Beim Geschäft mit Künstlicher Intelligenz mischen immer mehr kleinere Anbieter mit. Das Metaverse sollte nicht unterschätzt werden. Und ist das Ende der Chipkrise wirklich eine gute Nachricht? Die „CES“ in Las Vegas gibt Antworten.
Das Ende der Chipkrise könnte der Beginn eines Überangebots sein, orakelt Steve Koenig, der beim Veranstalter der CES, dem US-Branchenverband CTA, für Marktforschung zuständig ist.
(Bild: Shuo - stock.adobe.com)
Die Elektronikmesse CES war in den vergangenen 45 Jahren immer wieder der Schauplatz von wichtigen Technik-Premieren. So wurde 1970 der erste Videorekorder gezeigt, 1996 die erste DVD und 2008 die ersten Fernseher mit der fortschrittlichen Bildschirm-Technik OLED. In den vergangenen drei Jahren wurde die Messe allerdings durch die Corona-Pandemie ausgebremst.
In diesem Jahr buhlen 3.100 Aussteller aus 173 Ländern um die Aufmerksamkeit der CES-Besucher. Zu den Schlüsselthemen in Las Vegas gehören diese Trends, die das High-Tech-Jahr 2023 dominieren könnten.
Künstliche Intelligenz überall
Ende 2022 haben Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz einen spektakulären Durchbruch erlebt. So veröffentlichte das KI-Forschungsunternehmen OpenAI den Chatbot „ChatGPT“, der scheinbar intelligente Antworten auf Fragen geben kann. In Windeseile sprach sich herum, dass der Textgenerator in Sekunden Aufsätze verfassen kann, die sich zumindest auf den ersten Blick von aufwendig recherchierten Seminararbeiten kaum unterscheiden. Der Softwareroboter kann aber auch Shakespeare nachahmen oder Programmcode schreiben.
Text-zu-Bild-Generatoren wie „Midjourney“ und „Stable Diffusion“ können bereits heute beeindruckende Kunst auf Kommando erzeugen. Und sie werden mit jedem Update weiter verbessert.
Der KI-Trend wird sich 2023 mit voller Wucht fortsetzen. Es ist absehbar, dass die großen KI-Spezialisten wie Google, Microsoft und Meta-Herausforderern wie OpenAI nicht das Feld überlassen werden. Aber auch kleinere Anbieter und Start-ups werden auf den KI-Zug aufspringen.
Metaverse nicht nur von Meta
Das Metaverse bezeichnet zum einen eine digitale und interaktive Umgebung, die mit einer Virtual-Reality-Brille betreten werden kann. Darin können User als Avatare arbeiten, spielen, sich treffen oder einkaufen.
Zum Metaverse werden aber auch Anwendungen gerechnet, bei denen digitale Informationen im realen Sichtfeld der Anwender angezeigt werden. „Für mich ist das Metaverse die nächste Generation des Internets“, sagte Steve Koenig, der beim Messeveranstalter, dem US-Branchenverband CTA, für Marktforschung zuständig ist.
Auf der Messe in Las Vegas wird deutlich, dass das Metaverse nicht nur eine fixe Idee von Mark Zuckerberg ist, der so sehr auf den Trend setzt, dass er sogar seinen Facebook-Konzern in Meta umbenannt hat. So wird von HTC ein Konkurrenzprodukt zu den „Quest“-VR-Brillen von Meta erwartet.
Und Sony hat bereits vor der CES angekündigt, dass die neue Virtual-Reality-Brille „Playstation VR2“ noch in diesem Februar auf den Markt kommen soll. In dem Headset sind unter anderem vier Kameras eingebettet, die Bewegungen des Controllers und der Spieler inklusive deren Blickrichtungen erfassen.
Auch bei Metaverse-Anwendungen tut sich was: So stellen der Automobilhersteller Stellantis und Microsoft auf der CES einen Ausstellungsraum im Metaverse vor. Und ein Unternehmen namens OVR präsentiert eine Anwendung, mit der man im Metaversum Gerüche vermitteln kann.
Große Bewegung in den Markt könnte im Jahr 2023 noch Apple bringen. Manche Beobachter sind sich sicher, dass der „iPhone“-Konzern in diesem Jahr sein erstes Headset auf den Markt bringen wird. Apple-Chef Tim Cook ist vom Ansatz der „Augmented Reality“ begeistert, bei der digitale Daten die analoge Welt erweitern. Allerdings lässt Apple sich traditionell nicht auf der CES in die Karten schauen, sondern setzt auf eigene Events.
Ende der Chipkrise
In den Corona-Jahren waren viele Chips Mangelware, weil bei einer erhöhten Nachfrage nach Elektronik-Produkten wichtige Lieferketten unterbrochen und Fehler in der Beschaffungspolitik begangen wurden. Nach Einschätzung des CTA-Managers Koenig könnte sich das in diesem Jahr ändern. „Der riesige Bedarf aus den Pandemiezeiten lässt nach. Und das ist eine gute Nachricht, weil dadurch endlich wieder Chips verfügbar sind“, sagte Koenig.
Die überlangen Vorlaufzeiten normalisierten sich langsam wieder, auch weil mehr Produktionsstätten den Betrieb aufnehmen. Für die Branche könnten das aber auch Vorboten eines anderen Problems sein: „Wir werden uns von einer Chip-Knappheit zu einem möglichen Überangebot hin entwickeln.“
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Stand: 08.12.2025
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