Automatisierung der Rechenzentrumsprozesse

Cloud-Computing: die technischen Grundlagen und Services effizient bereitstellen

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Kapseln

Um die komplexe Cloud-Technologie überschaubar zu halten, müssen IT-Komponenten wie Server, Storage und die Virtualisierungsplattformen innerhalb von festgelegten, funktionalen Blöcken gekapselt werden. Die Kapselung erhöht den Virtualisierungsgrad und Betriebsabläufe lassen sich strukturieren und vereinheitlichen. Ein recht neues Angebot sind gekapselte Infrastrukturen, die Server, Storage und Netzwerk in einem System enthalten.

Diese Lösungen lassen sich wie ein Komplettpaket im Rechenzentrum installieren und stellen schnell entsprechende Services bereit. Mit solchen homogenen, einheitlich-funktionalen Blöcken lässt sich die Automatisierung am besten umsetzen – der Virtualisierungsgrad erreicht damit nahezu 100 Prozent. Das Kapseln der IT-Infrastruktur führt daher zu einer schnelleren Umsetzung, einem standardisierten Betrieb sowie zu einer besseren Auslastung der Ressourcen und Energieeffizienz. Unternehmen sollten bei der Auswahl eines Anbieters Faktoren wie Support, Offenheit der Gesamtlösung, Reife und Marktdurchdringung der einzelnen Produkte sowie den Umfang des Portfolios in den einzelnen Produktgruppen berücksichtigen.

Automatisierung

Bei der Automatisierung der IT-Infrastrukturen gilt, dass sie auch außerhalb des Cloud-Szenarios zahlreiche Vorteile bringt. So müssen beispielsweise IT-Administratoren keine zeitraubenden und unproduktiven Routinetätigkeiten mehr ausführen und können ihren Fokus verstärkt auf strategische Prozesse legen. Vor allem in Zeiten des Generationenwechsels und Fachkräftemangels wird der effiziente Einsatz der wenigen verbleibenden Experten immer wichtiger.

Gleichzeitig verringert Automatisierung die Fehlerquote und verkürzt den Zeitaufwand deutlich, etwa bei Bereitstellungen von Services, Rechtevergabe oder dem Wiederhochfahren von Servern. So profitieren Unternehmen von einem stabileren und sichereren Betrieb des Rechenzentrums und reduzierten Ausfallzeiten sowie weniger Komplexität und Kosten.

Doch welche Prozesse eignen sich für die Automatisierung? Dazu zählen vor allem zwei Bereiche: besonders kritische Prozesse wie das Wiederhochfahren nach einem Störungsfall sowie häufig wiederkehrende Prozesse wie die Prüfung, Kategorisierung und Bearbeitung von Incidents. Ein dritter Bereich, der häufig unterschätzt wird, sind seltenere, aber immer wiederkehrende komplexe Prozesse wie die Bereitstellung von kompletten Services. Diese können automatisiert innerhalb von Minuten oder Stunden abgewickelt werden, während dies manuell Wochen oder sogar mehrere Monate dauert. Die Automation der reproduzierbaren Einzelschritte, deren anschließende Orchestrierung sowie die entsprechende Anpassung der Betriebsorganisation führen zu höherer Qualität, Transparenz und Produktivität sowie zu vereinfachtem Asset- und Lifecycle-Management der IT-Ressourcen, verbessertem Datenmanagement und Kostentransparenz.

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