Nachhaltige Wärmeversorgung aus Rechenzentren Eschborn nutzt Abwärme aus Nlighten-Rechenzentrum für Wiesenbad

Von Paula Breukel 1 min Lesedauer

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Die Stadt Eschborn hat mit Nlighten einen Vertrag geschlossen: Das „Wiesenbad“ wird künftig über ein Wärmenetz mit aufbereiteter Abwärme aus dem Rechenzentrum „FRA1“ beheizt.

Von links: Dr. Karsten McGovern, Leiter der LEA Landesenergieagentur  Hessen GmbH, Bürgermeister Adnan Shaikh und Chad McCarthy,  CTO von nLighten mit dem Vertrag über die künftige Versorgung des  Eschborner Wiesenbads mit Abwärme aus dem nahegelegenen Rechenzentrum „FRA1“(Bild:  Stadt Eschborn)
Von links: Dr. Karsten McGovern, Leiter der LEA Landesenergieagentur Hessen GmbH, Bürgermeister Adnan Shaikh und Chad McCarthy, CTO von nLighten mit dem Vertrag über die künftige Versorgung des Eschborner Wiesenbads mit Abwärme aus dem nahegelegenen Rechenzentrum „FRA1“
(Bild: Stadt Eschborn)

Am 1. September unterzeichneten Bürgermeister Adnan Shaikh und Chad McCarthy, CTO und Mitbegründer von Nlighten, den Vertrag zur Abwärmenutzung. Damit erhält das Wiesenbad, sowohl das bestehende Gebäudeteile als auch die im Bau befindliche neue Halle, künftig Wärme aus dem Rechenzentrum „FRA1“.

Als Wärmeträger dient Wasser, das im Rechenzentrum erhitzt, auf Heizungstemperatur aufbereitet und über eine Leitung zum Schwimmbad transportiert wird. Für die Wärmebereitstellung errichtet Nlighten das notwendige Netz, die Stadt beteiligt sich mit einem Baukostenzuschuss. Mit einer Leitungslänge von rund 800 Metern markiert das Projekt den Einstieg in die Abwärmenutzung auf kommunaler Ebene.

Einordnung im Kontext der Energiewende

Nlighten betreibt das Rechenzentrum nach eigenen Angaben mit Strom aus erneuerbaren Quellen. Die Abwärmenutzung gilt daher als CO2-neutraler Beitrag zur lokalen Energieversorgung. Die Landesenergie-Agentur Hessen (LEA), die bereits 2023 eine Machbarkeitsstudie für Eschborn, Frankfurt-Sossenheim und Unterliederbach begleitet hatte, bewertet das Projekt als wichtigen Baustein für eine klimafreundliche Infrastruktur. Langfristig könnten Investitionen von rund 135 Millionen Euro in Wärmenetze mehrere Stadtteile versorgen.

Bürgermeister Shaikh bezeichnete das Wiesenbad als größten Gasverbraucher der Stadt und betonte den Beitrag des Projekts zur Verbesserung der Klimabilanz. Nlighten sieht in der Kooperation ein Vorbild, wie Rechenzentren über ihre Kernfunktion hinaus Teil der Energiewende werden können.

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