„Stellen Sie sich ein Rechenzentrum vor, das Probleme vorhersieht und verhindert, bevor sie überhaupt auftreten! Willkommen in der Zukunft mit Juniper“, beginnt Ben Barker, Senior Director Cloud und Datacenter Marketing & Business Analysis bei Juniper Networks, seinen Blog-Beitrag zur KI in Rechenzentrumsnetzen. „Heute bauen wir diesen Vorsprung mit KI-gestützten Innovationen für 'Data Center Assurance' aus.“
AIOps-Funktionen und die „Marvis AI-Engine“ sorgen für eine proaktive Netzwerküberwachung. So ganannte Predictive Insights für Systemzustand, Kapazitätsplanung und optische Komponenten ermöglichen es Datacenter-Betreibern, gezielt Maßnahmen zu ergreifen, etwa bei drohenden Hardware-Ausfällen und Engpässen im Datenverkehr.
(Bild: Juniper Networks)
Juniper will AIOps in jeden Teil seines Portfolios einführen, um die Erfahrungen der Betreiber auf Kundenseite zu vereinfachen. Dabei nutzt das Unternehmen die Grundlage von „Mist“, der KI-nativen Netzwerkplattform von Juniper, die von der „Marvis AI Engine“ angetrieben wird.
Darüber hinaus will das Unternehmen darüber nicht nur Sicherheit für Rechenzentrumsnetzwerke anbieten, sondern auch für Anwendungen. Schließlich seien es die Anwendungen, die IT-Abteilungen ihren internen und externen Kunden zur Verfügung stellen müssten, so Barker.
Im vergangenen Jahr hat Juniper die Suite von AIOps-Anwendungen auf der Grundlage der Marvis AI-Engine auf den Markt gebracht, Sie bietet Rechenzentrumsbetreibern Einblicke in ihr Netzwerk und ihre Anwendungen. Schon diese Funktionen hat dem Netzwerkausrüster guten Noten bei den Gartner-Analysten beschert. Sie haben Das Unternehmen im „Magic Quadrant für Datacenter Switching“ zum 'Leader' gemacht und im begleitenden „Critical Capabilities Report“ ist Juniper als Nr. 1 im Bereich „Enterprise Data Center Buildout“ und als Nr. 2 im Bereich „AI Fabric Buildout“ eingestuft worden.
Das „Magic Quadrant für Datacenter Switching“ - Juniper-Kunden sollen bis zu 90 Prozent niedrigere Betriebskosten, bis zu 85 Prozent schnellere Bereitstellung und bis zu 10-mal höhere Zuverlässigkeit erfahren als mit Konkurrenzprodukten.
(Bild: Gartner Inc.)
Wesentlich dafür ist „Juniper Data Center Assurance“ (ehemals Apstra Cloud Services). Die Technik bietet KI-basierte Einblicke, die es Netzwerkbetreibern ermöglichen, die Zeit für die Fehlerbehebung drastisch zu reduzieren und von einer reaktiven zu einer proaktiven Sicherung von Rechenzentrumsnetzwerken und -anwendungen überzugehen. „Jetzt bauen wir auf dieser Grundlage auf und bauen unsere führende Position im Bereich AIOps mit leistungsstarken neuen Tools aus, darunter KI-basierte prädiktive Sicherheit“, so Barker.
Neuerungen der Data Center Assurance
In der vergangenen Woche hat das Unternehmen „Juniper Predictive Insights“ vorgestellt. Die darunter gefassten Funktionen sollen es Rechenzentrumsbetreibern ermöglichen, Probleme zu erkennen und zu beheben, bevor sie den Betrieb stören. Die ersten drei Anwendungen, mit denen einige der häufigsten Herausforderungen in dynamischen Netzwerkumgebungen adressiert werden sollen, sind „System Health“, „Capacity“ und „Optics“.
Mit diesen Anwendungen können laut Barker Betriebsteams vorhersagen, wann ein Switch aufgrund eines Prozessor- oder Speicherproblems ausfallen, wann eine Fabric-Erweiterung aufgrund des wachsenden Datenverkehrs erforderlich oder wann ein optisches Modul ausfallen und eine Verbindung in der Fabric unterbrechen wird. Diese Erkenntnisse ermöglichen proaktive Maßnahmen wie das Hinzufügen von Leaf-Switches, die Umleitung des Datenverkehrs oder den Austausch eines optischen Moduls, um eine hohe Anwendungsverfügbarkeit und Leistung zu gewährleisten.
Die Anwendung System Health ist ab sofort verfügbar, während die Anwendungen Capacity und Optics voraussichtlich im dritten Quartal 2025 zur Verfügung stehen werden.
Ergänzungen zu den Application-Awareness-Funktionen
Außerdem hat Juniper Ergänzungen zu unseren „Application-Awareness“-Funktionen angekündigt, die 2024 eingeführt wurden. Dazu gehört eine erweiterte Integration mit VMware-Produkten, die Einblicke in virtuelle Maschinen (VMs) bietet und, was laut Barker noch wichtiger ist, in die darauf ausgeführten Anwendungen und integriert Alarme von „VMwares vCenter“.
Die Integration dieser Informationen in die Netzwerkgraphen-Datenbank von Juniper, die einen mehrschichtigen Einblick in die Netzwerkstruktur und die Anwendungsflüsse bietet, kann zu einem noch besseren Einblick und einer schnelleren Fehlerbehebung führen. Alarme der Anwendungsschichtlassen sich mit Netzwerkereignissen und -warnungen korrelieren, wodurch NetOps- und DevOps-Teams in die Lage versetzt werden, gemeinsam und schnell die Ursache eines Anwendungsproblems zu finden und zu beheben, unabhängig davon, ob es in der Netzwerk- oder Anwendungsschicht liegt.
