Künstliche Intelligenz ist in aller Munde und verspricht auch im Telco-Business Fortschritt. Aber wie? Philipp Kellner von Endava, zeigt, warum sich KI-Integration für Telekommunikationsunternehmen lohnt.
Gerade die Telekommunikationsbranche kann sehr vom KI-Einsatz profitieren, ist sich Philipp Kellner von Endava sicher.
Dass künstliche Intelligenz kein kurzlebiger Trend ist, hat sich längst bewiesen. In vielen Branchen ist die Technologie bereits angekommen, während man sich in anderen noch die Frage nach der praktischen Implementierung stellt. Hier ist auch der Telekommunikationssektor keine Ausnahme. Immer mehr Telco-Unternehmen suchen nach nützlichen Möglichkeiten, um durch den Einsatz von KI Effizienzgewinne zu realisieren. Neben KI-gestützten Dokumentenmanagement-Lösungen und Traffic-Analysen kristallisieren sich hier KI-Assistenten im Kundenservice ebenso wie die KI-Integration im Bereich der Software-Entwicklung als zentrale Punkte heraus.
Durchblick im Dokumentendschungel dank Dokumentenmanagement-Lösungen
Der Abschluss eines Mobilfunkvertrags ist meist sehr komplex, da zu diesem Zweck die Verifikation der Identität sowie eine Bonitätsprüfung erforderlich sind. Hierfür ist heute oft noch viel manueller Aufwand gefragt, was zu langen Wartezeiten auf Kundenseite führt. Dokumentenmanagement-Lösungen mit automatisierten Workflows bieten jedoch großes Potenzial für Effizienzsteigerungen. Im Zusammenspiel mit Technologien wie Optical Character Recognition (OCR) kann KI etwa automatisch Informationen aus eingescannten Ausweisen und Pässen extrahieren, abgleichen, verarbeiten und die Dokumente gleichzeitig auf Echtheit prüfen. KI-Algorithmen können ebenso bei der Analyse finanzieller Daten unterstützen und die Bonität potenzieller Kunden bewerten. Dabei decken sie zuverlässig Muster auf, die auf ein erhöhtes oder geringes Kreditrisiko hinweisen und treffen Entscheidungen schneller und oft auch genauer, als es manuell möglich wäre.
Durch die Integration von Large Language Models (LLMs) können Mitarbeitende in Dokumenten wie Verträgen sogar gezielt bestimmte Informationen ausfindig machen, ohne die Schriftstücke dafür selbst mühevoll durchgehen zu müssen. Stattdessen können sie diese per Texteingabe automatisch nach Inhalten filtern und Informationen anschließend automatisch extrahieren. Das reduziert den Arbeitsaufwand erheblich.
Vorhersage von Störungen erlaubt proaktive Problemlösung
Dank KI-gestützter Traffic-Analysen lässt sich außerdem besser vorhersagen, wann es wo zu Überlastungen kommen könnte. Dafür analysieren KI-Algorithmen zunächst historische Daten, um normales Betriebsverhalten zu verstehen. Abweichungen von diesem Normalverhalten werden dann automatisch erkannt und als Indikator für potenzielle Störungen verstanden. Auf der Grundlage von Daten zur aktuellen Nutzung und prognostizierten Nachfrage kann KI zusätzlich die Allokation von Netzwerkressourcen in Echtzeit optimieren, um so Überlastungen zu verhindern und die gewünschte Servicequalität sicherzustellen.
Auf ähnliche Weise können KI-Algorithmen auch den Wartungsbedarf von Geräten wie Routern vorhersagen. Muster in den Betriebsdaten weisen hier auf mögliche Ausfälle hin, die in Zukunft für Probleme sorgen werden. Mit diesem Wissen können idealerweise bereits Maßnahmen ergriffen und Fehler behoben werden, bevor es zu Ausfällen bei den Nutzern kommt.
Selbst ist der Kunde: Mit KI-Assistenten eigenständig Probleme lösen
Darüber hinaus können KI-Assistenten Kunden dabei unterstützen, Probleme in ihren Heimnetzwerken selbstständig zu beheben. Sie bieten Zugang zu umfangreichen Datenbanken, die Lösungen für eine Vielzahl von Netzwerkproblemen bereithalten und versorgen Kunden daraus mit den für sie relevanten Informationen. KI-Assistenten können Nutzer außerdem durch automatisierte Diagnoseprozesse führen, um mögliche Problemquellen zu identifizieren. Anschließend bieten Schritt-für-Schritt-Erläuterungen die nötige Anleitung, damit Kunden die häufigsten Probleme eigenständig lösen können. Hier helfen Visualisierungen dabei, komplexe Anweisungen verständlich zu machen. Mit diesem Vorgehen führen KI-Assistenten Kunden zu schnelleren Ergebnissen und entlasten gleichzeitig den Kunden-Service, dem nun mehr Zeit für komplexere Problemfälle zur Verfügung steht.
KI beschleunigt Software-Entwicklung
Von KI-Integration kann vor allem auch die Entwicklungsabteilung profitieren. Automatisch erstellte standardisierte Code-Bausteine beschleunigen in vielen Fällen die Entwicklungsprozesse und reduzieren vor allem bei repetitiven Aufgaben das Arbeitspensum. Daneben kommt KI gleichermaßen der Qualität von bestehendem Code zugute, der mit Hilfe von KI-Algorithmen einfach zu optimieren ist. Auch hier lassen sich dank maschinellem Lernen Muster und damit auch Unregelmäßigkeiten und potenzielle Fehlerquellen erkennen, bevor sie zum realen Problem werden. Aber auch ohne konkretes Fehlerpotenzial kann KI Verbesserungsvorschläge für bestehenden Code generieren, um so für optimierte Funktionen und einen reibungslosen Ablauf zu sorgen. Schlussendlich resultiert das auch in effizienteren Systemen und verkürzten Reaktionszeiten.
Fazit
Der Einsatz von künstlicher Intelligenz und automatisierten Workflows öffnet in vielen Bereichen der Telekommunikationsbranche Türen zu steigender Effizienz und schnelleren Problemlösungen. Während Dokumentenmanagement-Tools und Technologien wie OCR Identitäts- und Bonitätsprüfungen beschleunigen, optimieren KI-Algorithmen Entwicklungsprozesse und warnen frühzeitig vor Problemquellen. Telekommunikationsanbieter sollten das Potenzial von künstlicher Intelligenz daher aktiv ausschöpfen und KI-basierte Funktionen in bestehende Arbeitsabläufe integrieren, um ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu erhöhen.
Philipp Kellner.
(Bild: Endava)
Richtig eingesetzt verspricht KI-Integration Kosteneinsparungen durch reduzierten und optimierten Arbeitsaufwand bei gleichzeitiger Verbesserung der Service-Qualität und bildet zusätzlich die Grundlage, um in kürzester Zeit innovative Dienstleistungen einführen zu können. Das verbessert nicht nur die Kundenbindung, sondern stärkt auch die eigene Position in einer zunehmend digitalisierten Telekommunikationslandschaft.
Stand: 08.12.2025
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