20 Milliarden EU-Förderung für AI-Gigafactory KI-Offensive: Gigantisches KI-Rechenzentrum „Made in Germany“

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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SAP, Deutsche Telekom, Ionos und die Schwarz-Gruppe prüfen den Bau eines gemeinsamen Rechenzentrums für KI-Großanwendungen. Ziel ist eine Bewerbung im Rahmen der EU-weiten Gigafactory-Initiative, die bis zu 20 Milliarden Euro für den Aufbau von Hochleistungs-Infrastrukturen zur Verfügung stellt.

Mit Milliardenförderung gegen die Dominanz der Hyperscaler: Das ist zum geplanten KI-Campus bekannt.(Bild:  Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)
Mit Milliardenförderung gegen die Dominanz der Hyperscaler: Das ist zum geplanten KI-Campus bekannt.
(Bild: Midjourney / Paula Breukel / KI-generiert)

Die EU-Kommission will mit dem Programm den Aufbau von vier bis fünf hochskalierbaren Rechenzentren vorantreiben, die jeweils rund 100.000 KI-Chips der neuesten Generation aufnehmen und komplexe, großskalige Modelle trainieren können. Der Fokus liegt auf Rechenzentren, die strategisch zur digitalen Souveränität Europas beitragen können.

Ein solches Vorhaben wäre nicht nur das größte seiner Art in Deutschland, sondern auch ein Meilenstein für die europäische KI-Infrastruktur. Laut Handelsblatt laufen bereits intensive Gespräche zwischen den beteiligten Unternehmen. Konkrete technische Details zum geplanten Rechenzentrum sind derzeit noch nicht öffentlich.

Industrieübergreifendes Konsortium für digitale Souveränität

Auf der „Tech“-Konferenz in Heilbronn bestätigten mehrere Beteiligte ihre Absicht zur Zusammenarbeit. SAP-Vorstand Thomas Saueressig betonte die Notwendigkeit starker Partnerschaften, Ionos Chef Achim Weiß sprach von einem „wichtigen Schritt für mehr digitale Souveränität“. Auch die Schwarz-Gruppe, die mit Stackit seit 2022 eine eigene Cloud-Sparte betreibt, ist Teil des Konsortiums.

Das Projekt vereint die Infrastrukturen und Kompetenzen führender Datacenter-Betreiber:

  • Deutsche Telekom beziehungsweise T-Systems betreibt 33 Rechenzentren weltweit, sieben im Eigenbetrieb, 26 im Co-Location-Modus (Stand 2023),

Disclaimer: Die Angaben wurden am 28. Mai 2025 unter den verlinkten Webseiten geprüft. Somit besteht zu einem späteren Zeitpunkt keine Gewährleistung für die Korrektheit der Angaben.

Europas Weg zur KI-Infrastruktur der nächsten Generation

Mit dem geplanten Großprojekt könnten erstmals in Europa Rechenzentren entstehen, die gezielt für das Training großer Sprachmodelle (Large Language Models, LLMs) konzipiert sind – ähnlich wie bei US-Vorbildern im Hyperscale-Bereich. Das Projekt hängt jedoch maßgeblich von der Entscheidung der EU zur Mittelvergabe ab.

Das Konsortium argumentiert dabei: Deutschland will nicht nur Nutzer, sondern aktiver Gestalter der nächsten KI-Infrastruktur-Generation sein.

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