Das Prinzip „Protected Self-Custody" der Squares AG Ein Wegwerf-Wallet für die Blockchain

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Das Schweizer Unternehmen Squares AG stellt mit eine Art Wegwerf-Wallet für Blockchain-Anwender das Prinzip „Protected Self-Custody" ein. Dieses soll neue Möglichkeiten etwa für Emittenten digitaler Wertpapiere eröffnen - für tokenisierte Wertpapiere, Fondsanteile oder digitale Sachwerte und regulatorische sowie operative Vorteile bieten.

Wallet weg?! Alles weg?! .... (Bild:  Squares AG)
Wallet weg?! Alles weg?! ....
(Bild: Squares AG)

Es beginnt mit einem harmlosen Moment. Ein Smartphone führt sein Update durch. Der Bildschirm flackert kurz. Dann ist es vorbei.

Ein Investor, genannt Martin R., hatte bis zu diesem Morgen alles richtig gemacht. Er war erfolgreich, seine Strategie ging auf, die Renditen konnten sich sehen lassen. Als er nach dem Update seine Wallet-App öffnet, erscheint eine Zeile:

*„Kein Wallet gefunden – möchten Sie ein neues erstellen?"*

In den nächsten Sekunden durchläuft Martin R. alle Stadien des Unglaubens. Ein Neustart. Noch ein Neustart. Die App deinstallieren, neu installieren. Dieselbe Meldung. Sein Puls beschleunigt sich. Seine Werte existieren noch – technisch gesehen - irgendwo da draußen, in der Blockchain, unveränderlich gespeichert. Aber der Zugang ist weg.

Kein Passwort-Reset. Keine Hotline. Keine Wiederherstellung. Nur ein leerer Bildschirm und die grausame Gewissheit: Es ist vorbei. Für immer.

Die dunkle Seite der Freiheit

In einem klassischen Finanzsystem wäre dies ein Computerfehler: ärgerlich, aber lösbar. In der Welt der Blockchain ist es das digitale Äquivalent zum Tod. Unwiderruflich. Endgültig. Total.

Dabei versprechen Blockchain und tokenisierte Vermögenswerte ein Finanzsystem ohne zentrale Intermediäre. Keine Banken als Mittelsmänner, keine zentrale Verwahrung, keine Abhängigkeit von Dritten. Die Vision: Transparenz, Effizienz, Unabhängigkeit. Ein dezentrales System, in dem jeder die volle Kontrolle über sein Vermögen behält.

Doch genau diese Freiheit hat einen Preis. Dezentralität bedeutet: keine Rückversicherung, kein Sicherheitsnetz. Wer den privaten Schlüssel verliert, verliert alles. Es ist die stille Schwachstelle eines Systems, das sonst nahezu unangreifbar scheint. Und sie hat bislang verhindert, dass Blockchain-Technologie über Nischen und Enthusiasten hinaus wirklich massentauglich wird.

Protected Self-Custody am Zug

Die Squares AG aus Zug hat ein Konzept entwickelt, das den Widerspruch auflösen soll: Protected Self-Custody. Dieses will das Grundprinzip der Selbstverwahrung bewahren, aber um eine entscheidende Schutzschicht erweitern.

Dafür bleibt das Wallet vollständig im Besitz des Kunden. Die Wiederherstellung erfolgt über eine innovative KYC-Abbildung (KYC ist die Abkürzung für Know Your Customer und bezeichnet ein Verfahren zur Identifizierung und Überprüfung von Kunden. Dieses Prinzip dient der Bekämpfung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und Betrug.). Laut Square sind Identität und Wallet-Adresse sicher verknüpft, doch ohne zentrale Speicherung und ohne Verwahrung von Schlüsseln. Geht das Gerät verloren oder die App wird gelöscht, lässt sich das Wallet rechtssicher wiederherstellen und zwar ausschließlich durch den Eigentümer selbst.

Marcus Böhm, Vorstandssprecher der Sqares AG, redet von einem Paradigmenwechsel: „Unsere Kunden behalten jederzeit die alleinige Kontrolle. Weder wir noch ein Mittler oder eine Organisation kann auf das Konto zugreifen. Und dennoch können Vermögenswerte nicht mehr verloren gehen. Das ist der Paradigmenwechsel."

Emittenten gewinnen

Für Emittenten digitaler Wertpapiere oder anderer tokenisierter Produkte soll das Modell neue Möglichkeiten eröffnen. Investoren müssen keine Wallets aktiv betreiben, und selbst im Verlustfall bleibt der Zugriff gewährleistet. Emissionen können regulierungskonform erfolgen, ohne Verwahrungspflichten, was Aufwand, Kosten und Haftungsrisiken reduziert.

Noch einmal: Für die Emittenten tokenisierter Wertpapiere, Fondsanteile oder digitaler Sachwerte sehen die regulatorische und operative Vorteile nach Square-Angaben wie folgt aus:

  • Investoren müssen keine Wallet-App aktiv betreiben.
  • Selbst im Wallet-Verlustfall bleibt der Zugriff gewahrt.
  • Emissionen lassen sich ohne Verwahrungspflichten realisieren.
  • Haftungs- und Sicherheitsrisiken sinken signifikant.
  • Prozesse bleiben vollständig dezentral – ohne Verwahrstelle.

„Damit wird die Tokenisierung von Vermögenswerten erstmals wirklich massentauglich und mit bestehenden regulatorischen Rahmenwerken vereinbar“, heißt es vom Anbieter.

Über die Squares AG

Die Squares AG mit Sitz in Zug (Schweiz) entwickelt eine Kapitalmarktinfrastruktur für digitale Wertpapiere. Der „Q-Token“ integriert regulatorische Anforderungen direkt in seine Architektur, ist 24/7 verfügbar und nach Unternehmensangaben über Jurisdiktionen interoperabel, von Aufsichtsbehörden akzeptiert und bereits von führenden Institutionen eingesetzt.

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