Leistungswerte der Server beeinflussen das RZ-Gesamtkonzept

Im Rechenzentrum gilt: small is beautiful

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Ergebnisse aus der Praxis

Die TU Berlin hat an den Fachgebieten Informations- und Kommunikationsmanagement (IKM) und Energieverfahrenstechnik (EVUR) das Data Center Benchmarking (DCB) zur Messung der Leistungsdichte entwickelt. Seit 2009 werden in mittlerweile 74 Rechenzentren damit Daten zum Energiebedarf ermittelt. Die ausgewerteten Daten zeigen, dass für Racks der Kategorie 1 ein Leistungsbedarf von durchschnittlich nur zwei Kilowatt anfiel, also sogar noch ein Kilowatt weniger als Terrahe und Wilkens ausgerechnet haben.

Für die „virtuellen Racks“ der Kategorie 2 entsprach der gemessene Wert ziemlich genau dem berechneten. Für ein Rechenzentrum ergab sich aber ein höherer Wert (4,8 Kilowatt), wobei einzelne Rechner dort mit bis zu 17 virtuellen Maschinen betrieben werden, also stark beansprucht werden.

Auch für die Blade-Anwendungen ließen sich DCB-Werte ermitteln, die in etwa den berechneten Orientierungswerten entsprachen und sie in keinem Fall überschritten, obwohl dort teilweise Arbeiten aus dem HPC-Bereich ausgeführt wurden.

Empfehlungen

Für die Planung eines Rechenzentrums oder auch nur eines Server-Raums rechnet es sich, den tatsächlichen Energiebedarf des IT-Equipments und allen voran den der Server genau zu erfassen. Die Herstellerangaben von Maximalwerten werden in der Praxis so gut wie nie erreicht, überdimensioniert ausgestattete Rechenzentren wären die Folge.

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Zu beachten ist ferner, dass dank technischem Fortschritt neue Server-Generationen auch bei mehr Leistung noch stromsparender arbeiten werden. Dieser Trend dürfte sich auch in Zukunft fortsetzen.

Die Autorin:

Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin und Coach in München.

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