Grundlagenwissen zur Stromversorgung in Rechenzentren, Teil 4

Batterien für Datacenter sind Sensibelchen

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Das Gruselkabinett der Korrosion

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Mit der Befüllung der Batterie beginnt bereits die Korrosion an den positiven Bauteilen. Dabei haben die Korrosionsprodukte ein größeres Volumen als die Ausgangsprodukte.

Bedingt durch diese Volumenerhöhung erfährt die positive Elektrode über die Jahre ein Wachstum. Die Folge ist, dass sich der Pol hebt und die Elektroden sich biegen. Die dadurch entstehenden möglichen Kontaktprobleme können eine Vielzahl an Fehlern (siehe Gruselkabinett:: Abbildung 6ff) verursachen:

  • der Leitungsweg schmilzt
  • die Masse hat keinen Kontakt mehr, dadurch Ausfall der Batterie
  • die Masse oder Gitterteile fallen durch Feinschlüsse ab
  • die Säure läuft aus
  • Kriechströme
  • erhöhte Verbinderwiderstände
  • Gefäßrisse durch Druck auf das Gehäuse

Die Lösung sind so genannte Sicherheitspole, an denen die Plattenkorrosion die Pole nach oben schiebt (siehe: Abbildung 2)

Geschlossen oder verschlossen?

Oft gibt es auch Verwirrung über die Bezeichnungen geschlossene und verschlossene Batterien (siehe: Abbildung 3). Bei geschlossenen Bleibatterien wird an den Elektroden Sauerstoff oder Wasserstoff gebildet, der direkt in die Umgebung abgegeben wird. Sie gelten als wartungsarm.

Bei verschlossenen Bleibatterien hingegen wandert der Sauerstoff, der an der positiven Elektrode entsteht, zur negativen Elektrode und rekombiniert dort zu Wasser zurück. Dadurch entsteht nur noch wenig Wasserstoff. Verschlossene Batterien gelten als wartungsfrei.

Bei der Batterielebensdauer gibt es im USV-Bereich zwei Hauptarten von Batterien, welche sich auch in den Anschaffungskosten niederschlagen: Die 5-Jahres- und die 10-Jahres-Batterien nach der Association of European Automotive and Industrial Battery Manufacturers (Eurobat).

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