Containerisierung – Technik und Strategien

Container-Management mit VMware Photon & Co.

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Das Microsofts Ökosystem für Linux- und Windows-Container

Microsoft sorgte mit Windows Server Containern, verschachtelbaren „Hyper-V“-Containern in „Windows Server 2016“ als Alternative zu VMware sowie dem „Nano Server“, einer leichtgewichtigen (!) Windows-Variante, für viel Aufregung. Nano Server ist der Microsoft-Einstieg in die Welt der Microservices, optimiert, um jeweils einen einzelnen Infrastrukturdienst auszuführen (DNS, DHCP, etc.). Ein Nano Server kann sowohl bare-metal als auch, anders als ESXi, als eine virtuelle Maschine oder als ein Container laufen …. oder in einer VMware-Umgebung auf vSphere 6.0.

Micorosft Nano Server ermöglicht völlig neue Deployment-Szenarien im Datacenter.
Micorosft Nano Server ermöglicht völlig neue Deployment-Szenarien im Datacenter.
(Bild: Microsoft)

Windows-Server-Containerapplikationen lassen sich somit unverändert in Hyper-V-Containern ausführen. Microsoft hat außerdem Swarm, Machine und Compose mit Azure und Hyper-V integriert und das Deployment der Docker-Engine in „Azure Linux“ VMs mit Azure-Erweiterungen vereinfacht. Benutzer können eine Docker-verwaltende virtuelle Maschine direkt aus dem Azure-Marktplatz abrufen.

Das dramatische Wachstum der Virtualisierung im Rechenzentrum hat gerade in Microsoft-Umgebungen explodierende Lizenzkosten zur Folge gehabt. Gartner beziffert versteckte Kosten auf satte 6.800 Dollar pro Betriebssysteminstanz pro Jahr. Produkte wie „DxEnterprise“, eine Container-Technologie von DH2i, versprechen, Abhilfe zu schaffen.

Verschachtelte Virtualisierung und Containerisierung auf der Basis der Hyper-V-Technik von Microsoft bietet Vorteile der Isolation im Vergleich zu reinen Windows Server-Containern.
Verschachtelte Virtualisierung und Containerisierung auf der Basis der Hyper-V-Technik von Microsoft bietet Vorteile der Isolation im Vergleich zu reinen Windows Server-Containern.
(Bild: Microsoft)

Bei DxEnterprise handelt sich um ein Framework für die Orchestrierung der Datacenter-Administration, Hochverfügbarkeit und Disaster-Toleranz auf der Basis von NTFS. Durch die Bereitstellung logischer Container entkoppelt diese Technologie Windows Server-Instanzen von der Datencenterinfrastruktur, befreit zusätzliche Performance durch den Verzicht auf Hyper-V und hebt zudem viele der Lizenzbeschränkungen von „SQL Server“ auf.

Da SQL Server in der Edition Standard nur bis zu zwei Knoten pro Cluster unterstützt, müssen viele Unternehmen zwangsweise die deutlich teurere Enterprise-Edition einspannen. DxEnterprise eliminiert diese Einschränkung ohne die Lizenzbedingungen zu verletzen, und ermöglicht so Einsparungen von bis zu 60 Prozent.

*Das Autorenduo Filipe Pereira Martins und Anna Kobylinska arbeitet für die Soft1T S.a r.l. Beratungsgesellschaft mbH, McKinley Denali Inc. (USA).

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