Innovative Speichertechnologien gegen Kapazitätenhunger Datenspeicher stützt die KI-Revolution

Von Maarten Guijt* 3 min Lesedauer

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KI-Lasten bringen Datacenter an ihre Kapazitätsgrenzen. Festplatten mit besonders hoher Flächendichte können hier Abhilfe schaffen und den Weg zu nachhaltigeren Rechenzentren ebnen. Festplatten bleiben so noch lange das Fundament der KI-Revolution.

Festplattenspeicher bleibt auf absehbare Zeit die tragende Säule moderner KI-Rechenzentren.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Festplattenspeicher bleibt auf absehbare Zeit die tragende Säule moderner KI-Rechenzentren.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Durch die Verbreitung generativer Künstlicher Intelligenz (KI) und neuer Technologien wie Physical AI wächst das globale Datenvolumen rapide. Bis 2028 könnte das globale Datenaufkommen auf bis zu 400 Zettabyte wachsen – ein jährliches Plus von 24 Prozent. Rechenzentren kommt bei der Speicherung und Verwaltung dieser Datenmengen eine Schlüsselrolle zu.

Einer Studie von Recon Analytics im Auftrag von Seagate zufolge glauben 90 Prozent der KI-nutzenden Unternehmen, dass längere Datenspeicherung zu besseren KI-Ergebnissen führt. Das bedeutet perspektivisch einen erhöhten Speicherbedarf über längere Zeiträume hinweg. Doch die installierte Speicherkapazität steigt derzeit nur um etwa 17 Prozent jährlich und kann somit nicht Schritt halten. Rechenzentren stoßen so an ihre Kapazitätsgrenzen, auch weil der Datacenter-Ausbau durch finanzielle, regulatorische und ökologische Herausforderungen erschwert wird.

Eine aktuelle Bitkom-Studie für den deutschen Rechenzentrumsmarkt bestätigt diesen Trend. Während der Markt lokal zwar weiterhin expandiert, verliert der Standort international an Bedeutung. Insbesondere die USA und China holen auf, wodurch Deutschlands Anteil am weltweiten Serverbestand von 3,5 Prozent im Jahr 2015 auf derzeit nur noch 2,5 Prozent gesunken ist. Dieser Rückgang verdeutlicht den wachsenden internationalen Wettbewerbsdruck.

Rechenzentren sind Schlüssel zur KI-Ära

Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, setzen moderne Rechenzentren auf leistungsfähige Kühlsysteme und skalierbare Speicherlösungen. Die Fortschritte in der Festplattentechnologie sind dabei entscheidend, allen voran die gesteigerte Flächendichte. Diese ermöglicht eine effizientere Datenspeicherung. Unternehmen können so bis zu dreimal so viele Daten auf derselben Fläche unterbringen und damit Betriebskosten signifikant senken.

Da KI-Anwendungen zudem einen steigenden Energieverbrauch mit sich bringen, ist es essenziell, den Energiebedarf der Rechenzentren nachhaltig zu gestalten. Optimierungen der Energieeffizienz und der stärkere Einsatz erneuerbarer Energien sind daher unerlässlich, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. Höhere Flächendichten bei Festplatten helfen, Energie effizienter zu nutzen, den Ressourcenverbrauch zu optimieren und den CO₂-Ausstoß pro gespeichertem Terabyte deutlich zu senken.

Diese Entwicklungen machen Festplatten zu einer zukunftssicheren und kapitalschonenden Lösung für die enormen Datenmengen, die durch KI generiert werden. Sie ermöglichen es Rechenzentren, ihre Infrastruktur effizienter zu nutzen und dabei nachhaltiger zu wirtschaften.

Festplatten: Effiziente Speicherlösung für moderne Workloads

Festplatten spielen eine zentrale Rolle in KI-Speicherclustern. Sie vereinen Skalierbarkeit, Wirtschaftlichkeit sowie Nachhaltigkeit und sind heute für rund 90 Prozent der in Rechenzentren gespeicherten Daten verantwortlich.

Besonders bei Datenanalysen, langfristiger Datenspeicherung und Backups sind Festplatten unverzichtbar. Diese Workloads erfordern enorme Speicherkapazitäten, jedoch keine extrem schnellen Geschwindigkeiten in der Datenverarbeitung – genau diese Anforderung erfüllen Festplatten dank ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses pro Terabyte.

Kapazitäten für KI-Analysen

Um das volle Potenzial der KI ausschöpfen zu können, benötigen Unternehmen vorausschauende Speicherstrategien. Diese sollten langfristige Kapazitätsplanung und flexible, skalierbare Lösungen beinhalten. Unternehmen, die dies berücksichtigen, können das Datenwachstum besser bewältigen, Betriebskosten reduzieren und ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen.

Einige Branchen gehen mit gutem Beispiel voran: Einzelhändler setzen hochkapazitive Festplatten ein, um Kundendaten zu speichern und zu analysieren. Mit den dadurch gewonnenen Erkenntnissen schaffen sie personalisierte Einkaufserlebnisse und optimieren ihr Bestandsmanagement. Im Gesundheitswesen nutzen Organisationen skalierbare Speicherlösungen, um große Mengen an Patientendaten zu verwalten und die Entwicklung KI-gestützter Diagnosen zu unterstützen.

Fazit: Speicher sind das Fundament der KI-Revolution

Die Zukunft der KI ist untrennbar mit der Weiterentwicklung von Speichertechnologien verbunden. Zukunftstechnologien wie DNA- oder Quanten-Speicher befinden sich noch in der Entwicklungsphase. Festplatten bleiben daher auf absehbare Zeit die tragende Säule moderner Rechenzentren.

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Dank ihrer Fähigkeit, riesige Datenmengen effizient und nachhaltig zu speichern, bilden moderne Festplatten das Fundament der datengetriebenen KI-Ära. Unternehmen, die Speicherstrategien in den Mittelpunkt ihrer KI-Planung stellen, werden nicht nur in der Lage sein, die KI-Revolution aktiv mitzugestalten, sondern auch ihre Wettbewerbsfähigkeit in einer zunehmend datengetriebenen Welt zu sichern. Denn eines ist klar: KI treibt Innovationen voran, Daten sind die Grundlage von KI, und Speicher macht Daten erst möglich.

*Der Autor

Maarten Guijt ist EMEA Vice President Channel, Consumer and Distribution bei Seagate Technology.

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