Frankfurt und Berlin: weitere 117 Megawatt IT-Kapazität Colt DCS verdreifacht sich: Vier neue Hyperscaler-Rechenzentren

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Colt DCS baut seine IT-Kapazität in Frankfurt um 63 MW und in Berlin um 54 MW aus. Mit einer künftigen Gesamtkapazität von 176,8 MW positioniert sich der Anbieter als feste Größe im deutschen Rechenzentrumsmarkt.

Colt DCS hat sich 10 km östlich von Berlin ein Grundstück gesichert, um mit der ersten Entwicklungsphase unserer Rechenzentren Colt Berlin 1 und 2 zu beginnen.(Bild:  Colt Data Centres)
Colt DCS hat sich 10 km östlich von Berlin ein Grundstück gesichert, um mit der ersten Entwicklungsphase unserer Rechenzentren Colt Berlin 1 und 2 zu beginnen.
(Bild: Colt Data Centres)

Colt Data Centre Services (Colt DCS) plant vier neue Hyperscale-Rechenzentren in Deutschland. Je zwei davon sollen in der Nähe von Frankfurt (Wiesbaden) und Berlin entstehen. Mit einer zusätzlichen IT-Kapazität von 117 Megawatt (MW) soll Colt DCS seine Präsenz auf dem deutschen Datacenter-Markt entscheidend erweitern. Die Inbetriebnahme der ersten beiden Standorte ist für Ende 2028 vorgesehen.

Frankfurt 4 und 5 sollen auf einem 7,3 Hektar großen Areal in Wiesbaden mit insgesamt 63 MW entstehen. Die Rechenzentren Berlin 1 und 2 entstehen auf einem 3,8 Hektar großen Gelände etwa zehn Kilometer östlich der Hauptstadt mit einer IT-Kapazität von 54 MW. Damit wächst das Datacenter-Portfolio von Colt DCS in Deutschland auf insgesamt 176 MW an. Bislang zählt der Anbieter drei Datacenter in Frankfurt und kommt aktuell auf eine Gesamtkapazität von 59,8 MW. Somit verdreifacht sich die IT-Kapazität des Anbieters nahezu.

Colt DCS setzt auf das Global Reference Design (GRD)

Die Anlagen werden nach dem unternehmenseigenen Global Reference Design (GRD) konzipiert. Die Datacenter sind gleichermaßen auf HPC-Workloads und Cloud-Dienste ausgelegt. Dadurch kann eine Leistungsdichte von bis zu 130 kW (Kilowatt) pro Rack erreicht werden. Ein hybrides Kühlkonzept aus Luft- und Flüssigkeitskühlung (Direct-to-Chip) unterstützt die Leistungsdichte.

Fokus auf Nachhaltigkeit

Die neuen Rechenzentren sollen mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Colt DCS hat dazu die entsprechenden Stromlieferverträge gesichert. Die Abwärme der vier Standorte soll laut Angaben des Unternehmens zur Fernwärmeversorgung der Kommunen genutzt werden. Außerdem sollen Photovoltaikanlagen und Gründächer zur Einhaltung der Nachhaltigkeitsziele beitragen.

Stahl und Beton kommen sparsam zum Einsatz, um den CO2-Fußabdruck gering zu halten. Laut Colt DCS bleibt ein Fünftel der Grundstücksfläche unversiegelt als Grünfläche erhalten. Somit soll das Datacenter von außen und von innen „grün“ sein.

Colt DCS als Big Player auf dem deutschen Markt

Mit dem Schritt verstärkt Colt DCS seine Präsenz an zwei der dynamischsten Rechenzentrumsstandorte Deutschlands. Während Frankfurt als führender europäischer Datacenter-Hub weiterhin wächst, erlebt Berlin ein rasantes Wachstum als Standort für Rechenzentren.

Tatsächlich bauen mehrere Betreiber aktuell in Berlin ihr Rechenzentrumsnetz aus, darunter Maincubes, Google und AWS. Mit der Investition von zwei Milliarden Euro reiht sich Colt DCS in die Liste internationaler Anbieter ein, die Berlin als Wachstumsstandort für KI-, Cloud- und HPC-Anwendungen erkannt haben.

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