Eine weitere Ergänzung bietet ein neues Visualisierungs-Tool, ein „Sunburst“-Diagramm, das alle zusammenhängenden Informationen über Netzwerkanomalien in einer einzigen visuellen Darstellung zusammenfasst. Dabei wird die Grundursache eines Problems in der Mitte platziert und korrelierte Netzwerksymptome in konzentrischen Kreisen um sie herum. Korrelierte Anwendungsauswirkungen werden auf dem äußeren Ring dargestellt.
Stand: 08.12.2025
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Problemzusammenhänge auf einen Blick
Diese Visualisierung, die durch die Juniper-Graphdatenbank und die KI-basierte Ursachenermittlung ermöglicht wird, bietet leistungsstarke Einblicke, mit denen Betreiber schnell die Auswirkungen eines Problems und die richtigen Maßnahmen zur Wiederherstellung des normalen Netzwerkbetriebs und der Anwendungserfahrung bestimmen können. Laut Barker ertränken Mitbewerberprodukte die Datacenter- Betreiber in Daten, während Juniper für Klarheit sorge: Auf der Grundlage des Verständnisses des vollständigen Kontexts des Rechenzentrumsbetriebs und der Beziehungen zwischen den Knoten würden Ursache und Lösung in Sekundenschnelle aufgezeigt.
Die Application-Awareness-Erweiterungen stehen ab sofort als Teil der Premium-Lizenz von „Apstra Data Center Director“ zur Verfügung.
Dashboards und Service Level
Außerdem gibt es nun Dashboards für „Service Level Expectations“ (SLEs) an; Sie sollen für eine zusammenfassende Übersicht über den Zustand des Netzwerks und der Anwendungen im Zeitverlauf sorgen, die wertvoll sein können, wenn es darum geht, zu verfolgen, wie gut das Netzwerkteam die Leistungs- und Verfügbarkeitserwartungen der Anwendungseigentümer und Endbenutzer erfüllt.
Die SLE-Dashboards für Link Health, System Health und Fabric Health fassen Dutzende von Netzwerkparametern über einen beliebigen Zeitraum zusammen, um eine zusammenfassende Zustandsmetrik zu berechnen, und ermöglichen so eine Drill-Down-Analyse, welche Arten von Problemen die Zustandsmetrik in diesem Zeitraum beeinflusst haben. Auf diese Weise können sich die Verantwortlichen für den Netzwerkbetrieb ein klares Bild davon machen, wie gut sie die Anforderungen des Unternehmens erfüllen und in welchen wichtigen Bereichen Verbesserungsbedarf besteht, der möglicherweise durch Personal, Schulungen, Prozessänderungen oder Investitionen in Tools und Technologie angegangen werden muss.
Das Netzwerk lässt mit sich reden
Mithilfe des „Marvis AI Assistant for Data Center“, der Anfang 2024 eingeführt wurde, können Netzwerkbetreiber jetzt mit der natürlichsprachlichen Abfrage-Oberfläche von Marvis, die von einem KI-Sprachmodell (Large Language Model, LLM) gesteuert wird, eine weitaus größere Anzahl von Fragen stellen und ein weitaus größeres Spektrum an Betriebsaufgaben bewältigen. Der KI-Assistent von Marvis verfügt jetzt über einen tieferen Kontext über das Rechenzentrumssystem und eine Wissensbasis, die dynamisch aktualisiert wird, was zu weitaus genaueren und relevanteren Ergebnissen führt.
„Marvis AI Assistant for Data Center“ nutzt die umfangreichen Telemetrie- und Datenflussdaten von „Apstra Data Center Director“, um einen umfassenden Überblick über den Zustand des Netzwerks im Rechenzentrum zu geben.
(Bild: Juniper Networks)
Fragen wie „Zeig mir alle Geräte im Netzwerk, die in der letzten Woche zu mehr als 50 Prozent ausgelastet waren“, führen zu einem nahezu sofortigen Bericht in dem vom Betreiber angegebenen Format, so dass möglicherweise stundenlanges Suchen nach den richtigen Daten und deren Zusammenstellung und Formatierung entfällt. Künftig werden Befehle wie „Add VLAN 123 to switch [IP address] port 18“ (VLAN 123 zum Switch [IP address] port 18 hinzufügen) mehrere Point-and-Click-Schritte in der herkömmlichen grafischen Benutzeroberfläche überflüssig machen, so dass neue Dienste innerhalb von Sekunden konfigurierbar sind. Doch das ist nur der Anfang.
Die neuen Funktionen des Marvis AI Assistant for Data Center werden in der Cloud-basierten Data Center Assurance-Umgebung verfügbar sein, die mit dem standardmäßig von Marvis verwendeten Cloud-basierten LLM integriert ist. Für Kunden, die nur On-Premises-Tools benötigen oder aus Gründen der Sicherheit oder der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften bevorzugen, ihr eigenes LLM zu wählen, wird auch ein On-Premises-KI-Assistent mit ähnlichen Funktionen und 'Bring your own'-LLM-Kompatibilität verfügbar sein.
Sowohl die Cloud-basierte als auch die lokale Version werden Ende des dritten oder Anfang des vierten Quartals 2025 verfügbar sein.