Gitpod ist eine Cloud-basierte Entwicklungsumgebung für den direkten Zugriff auf GitHub. Dadurch können Entwickler sofort mit dem Schreiben von Code beginnen, ohne Software lokal installieren zu müssen. Die komplette IDE läuft im Webbrowser.
Mit der Online-IDE Gitpod können Entwickler nach wenigen Sekunden schon mit dem Programmieren beginnen und den Code direkt in GitHub speichern.
(Bild: Joos / Gitpod)
Gitpod ist eine Online-IDE für GitHub-Projekte, die komplett im Webbrowser läuft. Lokale Installationen sind genauso wenig notwendig wie ein lokales Speichern des Codes. Der Programmcode bleibt in GitHub und lässt sich durch Gitpod direkt nutzen und auch automatisiert auschecken.
Die Umgebung steht kostenlos bereit und ist mit wenigen Mausklicks bereits aktiv. Die Online-IDE lässt sich auf nahezu jedem Betriebssystem nutzen, da nur ein Browser für die Verbindung notwendig ist. Die Oberfläche von Gitpod ist sehr ähnlich zu der von Microsoft Visual Studio Code.
Abonnement für vollen Funktionsumfang
Gitpod steht kostenlos zur Verfügung, einen größeren Funktionsumfang bieten erweiterte Pläne.
(Bild: Joos / Gitpod)
Die Umgebung steht 50 Stunden pro Monat kostenlos zur Verfügung und lässt sich dadurch umfassend testen und für viele Einsatzgebiete auch produktiv nutzen. Wem die kostenlosen Funktionen nicht ausreichen, der kann für monatlich 8 Euro den Personal-Plan buchen. Hier besteht die Möglichkeit, 100 Stunden pro Monat mit Gitpod zu arbeiten. Für 23 Euro im Monat können Entwickler über den Professional-Plan unbegrenzt mit Gitpod arbeiten und bis zu 8 Workspaces nutzen. Mit 35 Euro pro Monat steht in Gitpod der Unleashed-Plan bereit, der bis zu 16 Workspaces unterstützt, die parallel genutzt werden können.
Parallel zur SaaS-Lizenz von Gitpod kann die Umgebung auch als Self-Hosted-Lösung zum Einsatz kommen. Die Community-Edition kostet nichts, für die Verwendung der Professional-Custom-Lizenz muss eine Registrierung erfolgen. Neu ist Gitpod Dedicated. Dabei handelt es sich um eine isolierte, von Gitpod verwaltete Single-Tenant-Installation. Die private Instanz von Gitpod ist für große Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen geeignet. Mit der Umgebung können Entwickler private Netzwerkverbindungen zu ihren Entwicklungsressourcen einrichten.
Projekte direkt aus GitHub heraus in Gitpod öffnen
Es ist möglich, direkt aus der GitHub-Oberfläche im Browser heraus das jeweilige Projekt in Gitpod zu öffnen. Google stellt darüber hinaus eine Gitpod-Erweiterung für Chrome zur Verfügung, mit der sich über eine Schaltfläche heraus das Projekt aus GitHub in Gitpod öffnen lässt.
Mit der Online-IDE Gitpod können Entwickler nach wenigen Sekunden schon mit dem Programmieren beginnen und den Code direkt in GitHub speichern.
(Bild: Joos / Gitpod)
Für Mozilla Firefox steht dazu ein Gitpod-Add-On bereit. Die Erweiterung ist nur optional. Sinnvoll ist sie aber, wenn häufig aus GitHub heraus Code in Gitpod geöffnet werden soll. Bei der Anmeldung an Gitpod kann gleich das passende GitHub-Repository zum Einsatz kommen, indem die Anmeldung mit einem GitHub-Konto erfolgt.
Um direkt aus GitHub heraus ein Projekt zu öffnen reicht es aus, in der Adressleiste vor dem Eintrag GitHub.com den Eintrag gitpod.io zu setzen und mit einem „/“ das Projekt anzugeben, zum Beispiel:
Ist die bereits erwähnte Erweiterung für Google Chrome installiert, blendet der Browser für die Projekte eine Schaltfläche an, mit der diese direkt in Gitpod geöffnet werden. Gitpod arbeitet darüber hinaus mit Microsoft Visual Studio Code zusammen. Dazu kommt eine Erweiterung zum Einsatz, welche die Online-IDE mit dem lokal installierten Editor verbindet. Damit können die Workspaces, die in Gitpod geöffnet sind, auch lokal geöffnet werden.
