Transformation im Bankensektor Banken investieren ein Drittel ihres Digital-Budgets in GenAI und ML

Quelle: Pressemitteilung Publicis Sapient 3 min Lesedauer

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Banken setzten stark auf Künstliche Intelligenz (KI), um das Kundenerlebnis zu personalisieren. Das zeigt die aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Publicis Sapient. Für die „Global Banking Benchmark Study“ hat das Unternehmen weltweit mehr als 1.000 Führungskräfte aus dem Bankensektor befragt.

KI-gesteuerte Anwendungen werden laut den Ergebnissen der  „Global Banking Benchmark Study“ von Publicis Sapient für Banken zukunftsweisend sein.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
KI-gesteuerte Anwendungen werden laut den Ergebnissen der „Global Banking Benchmark Study“ von Publicis Sapient für Banken zukunftsweisend sein.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

Fast ein Drittel der Investitionen in die digitale Transformation liegen mittlerweile bei Maschinellem Lernen (ML) und generativer KI (GenAI). Dies unterstreicht einen klaren Trend hin zu stärker personalisierten Dienstleistungen, datengestützter Entscheidungsfindung und agilen Prozessen. Durch diese erhoffen sich die Banken schneller zu innovieren und effizienter zu arbeiten.

Digitale Transformation für Banken schwieriger geworden

Neben begrenzten Budgets sind regulatorische Herausforderungen, mangelnde operative Flexibilität und veraltete Technologien die größten Hindernisse für die Modernisierung. Die Studie zeigt jedoch, dass Banken, die strategisch in KI und Agilität investieren, transformatives Wachstum und Effizienz erzielen können.

Allerdings ist der digitale Reifegrad der Banken höchst unterschiedlich. Die Studie teilt die befragten Geldhäuser in vier Gruppen ein, je nachdem, wie weit sie in den Bereichen Customer Leadership und Operational Leadership entwickelt sind:

  • Transformation Leaders sind in Sachen digitale Transformation am weitesten fortgeschritten.
  • Customer Champions machen bereits Fortschritte, hinken der Führung aber noch ein wenig hinterher.
  • Operational Evangelists priorisieren die Digitalisierung interner Prozesse statt der Kundenerfahrung.
  • Slow Starters haben noch keinen signifikanten Schritt in Richtung Digitalisierung gemacht.

Im Jahr 2024 werden 11 Prozent als Transformation Leader eingestuft, gegenüber 22 Prozent im Jahr 2022. Der Anteil der Slow Starter ist im selben Zeitraum von 57 Prozent auf 66 Prozent gestiegen.

Die Daten lassen große Unterschiede erkennen, wie Transformationsführer im Vergleich zu Nachzüglern KI einsetzen. Sie investieren nicht nur mehr, sondern schaffen auch Grundlagen, um die Vorteile von KI besser nutzen zu können. So räumen 44 Prozent der Transformation Leader dem internen Einsatz von KI Priorität ein, aber nur 25 Prozent der Slow Starter.

Der Anteil der Banken in den verschiedenen Kategorien im Vergleich zwichen 2022 und 2024.(Bild:  Public Sapient)
Der Anteil der Banken in den verschiedenen Kategorien im Vergleich zwichen 2022 und 2024.
(Bild: Public Sapient)

Weitere Kernergebnisse

Die Kernergebnisse der Global Banking Benchmark Study 2024 sind folgende:

  • 32 Prozent der Budgets für die Transformation des Kundenerlebnisses fließen in ML, KI und GenAI.
  • 32 Prozent nennen fehlende Budgets als eines der größten Hindernisse für die digitale Transformation ihrer Organisation.
  • 39 Prozent sehen Cloud-Infrastruktur oder Cloud-Migration als Priorität für die nächsten drei Jahre.
  • 35 Prozent der Unternehmen verfügen über ein vollständig agiles Betriebsmodell.
  • Die oberste Priorität ist die Nutzung von Daten und Analysen, um die Kunden und ihre Beziehung zur Bank besser zu verstehen.
  • 42 Prozent setzen auf personalisierte Customer Journeys, um das Kundenerlebnis zu verbessern. Das sind zum Beispiel Mailings, die anhand von Kennzahlen auf einzelne Kunden zugeschnitten werden.

Deepfake-Services auf dem Vormarsch

Zwar gibt es Deepfakes schon länger, aber Kriminelle bieten jetzt die ersten Deepfake-Dienste an, um Systeme zur Identitätsüberprüfung zu umgehen. Besonders im Finanzsektor wird dies zu einem Problem, da Banken und Kryptowährungsbörsen immer strengere Überprüfungen verlangen müssen.

Außerdem wird die Erstellung von Deepfakes immer günstiger und einfacher. Cyber-Kriminelle nutzen diese Technologie, um gefälschte Bilder und Videos zu erstellen, die selbst fortgeschrittene Sicherheitssysteme täuschen können. Dabei reicht oft schon ein gestohlenes Ausweisdokument, um ein überzeugendes Fake-Bild zu erstellen.

Was bedeutet das für die Zukunft?

Die Entwicklungen zeigen, dass Kriminelle neue Wege finden, KI-Technologien geschickt für den Missbrauch zu nutzen. Die große Disruption ist bisher ausgeblieben, aber ernsthafte Angriffe dürften zu erwarten sein. Unternehmen und Privatpersonen müssen ihre Cyber-Sicherheitsmaßnahmen deshalb stetig verbessern. Cyber-Kriminelle warten nur darauf:

  • 1. Sie wollen ein leichtes Leben: Ziel ist es, mit möglichst geringem Aufwand und niedrigem Risiko ein bestimmtes wirtschaftliches Ergebnis zu erreichen.
  • 2. Auch für Kriminelle müssen neue Technologien besser sein als vorhandene Tools: Sie übernehmen neue Technologien nur, wenn die Rendite höher ist als bei den bestehenden Methoden.
  • 3. Auch bei Verbrechern gilt Evolution statt Revolution: Kriminelle bevorzugen schrittweise Anpassungen statt umfassender Überarbeitungen, um neue Risikofaktoren zu vermeiden.

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