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Mittelstand zögert noch - zu lange
Allerdings ist die Zurückhaltung gerade bei kleineren Unternehmen noch groß. Das hat auch eine aktuelle Umfrage des IT-Dienstleisters Transtec ergeben. Dabei wurden 254 IT-Verantwortliche in technisch orientierten Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern befragt. Generelles Ergebnis: Gerade einmal 5 Prozent der mittelständischen Unternehmen nutzen HPC-Systeme.

Die Verwendung dieser Systeme hängt allerdings in hohem Maße von der jeweiligen Unternehmensgröße ab: Über 9 Prozent der Unternehmen ab 201 Mitarbeitern gaben an, sie einzusetzen; diese Zahl reduziert sich auf rund 3 Prozent bei Unternehmen mit 11 bis 200 Mitarbeitern, und von den befragten Kleinstbetrieben bis zu 10 Mitarbeitern nutzte indes kein einziger eine HPC-Lösung.
HPC bietet vielfältiges Anwendungsspektrum
Im industriellen Umfeld werden HPC-Systeme vor allem betrieben für die Entwicklung neuer und die Verbesserung vorhandener Produkte oder Produktkomponenten, die Optimierung von Produktionsprozessen und die Analyse großer Datenbestände. Konkrete Anwendungsbeispiele sind Crash-Simulationen bei Automobilherstellern, Fraud Detection bei Kreditkartentransaktionen in der Finanzdienstleistungsbranche oder die Berechnung des optimalen Energiemix durch Stromanbieter.
Auch bei akademischen Institutionen stehen rechenintensive Datenanalysen und Simulationen im Vordergrund. Das kann zum Beispiel Modellierungen in der Klima- oder Materialforschung, Dosismessungen für die Strahlentherapie oder Berechnungen in der Teilchenphysik betreffen.
Dass aber auch kleine und mittlere Unternehmen bereits auf HPC-Systeme setzen, zeigen zwei Beispiele: In der Automobilindustrie sind heute Hunderte von Ingenieurdienstleistern tätig, die den Herstellern HPC-gestützt zuarbeiten. So werden wichtige Kfz-Komponenten wie Bremsen, Sitze, Airbags, Einspritzpumpen oder Klima-Anlagen und deren Verhalten tausendfach simuliert, bevor sie letztendlich in die Produktion gehen.
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Ein Beispiel aus der Molekularbiologie liefert die Genomanalyse. Auch hier führen Hunderte von kleinen und mittelgroßen privaten Laboren täglich Dutzende von Sequenzanalysen von Genom-Abschnitten durch. Durch Mustersuche in den sequenzierten Abschnitten kann beispielsweise eine Generkrankung festgestellt werden, bevor sie ausbricht, oder der Einfluss von Viren bei Krebserkrankungen ermittelt werden.
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