Bitkom sieht politischen Handlungsbedarf Trotz Rezession wächst die Digitalbranche weiter

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Hoffnung trotz Krise - das lässt die Prognose des Branchenverbands Bitkom für 2025 zu. In Zeiten von Rezession und Neuwahlen machen sich viele Unternehmen Sorgen um ihre Zukunft. Aber der IKT-Markt bleibt auf Wachstumskurs. Der aktuelle Bitkom-Report gibt Anlass zu Optimismus.

Der Branchenverband Bitkom gibt Lichtblicke für die IKT-Branche in Zeiten von Rezession.(Bild:  Pcess609 - stock.adobe.com)
Der Branchenverband Bitkom gibt Lichtblicke für die IKT-Branche in Zeiten von Rezession.
(Bild: Pcess609 - stock.adobe.com)

Der Branchenverband Bitkom sieht trotz Rezession des deutschen Markts einen Lichtblick in der Digitalbranche. Laut Bitkom wächst der Markt für Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) 2025 um 4,6 Prozent auf 232,8 Milliarden Euro. Zugleich schafft die Branche rund 20.000 neue Arbeitsplätze, womit die Zahl der Beschäftigten auf 1,371 Millionen steigen soll.

Zu den wichtigsten Wachstumstreibern zählen die Cloud-Services mit einem Wachstum von 17 Prozent. Aber auch Software (knapp 10 Prozent) und Künstliche Intelligenz (plus 43 Prozent) wird ein deutliches Wachstum erwartet.

Mit einem weltweiten Marktanteil von 4,1 Prozent teilt sich Deutschland 2025 den vierten Platz mit dem United Kingdom und landet hinter den USA, China und Japan. Trotzdem ist nicht alles eitel Sonnenschein. Bitkom-Präsident Ralf Wintergerst sagt: „Um international wettbewerbsfähig zu bleiben, muss Deutschland digital souveräner werden.“ Wintergerst wünscht sich den dritten Platz für Deutschland. Doch wie kann dieses Ziel erreicht werden?

Die politische Überregulierung hemmt den Fortschritt in der IT

Wintergerst kritisiert vor allem die politische Überregulierung. Denn sie sei dafür verantwortlich, dass in Deutschland der Fortschritt in der IT weniger schnell an Fahrt aufnimmt. Seine Empfehlung lautet, Gesetze zu lockern oder gar zu steichen.

Der Bitkom veröffentlicht die folgenden Marktanteile für das Jahr 2025 in der ITK-Branche und fordert, dass Deutschland den dritten Platz erreichen muss.(Bild:  Bitkom)
Der Bitkom veröffentlicht die folgenden Marktanteile für das Jahr 2025 in der ITK-Branche und fordert, dass Deutschland den dritten Platz erreichen muss.
(Bild: Bitkom)

Darüber hinaus solle ein Digitalministerium eingeführt werden. Die Versuche der vorigen Regierungen, ein Digitalministerium einzuführen, seien nicht geglückt (siehe auch Artikel und DataCenter-Diaries-Podcast-Folge #41 : Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus zum Spannungsfeld zwischen Rechenzentren, Kommunen und Politik: Hessens „Startup-Digitalministerium“ und die Herausforderungen des Datacenter-Booms) Durch ein Digitalministerium könnten laut dem Präsidenten auch die Haushaltsausgaben gesenkt werden. Mit „Re-Start Deutschland!“ möchte die Bitkom Impulse geben und Handlungsempfehlungen für die Bundestagswahl 2025 geben.

Der IT-Branchenverband fordert mehr Investitionen in Digitalisierung, um das Wachstum langfristig zu sichern. „Deutschland braucht ein eigenständiges Digitalministerium, Investitionen in Schlüsseltechnologien und eine stärkere Digitalisierung der Verwaltung“, so Wintergerst.

Trotzdem zeigt sich der Bitkom-Präsident optimistisch: In Zeiten von Rezession und politischen Instabilitäten sei „die Digitalwirtschaft ein Lichtblick in schwierigen Zeiten“.

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