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Oracle-Kunden beklagen Service- und Kommunikationswüste

Der steinige Weg von Oracle zum One-Stop-Shop

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Das Leid der Kunden

Der DOAG ist solches ebenfalls bekannt. Ihre Begründung: „Oracle hat in den letzten Jahren die Prozesse globalisiert, vereinheitlicht, enorme Kosteneinsparungen erzielt und eine Umsatzrendite von mehr als 40 Prozent erzielt. Damit verbunden ist eine spürbare Verschlechterung der Kommunikation mit dem Kunden.“

Das gehe soweit, dass die eigenen Kunden über das Angebot nicht ausreichend informiert würden und im Channel-Vertrieb die individuelle Betreuung zugunsten von Callcentern abgeschafft sei.

Zugleich seien aber die Zertifizierungsprozesse komplexer gestaltet worden und die Vorteile – gemeinsames Auftreten am Markt – finde kaum mehr statt. „Stattdessen gibt Oracle jede Menge Leads an Partner, die schlecht qualifiziert sind und nur selten ein potenzielles Verkaufsinteresse haben“, beklagt ein DOAG-Mitglied.

Fazit: Produkte hui, Service pfui

Oracle ist ohne Zweifel auf dem Weg zum Generalanbieter, auch wenn im Bereich Netzwerke kein eigenes Angebot zur Verfügung steht. Das zukünftige Hardwareportfolio gewinnt Kontur und lässt hoffen, dass die Anwender ihre getätigten Investitionen auch weiterhin nutzen können. Verbesserungswürdig scheinen allerdings die Kommunikationsstrukturen zu sein; denn der Kunde ist Partner und nicht Melkkuh.

Die Autorin:

Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin, Coach und Mediatorin in München.

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