Von 5 auf 75 Prozent in einem Jahr Gartner liefert Zahlen zur Nachhaltigkeit der Datacenter-Infrastruktur

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Rund 75 Prozent der Unternehmen werden nach Evaluation des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Gartner bis zum Jahr 2027 ein Nachhaltigkeitsprogramm für die Rechenzentrumsinfrastruktur implementiert haben. Im Jahr 2022 waren es noch weniger als fünf Prozent. Vorangetrieben wird das durch Kostenoptimierung und den Druck diverser Interessengruppen.

Offenbar geht vielen Unternehmen ein Licht auf: Es geht nicht 'nur' um die Umwelt bei Investitionen in die Nachhaltigkeit, sondern auch um Innovationen, Kosten und die Attraktivität für Kunden und Mitarbeiter. (Bild:  frei lizenziert: PIRO /  Pixabay)
Offenbar geht vielen Unternehmen ein Licht auf: Es geht nicht 'nur' um die Umwelt bei Investitionen in die Nachhaltigkeit, sondern auch um Innovationen, Kosten und die Attraktivität für Kunden und Mitarbeiter.
(Bild: frei lizenziert: PIRO / Pixabay)

Autumn Stanish, Senior Principal Analyst bei Gartner, erläutert: „Die Verantwortung für die Nachhaltigkeit wird zunehmend von den CIOs an die Verantwortlichen für Infrastruktur und Betrieb (I&O) weitergegeben, um die Umweltleistung der IT zu verbessern – insbesondere im Bereich der Rechenzentren.“ Tatsächlich hätte das Streben bereits viele dazu veranlasst, mehr Geld für Umweltlösungen auszugeben und in diese zu investieren.

Stanish fügt hinzu: „Nachhaltigkeit kann auch erhebliche positive Auswirkungen auf andere Faktoren als die Umwelt haben, zum Beispiel auf die Marke, Innovation, Widerstandsfähigkeit und die Talentgewinnung.“ Das wird offenbar auch von Befragten so gesehen. Laut einer Gartner-Umfrage unter 221 Befragten aus Nordamerika, Europa und APAC, die in der zweiten Hälfte des Jahres 2022 durchgeführt wurde, ist die Umweltverträglichkeit der IT-Infrastruktur nur eine Facette einer starken I&O-Nachhaltigkeitsstrategie, wobei die meisten Nachhaltigkeitsvorteile indirekt sind (siehe: Abbildung).

Gartner-Kunden können mehr zum Thema in dem Bericht „Unlock the Business Benefits of Sustainable IT Infrastructure“ lesen. (Bild:  Gartner)
Gartner-Kunden können mehr zum Thema in dem Bericht „Unlock the Business Benefits of Sustainable IT Infrastructure“ lesen.
(Bild: Gartner)

Nach der Gartner-Umfrage gehören zu den drei wichtigsten indirekten Vorteilen:

1. Reduzierte Kosten: Die effektivste Maßnahme, die I&O-Führungskräfte für die Umwelt und ihr Budget ergreifen können, ist der Aufschub des Kaufs neuer Geräte und die bessere Verwaltung, Optimierung oder Umwidmung der bereits vorhandenen. Laut Gartner können Unternehmen bis zu 60 Prozent der Kosten einsparen, indem sie einfach die Produktlebensdauer von drei auf fünf Jahre verlängerten. Darüber hinaus sei die Optimierung der Serverauslastung und der Speicherkapazität eine weitere Möglichkeit, Verschwendung zu reduzieren und Geld zu sparen.

2. Innovation: Die Unternehmen nutzen nachhaltige Strategien, um Innovation und Wachstum durch neue Produkte und Geschäftsmodelle zu fördern, beobachten die Gartner-Analysten. Anbieter von Hardware brächten zudem rasch neue Produkte und Dienstleistungen auf den Markt, die auf KI-Technologie, analytischen Erkenntnissen und zirkulären Geschäftsmodellen beruhen und für Innovationen genutzt werden könnten.

So ließen sich beispielsweise offene Telemetrieplattformen eingesetzt werden, um die Energie-Effizienz zu verfolgen und zu verbessern, während diese gleichzeitig IT-Mitarbeitern wichtige Einblicke in die Nutzungsmuster böten. Das wiederum könne für eine bessere und gleichmäßigere Leistung der Systeme genutzt werden.

3. Besseres Risiko-Management und Risikominderung: „Das Hauptaugenmerk vieler Unternehmen mit einer Nachhaltigkeitsstrategie liegt darauf, wie sie diese nutzen können, um Innovation, Differenzierung und Wachstum durch neue Produkte und Geschäftsmodelle voranzutreiben“, bemerkt Stanish. „Weniger als die Hälfte der I&O-Führungskräfte, mit denen wir gesprochen haben, nutzen jedoch derzeit die geschäftlichen Vorteile, die über geringere Energiekosten hinausgehen.“

Allerdings könnten in einem durch Preisschwankungen und Versorgungsengpässe gestörten Markt Unternehmen durch die Einführung nachhaltiger Recycling- und Ressourcennutzungspraktiken eine größere Widerstandsfähigkeit sowie ein besseres Risiko-Management und eine bessere Risikominderung erreichen. Dazu gehöre, dass Unternehmen Erneuerbare Energien nutzten, ihren eigenen Strom erzeugten und Geräte so weit wie möglich wiederverwendeten und neu einsetzten.

Immerhin stimmen laut der Gartner-Umfrage mehr als 85 Prozent der Unternehmensleiter zu, dass Nachhaltigkeit eine Investition ist, die das Unternehmen vor Störungen schützt.

Hinweis: Für dieses Jahr plant Gartner eine Reihe von Veranstaltungen zum Thema: Die „Gartner IT Infrastructure, Operations & Cloud Strategies“-Konferenzen finden am 15. und 16. Mai in Sydney, am 20. und 21. November in London, am 6. und 8. Dezember in Las Vegas und am 12. und 13. Dezember in Tokio statt.

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