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Das Nutanix File System eignet sich auch für Big Data, Teil 1

Im Knoten wachsen Speicher, CPU und verteiltes Dateisystem zusammen

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Die technische Nähe von Nutanix zu Google ist kein Zufall. Der Hauptentwickler des Google-Filesystems ist mit an Bord und es werden die gleichen Ansätze wie bei dem Google Filesystem verwendet, allerdings in einer auf Virtualisierung optimierten Variante. Um zeitverzögerte Komprimierung der Daten auf dem System nutzen zu können, sind Map-Reduce-Funktionen eingebaut.

Hohe Marktkapitalisierung

Nutanix wurde 2009 als private Gesellschaft gegründet und über Wagniskapital-Investoren finanziert. In bislang vier Finanzierungsrunden hat Nutanix insgesamt 172,2 Millionen US-Dollar von den Investoren erhalten. Zwar besitzt die Firma erst ein gutes Dutzend Großkunden, die jeweils für mehr als eine Million US-Dollar geordert haben, aber ihre Anzahl wächst. Im Januar 2014 wurde der Wert von Nutanix bereits auf eine Milliarde Dollar geschätzt. Ein zukünftiger Börsengang gilt als wahrscheinlich.

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Nutanix liefert grundsätzlich nur komplette Lösungen aus. "Wir liefern stets Hard- und Software zusammen, das gewährleistet ein optimales Zusammenspiel aller Komponenten, um maximale Performance zu gewährleisten“, erläutert Bas Raayman, Leitender System Ingenieur von Nutanix in Deutschland. Das Paket besteht aus dem Hypervisor, den virtuellen Maschinen und dem Shared-Filesysteme Filesystem mit den drehenden Disks und den nicht-drehenden Drives.

Raayman: „Ich kenne Fälle, wo ein Speichersystem statt der geforderten 100 000 I/O nur 40 000 I/O leistete. Ursache war nicht das Speichersystem selbst, sondern eine mangelhafte Verkabelung. Zusätzlich verhindern wir zum Beispiel einen möglichen I/O-Flaschenhals, weil unsere Lösung so ausgelegt ist, dass keine virtuelle Maschine das ganze Speichersystem beanspruchen kann.“

Hypervisor steuert Storage

Neben den Großkunden hat man auch den Mittelstand im Visier. Verkauft werden auch kleine Einheiten, ab insgesamt 20 bis 30 virtuelle Maschinen, so können gerade diese Firmen flexibel auf ihren Bedarf reagieren, ohne viel Kapital binden zu müssen.

Nutanix bietet seinen Kunden ein verteiltes Dateisystem in einer Appliance an, die Speicher- sowie Rechenressourcen miteinander kombiniert. Der Storage-Controller sitzt hierbei im Hypervisor.

Das Angebot skaliert stark. Naturgemäß skalieren verteilte Systeme besser als klassische. „Das System ist bereits aktuell bei mehr als 1.500 Kunden weltweit im Einsatz - viele Unternehmen, darunter bekannte Großkonzerne, haben Testsysteme aufstellen lassen und diskutieren den Ankauf des Produktes“, so Bas Raayman

Wie tief man für in die Tasche greifen muss, um sich eines der kleinen Systeme leisten zu können, darüber schweigt sich die Firma offiziell noch aus.

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