Rechenzentrumstechnologie in Zeiten knapper werdender Stromressourcen umstellen Gleichstrom reduziert Energiekosten der Rechenzentren drastisch

Redakteur: Ulrich Roderer

Heinz Schramm, Geschäftsführer der Alliance Trading EMEA plädiert für den Einsatz von Gleichstrom im Rechenzentrum. In Japan setzt man schon lange auf diese Technologie und deren Vorteile.

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„Das Rechenzentrum der Zukunft muss vor allem eine gute Energieeffizienz aufweisen. Durch die Nutzung von Servern auf der Basis von Gleichstrom lassen sich in Rechenzentren enorme Kostenersparnisse erzielen. Das Rechenzentrum braucht weniger Strom, eine geringere Kühlleistung und eine kleinere Fläche“, sagt Heinz Schramm, Geschäftsführer der Alliance Trading EMEA GmbH.

Große Rechenzentren verursachen immer höhere Energiekosten, und Unternehmen suchen nach Wegen, diese Kosten einzudämmen. Schramm sieht durch den Einsatz von Gleichstromlösungen erhebliche Einsparungspotenziale. So verringern sich bei diesen Lösungen die Wärmeabgabe und der Energieverbrauch. Bei Komponenten auf Gleichstrombasis benötigt nicht jeder Server ein eigenes Netzteil. Stattdessen kann die Stromumwandlung entweder über ein Rack erfolgen oder für eine Vielzahl von Racks zentral in der Nähe der Klimaanlage.

Konsequent umgesetzt reduzieren sich nach Schramm die Stromkosten und die entsprechende Kühlleistung um zirka 40 Prozent. Gerade die Lüftungssysteme sind wahre Energiefresser. Ein Rechenzentrum mit 256 auf Gleichstrom betriebenen Servern kann 60.000 Euro pro Jahr an Energiekosten einsparen, wenn es nur die Zahl der Lüfter in den Servern reduziert. Zusätzlich können diese Server Rücken an Rücken in die Schränke eingebaut werden. Dadurch entsteht ein Kamineffekt, der die warme Luft automatisch nach oben steigen lässt. „Es muss keine zusätzliche Energie zum Entlüften aufgewendet werden und keine speziellen Kühlungssysteme installiert werden. Zudem sind die Gleichstromlösungen kleiner und sparen Platz. In ein Rack passen mehr Server, so können Umzüge in größere Räumlichkeiten vermieden werden“, sagt Schramm.

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