Hyperscale-Datacenter in Deutschlands Osten Frankfurt (Oder) plant 330-MW-Rechenzentrum

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Im brandenburgischen Frankfurt (Oder) soll ein Hyperscale-Rechenzentrum mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 3,5 Milliarden Euro entstehen. Voraussetzung ist der Anschluss an das 380-kV-Höchstspannungsnetz.

In Frankfurt (Oder) plant die Stadt ein Hyperscale-Rechenzentrum mit Einspeisung der Abwärme ins Fermwärmenetz.(Bild:  Frankfurt (Oder) /endless autumn / CC BY-SA 2.0)
In Frankfurt (Oder) plant die Stadt ein Hyperscale-Rechenzentrum mit Einspeisung der Abwärme ins Fermwärmenetz.
(Bild: Frankfurt (Oder) /endless autumn / CC BY-SA 2.0)

Die Stadtverwaltung hat die Pläne für das Projekt im Gewerbe- und Industriegebiet Markendorf bestätigt. Hinter dem Vorhaben steht die Frankfurt Data AI GmbH, ein Projektentwickler mit Sitz im Technologiepark Frankfurt (Oder).

Das Unternehmen ist Eigentümer von Flächen südwestlich des weitgehend leerstehenden First-Solar-Areals, auf denen das Rechenzentrum entstehen soll. Zu konkreten Investoren und Partnern macht die Stadt derzeit keine Angaben.

Das Hyperscale-Rechenzentrum könnte eine Gesamtleistung von etwa 330 MW erreichen. (Bild:   Stadtverordnetenversammlung Frankfurt (Oder))
Das Hyperscale-Rechenzentrum könnte eine Gesamtleistung von etwa 330 MW erreichen.
(Bild: Stadtverordnetenversammlung Frankfurt (Oder))

Die Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung, dem Investor-Center Ostbrandenburg (ICOB) und der Frankfurt Data AI GmbH laufen laut Informationen der „Märkischen Oderzeitung“ seit Monaten.

Geplant ist ein Umspannwerk

Die aktuelle Planung sieht sechs Ausbaustufen vor. Mit jeder Stufe ist ein zusätzlicher Energiebedarf von rund 60 MW verbunden. Für den Vollausbau ist ein direkter Anschluss an das 380-kV-Übertragungsnetz des Netzbetreibers 50Hertz notwendig. Dafür ist der Antrag bereits gestellt.

Als Standort für ein neues 380-kV/110-kV-Umspannwerk kommt ein Bereich südlich von Hohenwalde infrage, wo die Höchstspannungsleitung bereits verläuft. Die Stadt verspricht sich vom Umspannwerk weitere gewerblich-industrielle Ansiedlungen und daher soll es so dimensioniert sein, dass es auch weitere Standorte mit Strom versorgen kann.

So sieht die Planzeichnung für ein Rechenzentrum in Frankfurt (Oder) aus: Geplant sind sechs Module.(Bild:   Stadtverordnetenversammlung Frankfurt (Oder))
So sieht die Planzeichnung für ein Rechenzentrum in Frankfurt (Oder) aus: Geplant sind sechs Module.
(Bild: Stadtverordnetenversammlung Frankfurt (Oder))

Abwärme soll in Fernwärmenetz eingepeist werden

Für die Abwärme des Rechenzentrums ist eine Anbindung an das Fernwärmenetz der Stadtwerke geplant. Der Vorhabenträger hat sich bereit erklärt, einen Zuschuss von 15 Millionen Euro für den Anschluss sowie für die Planung und Errichtung der Abwärme-Infrastruktur zu zahlen.

Die Stadt rechnet mit 200 bis 300 neuen Arbeitsplätzen. Ziel für 2026 ist es, Baurecht zu schaffen und die Energieversorgung zu sichern. Mit dem ersten Bauabschnitt könnte 2027 begonnen werden. Am 11. März hat sich der Stadtentwicklungsausschuss über den Bebauungsplan für den „Industrie- und Gewerbepark an der B87" beraten.

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