Über „Terminal“ steht in Visual Studio Code auf dem PC eine CLI zur Verfügung, die Befehle direkt aus und in Gitpod ausführt. Die Verbindung mit Visual Studio Code ist natürlich nur optional, es ist keinerlei zusätzliche Software für die Verwendung von Gitpod notwendig. Gitpod arbeitet dazu mit Containern für die Bereitstellung der Entwicklungsumgebung im Browser. Bei jedem öffnen der Umgebung lädt das System ein Container-Image und startet danach den Container.
Beim Starten von Gitpod stehen die Workspaces zur Verfügung, mit denen Entwickler arbeiten können.
(Bild: Joos / Gitpod)
Die Online-IDE lädt automatisch alle Abhängigkeiten, ohne dass eine lokale Installation erfolgen muss. Nach der ersten Anmeldung an Gitpod stehen beim Öffnen des Dashboards alle Workspaces zur Verfügung, die zuletzt geöffnet wurden. Mit „New Workspace“ erstellt die Umgebung einen neuen Arbeitsbereich. Jeder davon verfügt über ein Kontextmenü, das mit den drei Punkten auf der rechten Seite aufgerufen wird. Hier ist es möglich, Workspaces zu öffnen, umzubenennen, herunterzuladen, zu teilen oder an die Oberfläche anzupinnen. Zusätzlich steht im Kontextmenü auch der Befehl zum Löschen bereit.
Die Oberfläche von Gitpod in der Praxis
Nach der Anmeldung an Gitpod öffnet sich das jeweilige Container-Image und im Webbrowser ist die Oberfläche der Entwicklungsumgebung zu sehen. Der Aufbau entspricht weitestgehend dem von Microsoft VS Code. Im Fenster im unteren Bereich findet sich ein Terminalfenster, das direkt die Eingabe von Befehlen ermöglicht, die Gitpod im Anschluss ausführt.
In den Einstellungen von Gitpod kann als Editor auch eine lokal installierte Version von VS Studio als Editor für das Öffnen von Workspaces genutzt werden. Zusätzlich stehen an dieser Stelle noch IntelliJ IDEA, GoLand, PyCharm, PhpStorm, RubyMine, WebStorm, Rider und CLion bereit.
Stand: 08.12.2025
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In den Einstellungen von Gitpod lässt sich die Umgebung auch personalisieren.
(Bild: Joos / Gitpod)
Mit der URL https://gitpod.io/preferences lassen sich die persönlichen Einstellungen festlegen. Neben der Steuerung des eingesetzten Editors, können Entwickler an dieser Stelle auch das Theme sowie die jeweiligen Arbeitsbereiche anpassen. Über die verschiedenen Menüpunkte können an dieser Stelle auch der eigene Plan für Gitpod geändert und Variablen gesetzt werden.
Über den Menüpunkt „Integrations“ lassen sich Repositories aus GitHub, Gitlab und Bitbucket an Gitpod anbinden.
(Bild: Joos / Gitpod)
Mit dem Menüpunkt „Integrations“ steuern Entwickler die Anbindungen von Gitpod an GitHub, Gitlab oder Bitbucket. Der Menüpunkt ist direkt mit dem Link https://gitpod.io/integrations zu erreichen. Mit „New Integration“ öffnet sich ein neues Fenster, in dem die Verbindungsdaten zum jeweiligen Repository angegeben werden.
Nach dem Erstellen eines Workspaces finden sich auf der linken Seite der Oberfläche die Dateien des Projektes. Diese können alle im Editor von Gitpod geöffnet werden, genauso wie in anderen IDEs auch. Im unteren Bereich sind bei „Problems“ Anmerkungen aufgelistet, die für den aktuellen Workspace gelöst werden sollten. Die rechte Maustaste steht an den verschiedenen Stellen im Editor zur Verfügung.
Bei „Terminal“ lassen sich direkt Befehle eingeben, um diese für den entsprechenden Workspace auszuführen. Mit „python“ kann in einem Python-Projekt an dieser Stelle direkt mit Python-Code gearbeitet werden. Hier ist auch zu sehen, dass die notwendigen Abhängigkeiten für ein Projekt automatisch installiert sind. Bei Python-Projekten verrichtet pip genauso seine Dienste wie bei lokalen Installationen. Unit-Tests sind mit Gitpod ebenfalls kein Problem. Die kompletten Tests, inklusive aller Voraussetzungen, laufen direkt im Browser.