Durch die Erweiterung des Daten-Managements in die Public Cloud hinein steht Unternehmen eine gemeinsame Lösung für die Verwaltung ihrer Vor-Ort- und Cloud-Daten zur Verfügung.
Eine große Herausforderung für Unternehmen: die Fragmentierung von Daten und Anwendungen über das Rechenzentrum und die Cloud hinweg.
Die Cloud spielt mittlerweile eine entscheidende Rolle für Unternehmen, die mit ihrem wachsenden Datenpool neue Wertschöpfungs- und Anwendungsfälle erschließen und gleichzeitig die betriebliche Effizienz steigern wollen. Sobald Unternehmen einige Workloads in die Cloud verschoben oder in AWS, Azure oder Google Cloud Platform (GCP) instanziiert haben, stellt sich die Frage, wie sie diese Workloads sichern und verwalten können. Die großen Cloud-Provider haben nämlich eine unterschiedliche Auffassung hinsichtlich Cloud-nativer Datensicherung.
Der AWS-Backup-Dienst bietet eine vollständig verwaltete und benutzerfreundliche Backup-Lösung für alle AWS-Dienste. Zu den Hauptmerkmalen zählen die zentralisierte Konfiguration für Backup-Richtlinien und -Sichtbarkeit über alle AWS-Ressourcen hinweg sowie die Automatisierung und Priorisierung von zuvor manuellen Backup-Aufgaben und -Prozessen.
Azure Storage bietet skalierbaren und sicheren Cloud-Speicher für Daten, Workloads und Anwendungen. Azure umfasst eine Vielzahl von Speicherlösungen für Standarddateispeicherung, Blob-Speicherung, REST-basierte Objektspeicherung sowie ein Data-Lake-Angebot für Big Data und einen Queue-Speicher für großvolumige Workloads.
GCP Storage bietet Cloud-Storage-Lösungen, die je nach Bedarf Unternehmen jeder Größe unterstützen. Hierzu zählen Speicherlösungen, die mit Objekten, Blöcken, Dateien und Serverinhalten kompatibel sind. Backup im eigentlichen Sinne wird in GCP nicht unterstützt. GCP bietet zwar eine Vielzahl von Diensten an, die für die Datensicherung angepasst oder wiederverwendet werden können, aber es gibt keine offizielle GCP-Backup-Lösung. Für Kunden steht jedoch eine Vielzahl von Integrationen mit Drittanbieterlösungen zur Verfügung.
Replikation und Redundanz schaffen Vertrauen
Es gibt Bedenken hinsichtlich das potenziellen Risikos, wenn Unternehmen ihre Daten beim selben Cloud-Provider sichern, der auch das Hosting ihrer Instanzen und Anwendungen übernimmt. Einige dieser Risiken werden durch die Architektur von Public-Cloud-Objektspeichern wie „Amazon S3“ (S3 =Simple Storage Service) und „Azure Blob Storage“ jedoch gemildert.
Diese Objektspeicher sind so konzipiert, dass sie mehrere Kopien in verschiedene Rechenzentren replizieren, um eine hohe Verfügbarkeit und Haltbarkeit zu gewährleisten. Google Cloud Storage (GCS) bietet einen Lebenszyklus zur Migration von Daten von einem Speichertyp in einen anderen und die Möglichkeit, Live-Migrationen virtueller Maschinen vorzunehmen.
Für einige Unternehmen kann ebenso eine Redundanz über verschiedene Cloud-Provider erforderlich sein. So ist es in diesem Fall üblich, dass einige oder alle der gesicherten Daten aus einer Cloud auch in einer anderen Cloud oder vor Ort vorgehalten werden. Deshalb sollte die Datenreplikation über Cloud-Provider und Vor-Ort-Infrastrukturen möglich sein, wie es Cloud Data Management (CDM) als grundlegender Ansatz vorsieht.
Über SaaS bereitgestelltes Datenmanagement
Die jüngste Neuerung beim CDM-Ansatz ist eine SaaS-Plattform für Datenm-Management-Anwendungen wie Datenzugriff, Governance, Analyse und Intelligenz. Unternehmen aus verschiedenen Branchen haben alle mit der gleichen großen Herausforderung zu kämpfen: der Fragmentierung von Daten und Anwendungen über das Rechenzentrum und die Cloud hinweg. Bei der Umsetzung von Cloud-First- und Multi-Cloud-Modellen werden Anwendungen und Daten zunehmend dezentral über unterschiedliche Standorte verteilt.
In Verbindung mit einem explosionsartigen Datenwachstum ist es nahezu unmöglich, die Kontrolle über alle diese Daten zu behalten. Unternehmen benötigen daher ein organisatorisches Prinzip, um ihre Daten-Management-Anwendungen in Rechenzentren und Clouds zu vereinheitlichen.
Eine entsprechende SaaS-Plattform löst diese Herausforderung und ermöglicht es Unternehmen, ihre Anwendungen und Daten in der gesamten Hybrid-/Multi-Cloud-Umgebung zu organisieren, zu orchestrieren und zu sichern. Die Plattform liefert ein einheitliches System von Aufzeichnungen, das alle Geschäftsanwendungen und Daten organisiert. Sie umfasst native Suchfunktionen, Sicherheit und Workflow-Orchestrierung, alles in einem globalen Inhaltskatalog, um Daten leicht auffindbar und nutzbar zu machen.
Stand: 08.12.2025
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Getreu den Grundprinzipien des CDM-Ansatzes werden alle nativen Komponenten über eine offene API bereitgestellt. Diese bietet einen einzelnen API-Endpunkt, der über Infrastrukturstandorte, Rechenzentren und die Cloud hinweg verwendet werden kann, um schnell maßgeschneiderte Anwendungen und Dienste in unbegrenztem Umfang zu erstellen.
Das Cloud-Geschehen im Auge behalten
Eine mögliche Anwendung auf einer derartigen SaaS-Plattform für das Daten-Management ist eine zentralisierte Verwaltung über globale, verteilte CDM-Umgebungen hinweg. Viele Unternehmen haben mehrere CDM-Bereitstellungen in ihren Rechenzentren und Cloud-Plattformen. Die SaaS-Plattform für das Daten-Management unterstützt globale Richtlinien, Überwachung und Management. Sie stellt ein interaktives globales Dashboard bereit, mit dem alle physischen, virtuellen und Cloud-Anwendungen und -Daten auf eine elegante, einfache und visuell ansprechende Art und Weise im Auge behalten werden können.
Achim Freyer, Rubrik DACH.
(Bild: Rubrik)
Eine SaaS-basierte Plattform für das Daten-Management liefert sofortige Analysen in einer einheitlichen Hybrid-/Multi-Cloud-Umgebung, während gleichzeitig einfache Bedienung gewährleistet ist. Dies ist ein weiterer logischer Schritt in der Entwicklung von Cloud Data Management als zeitgemäße Lösung für effizientes Daten-Management im Cloud-Zeitalter.
* Achim Freyer abeitet für Rubrik in der Region Deutschland, Österreich und Schweiz.