die Zahl der Transistoren, alle 18 bis 24 Monate verdoppeln würde.
Das Mooresche Gesetz besagte, dass sich die Integrationsdichte von Prozessoren, sprich die Zahl der Transistoren, alle 18 bis 24 Monate verdoppeln würde.
(Bild: Wikipedia)

Das Mooresche Gesetz

Weil IT-, Halbleiter-, Software- und Netzwerktechniken in den frühen Tagen des digitalen Zeitalters kaum erschwinglich waren, ließ sich anfangs nur schwer abschätzen, welches Potenzial sie entwickeln würden. Zu den Technikfachleuten, die das große Potenzial dieser Technologien bereits frühzeitig erkannten, zählt Gordon Moore. Er war einer der Mitbegründer von Intel, einem der Pioniere auf den Gebieten Rechnerprozessoren und Halbleitertechnik.

Prozessoren waren anfangs teuer und in ihrer Leistung beschränkt. Dennoch sagte Moore bereits im Jahr 1971 voraus, dass sich die Rechenleistung von CPUs alle zwei Jahre verdoppeln würde. Mehr als 30 Jahre lang war dieses Gesetz gültig, denn etwa alle 18 Monate verdoppelte sich die Zahl der Schaltkreiskomponenten auf einem Chip.

Dies legte die Grundlage für die wohl wichtigste Konsequenz des Mooreschen Gesetzes: Der Preis von Prozessoren fiel im selben Maße wie die Integrationsdichte der Halbleiter und die Rechenleistung von Prozessoren zunahmen.

Rechenleistung und preisgünstige Software für alle

Moore's Law führte dazu, dass Milliarden von Menschen Zugang zu Technologien wie Arbeitsplatzrechnern (PCs) und dem Internet bekamen. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Gesetzmäßigkeit, die Moore entdeckte, bestand darin, dass sie auf den Software-Bereich übergriff.

Jahrelang mussten Unternehmen für Business-Software Millionen von Euro aufwenden. Die Lösungen wurden von wenigen, großen Software-Firmen mit hoch bezahlten Entwicklern bereitgestellt. Manche Anbieter begründeten mit diesen Einnahmen ganze Software-Imperien.

Das änderte sich erst, als preisgünstige, Cloud-basierte Hardware-Plattformen von Amazon und Rackspace auf der Bildfläche erschienen, in Kombination mit den so genannten LAMP-Technologien auf Grundlage von Open Source: Linux als Server-Betriebssystem, Apache (Web-Server), MySQL, einer Open-Source-Datenbank, sowie der Script-Sprache PHP.

Das Ergebnis war geradezu eine Explosion im Bereich Software-Entwicklung. Das Sprichwort „Zwei Leute und eine Garage“ ist Wirklichkeit geworden. So wie William Hewlett und David Packard Ende der 1930er Jahre einst HP gründeten - oder Steve Jobs und Steve Wozniak am 1. April 1976 Apple, und ebenso wie in neuerer Zeit Sergej Brin und Larry Page ein Unternehmen namens Google aus der Taufe hoben, kann heute eine Handvoll Entwickler auf einer Cloud-Computing-Plattform für wenig Geld leistungsfähige Software entwickeln.

Artikelfiles und Artikellinks

Link: ManageEngine

(ID:43128191)