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Die Lebensfähigkeit von Batterien
Hinter dieser Bezeichnung steckt eine eine europäische Organisation aus 34 Mitgliedsfirmen, welche die Interessen der europäischen Batterieindustrie gegenüber Institutionen, nationalen und internationalen Behörden, Kunden und den Medien vertritt. Zudem unterstützt sie bei der Weiterentwicklung von Batterien die Industrie. Bei der Lebensdauernennung nach Eurobat handelt es sich um einen theoretischen Wert, der nur unter idealsten Bedingungen im Labor bei konstanten 20 Grad Celsius erreicht werden kann.
Die Praxis sieht jedoch oft anders aus. Auch bei sehr guten Bedingungen zeigt sich, dass es sinnvoll sein kann, 5-Jahres-Batterien bereits nach spätestens drei Jahren und 10-Jahres-Batterien bereits nach spätestens sieben Jahren komplett zu erneuern. Für höhere Anforderungen stehen weitere Batteriesysteme zur Verfügung, deren reale Gebrauchsdauer bei zehn Jahren oder deutlich darüber liegt.
Batterien sind außerhalb gewisser Grenzen temperatursensibel. Im typischen Anwendungsbereich zwischen 10 und 30 Grad Celsius hat die Temperatur durchaus Einfluss auf die Lebensdauer. Dabei gilt: Tiefe Temperaturen reduzieren die entnehmbare Kapazität. Dieser Effekt ist umso ausgeprägter, je kürzer die Entladezeit ist.
Wohlfühltemepratur für Batterien
Die ideale Umgebungstemperatur liegt bei 20 Grad. Eine dauerhafte Temperatur von 30 Grad hingegen halbiert bereits die Lebensdauer der Batterie. So sind 10-Jahres-Batterien bei einer Umgebungstemperatur bei 30Grad nur fünf Jahre verwendbar, bei 40 Grad sogar nur zweieinhalb Jahre.
Das Ende der Gebrauchsdauer einer Bleibatterie ist erreicht, wenn die Kapazität für die projektierte Last auf 80 Prozent abgefallen ist. Das heißt im Umkehrschluss, dass die Dimensionierung der Batterien auf 125 Prozent der benötigten Kapazität festgelegt werden muss.
Ein strittiges Thema mit Herstellern von USV-Anlagen ist in diesem Zusammenhang auch oft die an den USV-Anlagen angezeigte Überbrückungs- oder Autonomiezeit. Die angezeigte Zeit bei Netzbetrieb kann dabei nur der errechnete Wert sein, und nicht, wie vielfach behauptet, der Tatsächliche.
Artikelfiles und Artikellinks
Link: Grundwissen zur Stromversorgung in Rechenzentren, Teil 1, Wissen, was wie ins Datacenter ´reingeht
Link: Grundlagenwissen zur Stromversorgung in Rechenzentren, Teil 2, Probleme mit dem "Stand der Technik"
Link: Grundlagenwissen zur Stromversorgung in Rechenzentren, Teil 3, Die USV – effizient soll sie sein
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