Mit Gas statt Sonnenenergie als Hauptstromquelle? Edge Mode sichert Strom für 1,5 GW KI-Rechenleistung in Spanien

Von Daniel Schrader 2 min Lesedauer

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Für fünf geplante KI-Datacenter in Spanien hat Edge Mode die Stromversorgung sichergestellt. Gesichert seien zudem Landrechte, die Glasfaseranbindung und Vorabgenehmigungen für die Bauarbeiten. Sonnenenergie und große Batteriespeichersysteme sollen die Versorgung stützen.

Edge Mode gibt gesicherte Stromversorgung, Glasfaseranbindung und Vorabgenehmigungen für 5 KI-Datacenter mit insgesamt 1,5 Gigawatt in Spanien bekannt.(Bild:  Edge Mode)
Edge Mode gibt gesicherte Stromversorgung, Glasfaseranbindung und Vorabgenehmigungen für 5 KI-Datacenter mit insgesamt 1,5 Gigawatt in Spanien bekannt.
(Bild: Edge Mode)

Der US-amerikanische Datacenter-Betreiber, aus dem Bereich Krypto-Mining hervorgegangen, setzt auf den Ausbau großer KI-Fabriken (Künstliche Intelligenz). Aktuell entwickelt Edge Mode ein Rechenzentrum in Marviken, Schweden, mit einer für Ende 2026 angepeilten Kapazität von 95 Megawatt. In Spanien hingegen entsteht ein Vorzeigeprojekt für das Unternehmensvorhaben, ein Portfolio von KI-Rechenzentren mit je über 300 Megawatt Leistung aufzubauen. Die Entwicklung der Rechenzentren in Spanien ist Resultat einer Partnerschaft und einer zugleich laufenden Fusion mit dem privaten spanischen Investmentfonds Blackberry AIF.

Entstehen sollen fünf Datacenter mit einer Gesamtleistung von über 1,5 Gigawatt an den Standorten Malpica, Cáceres, Vianos, Córdoba und Torrecampo im südlichen, zentralen und nordwestlichen Spanien. Jeder Campus soll in modularer Bauweise aus Blöcken mit je 10 Megawatt IT-Kapazität zusammengesetzt werden. Erste Bauarbeiten an den KI-Rechenzentren sollen 2027 beginnen können. Die Verfahren für die Erstellung finaler Baugenehmigungen seien für sämtliche Standorte bereits am Laufen.

Gas, Solar und BESS sichern die Versorgung

Geplant war laut einer Ankündigung im September 2025, dass „Campusstandorte zu 100 % durch Solarstromerzeugung und Batteriespeichersysteme versorgt“ werden. Dafür sollte jedes 10 Megawatt-Modul mit circa 60 Megawatt Peak an Sonnenenergie (gesichert über PPAs) sowie Batteriespeichersystemen (Battery Energy Storage Systems, BESS) mit einer Speicherfähigkeit von je 240 Megawattstunden gepaart werden.

Im Rahmen des Abschlusses eines finalen Projektabkommens teilten die Partner im November 2025 hingegen mit, dass sie für die Stromversorgung der Standorte bei der aktuellen „Planung der Stromintegration“ von einer „Grundlastversorgung auf Gasbasis mit optionalen erneuerbaren Energien und Batteriespeichersystemen (BESS)“ ausgehen. Ob dieser Plan auch die Grundlage der nun gesicherten Stromversorgungsverträge ist, hat Edge Mode nicht spezifiziert.

Teilnahme am Regelenergiemarkt ist ergänzender Geschäftszweig

Im Oktober hat Edge Mode neben dem Erwerb von zwei zusätzlichen „Sonnenenergie-Assets“ ebenfalls den Ausbau der Batteriespeichersysteme an den Datacenter-Standorten angekündigt. An den Standorten in Córdoba und Cáceres sollen nun insgesamt 878 Megawatt an Batteriespeicher-Leistung installiert werden: um ein knappes Drittel mehr, als für die Abdeckung der Gesamtleistung beider Rechenzentren nötig ist.

Dies ist Teil der Strategie von Edge Mode, zeitgleich großflächige Batteriespeicher als separaten, aber Datacenter-Kapazitäten ergänzenden Geschäftsbereich auszubauen. Ziel sei es, auch auf dem spanischen Energiemarkt Strom zu günstigen Preisen während der Höchstproduktionszeiten erneuerbarer Energien einzukaufen und bei erhöhter Nachfrage an das öffentliche Netz zu verkaufen.

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