Im Datacenter von Noris Network wachsen Klima- und Energietechnik mit der IT

2.500 Watt/m2 und Kyoto Cooling im Rechenzentrum

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Dicht gestellt und frei gekühlt

Zwischen Quelle und Verbraucher liegen nie mehr als 20 Meter. Die Energiezellen sind so dimensioniert, dass auch Reihen von High-Density Racks mit 18 Kilovolt-Amper und mehr IT-Load möglich sind.

Im NBG6 lassen sich so bis zu 2.500 Watt pro Quadratmeter auf die Fläche bringen – üblich sind heute in Rechenzentren in der Regel Leistungen von 1.000 bis 1.800 Watt pro Quadratmeter. Die Stellkapazität der Racks soll so von den Kunden des Housing- und IT-Outsourcing-Dienstleisters lückenlos genutzt werden können.

Derzeit hat das Rechenzentrum zwei Klima-/Energie-Module, im Endausbau werden es 18 für jeden der drei Bauabschnitte sein, also 18 autarke USV-Anlagen und 18 Notstromdiesel. Die Skalierbarkeit bezieht sich aber nicht nur auf steigenden Bedarf.

An- und Ausknipsen des Stroms

Kühlungs- wie auch Stromversorgungseinheiten werden je nach Auslastung auch abgeschaltet. Über Transferschalter kann unterbrechungsfrei zwischen den Zellen umgeschaltet werden.

So werden die einzelnen Energiezellen – bis auf die letzte zugeschaltete – jeweils im optimalen Betriebspunkt betrieben, unabhängig davon, wie viele Verbraucher bereits im Rechenzentrum stehen. Sollte der Energiebedarf durch Energie-effizientere Hardware geringer wachsen als erwartet, bleiben Versorgungsmodule einfach ungebaut oder ungenutzt und die Betriebskosten sinken.

Die Physik lehrt...

Wie können einzelne Kühlzellen die Rechenzentrumsfläche so kühlen, dass sie komplett für High-Density Racks oder anspruchsvolle Systeme wie die erwähnten Exadata Database Machines genutzt werden kann?

Die Physik lehrt uns: Die Wärmetransportleistung errechnet sich aus den Faktoren der Temperaturspreizung und des Volumenstroms. Das heißt, je geringer die Temperaturspreizung, also der Temperaturunterschied zwischen Lüftungseinlass und Lüftungsauslass des IT-Equipments, desto mehr Luft muss herangeführt werden.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

Klassische Rechenzentren sind mit doppeltem Boden mit 80 bis 120 Zentimeter Abstand ausgestattet. In diesem Zwischenraum wird Kaltluft unter hohem Druck zu den Racks geführt und strömt dann in den „Kaltgängen“ aus Gittern oder Bodenöffnungen an den Racks vorbei nach oben.

Dopplete Decke, statt doppelter Boden

Anders beim neuen Nürnberger Rechenzentrum, hier gibt es statt eines doppelten Bodens eine doppelte Decke. Die gekühlte Luft strömt direkt aus den Klimazellen auf die IT-Fläche mit 3 Meter Raumhöhe und die Warmluft wird über einen 3,5 Meter hohen Abluftbereich in der Decke abgeführt.

Der Volumenstrom ist dadurch so groß, dass die Luft nur mit sehr geringem Druck herangeführt werden muss. Jede Kühlzelle bewegt bis zu 200.000 Kubikmeter Luft in der Stunde.

Diese große Luftmenge fließt dank des freien Strömungsquerschnitts auf der IT-Fläche und in der Decke fast ungehindert. Genau hier liegt der Vorteil des Kühlkonzepts im NBG6. Ähnlich wie das Wasser im Swimmingpool vermischt sich die sanft bewegte kühle Luft auf der IT-Fläche, so dass jede Klimazelle jede andere ersetzen oder ergänzen kann.

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:34872680)