Software-Plattform übersetzt Verkehrsvorschriften in Maschinensprache Kontrol Hub sorgt für gesetzeskonformes, autonomes Fahren

Quelle: Pressemitteilung Kontrol 1 min Lesedauer

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Das österreichische Software-Unternehmen Kontrol hat eine Plattform veröffentlicht, die Verkehrsvorschriften in eine formalisierte, maschinenlesbare Sprache übersetzt. Dies soll gesetzkonformes autonomes Fahren sicherstellen.

Der Kontrol Hub soll sicherstellen, dass die Funktionen Software-definierter Fahrzeuge immer den aktuellen regulatorischen Vorgaben entsprechen.(Bild:  ken19991210 /  Pixabay)
Der Kontrol Hub soll sicherstellen, dass die Funktionen Software-definierter Fahrzeuge immer den aktuellen regulatorischen Vorgaben entsprechen.
(Bild: ken19991210 / Pixabay)

Die Plattform mit dem Namen Kontrol Hub ist laut Anbieter dazu in der Lage, bestehende Verkehrsgesetze und Normen aus Europa, China und den USA vollständig zu erfassen. So könnten Automobilhersteller sicherstellen, dass ihre Systeme für Assistenz- und Autonomiefunktionen jederzeit den aktuellen regulatorischen Vorgaben entsprechen.

Mithilfe Künstlicher Intelligenz werden die Gesetze, Normen und Standards fortlaufend aktualisiert und in konkrete technische Spezifikationen überführt. Hersteller können über APIs ihre Systementwicklungen direkt mit dem Regelwerk verknüpfen. Der Kontrol Hub ermögliche zudem die lückenlose Dokumentation und Rückverfolgbarkeit sämtlicher Schritte.

Automatisierte Tests und Validierungen gehören ebenfalls zum Leistungsspektrum der Plattform. Über die Validierungssoftware Kontrol KoPilot ließen sich Regelsysteme beispielsweise virtuell und im Fahrtest auf ihre Konformität hin überprüfen. Dies soll aufwendige Validierungs- und Zulassungsverfahren erheblich beschleunigen. Automobilhersteller und Zulieferer könnten ihre Fahrzeuge so schneller und effizienter auf den Markt bringen.

Ein wichtiges Merkmal des Kontrol Hub ist vor diesem Hintergrund die Möglichkeit, Fahrzeuge virtuell homologieren, also genehmigen zu lassen. In einem Konsortium wird derzeit daran gearbeitet, umfangreiche Software-Updates für Fahrzeuge im Betrieb schneller genehmigen zu können. Der Kontrol Hub mit seiner einheitlichen, maschinenlesbaren Grundlage ist dabei ein zentraler Bestandteil für eine effiziente regulatorische Prüfung. Dadurch könnte der Bedarf an physischen Prototypen entfallen, erhofft sich Kontrol.

Der auf der IAA Mobility 2023 wird bereits von führenden Automobilunternehmen, darunter Mercedes-Benz und BMW, eingesetzt und wurde auf der IAA Mobilität 2023 in München vorgestellt. Die Plattform wurde auch in das Projekt „Digital Loop“ integriert, ein Konsortium von Unternehmen, die gemeinsam an der Entwicklung eines softwarebasierten virtuellen Homologationssystems für Over-the-Air-Updates von Fahrzeugen arbeiten.

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