Cloud Computing für die Business Class

Experton Group positioniert Anbieter von Managed Cloud Services

| Autor / Redakteur: Frank Heuer / Ulrike Ostler

Die Experton Group postioniert Anbieter von IaaS Enterprise Public Cloud Services in Deutschland.
Die Experton Group postioniert Anbieter von IaaS Enterprise Public Cloud Services in Deutschland. (Bild: Experton Group AG, 2014.)

Im aktuellen „Cloud Vendor Benchmark“ untersucht die Experton Group auch „Enterprise Public Cloud Services“ – auch als „Managed Cloud Services“ bekannt, eine Mischform aus reinen „Public Cloud“- und „Managed Private Cloud“-Plattformen. Hier eine Positionierung einzelner Anbieter.

Wie auch bei den Public-Cloud-Plattformen greifen bei der Managed Cloud alle Kunden auf die gleiche physikalische Infrastruktur zu. Es handelt sich um eine „Shared “, die entsprechende Skaleneffekte und den Kunden somit Kostenvorteile bietet.

Auch wird in diesem Modell die Skalierbarkeit durch den Cloud Service Provider sichergestellt, und die Rechenzentrumsinfrastrukturen verfügen typischerweise über das notwendige Sizing mehrerer Hundert oder Tausend physikalischer Server pro Rechenzentrumstandort, um Leistungsspitzen oder auch die parallele Nachfrage mehrerer großer Nutzer in einem Zeitfenster bewältigen zu können.

Allerdings unterscheiden sich die Managed Clouds deutlich in Bezug auf das IT-Operations-Modell. Hier werden den Kunden SLAs geboten, die auch den hochverfügbaren Betrieb im 24/7-Modus abdecken und somit den Anforderungen an den Betrieb unternehmenskritischer nachkommen.

Wozu Managed Clouds?

Die der Ressourcen funktioniert automatisiert, so dass Lastspitzen über „On-Demand“-Kapazitäten abgefangen werden. Dies kann durch den Kunden über entsprechende Dashboards nachvollzogen oder gesteuert werden und funktioniert analog zu den Public Clouds. Da „reservierte“ Kapazitäten günstiger als „On-Demand“-Kapazitäten sind, ergibt es für den Anwender Sinn, sich vorab über das Lastverhalten seiner Anwendung klar zu werden und den Vertrag mit dem Provider entsprechend abzustimmen beziezungsweise zu „sizen“.

Im Managed-Cloud-Modell stehen den Kunden zusätzlich die Support- und Engineering-Teams des Providers, im Rahmen eines bestmöglich -konformen Service- und Change-Managements zur Verfügung, um auch technisch komplexe Anpassungen oder die Integration der Technologien von Drittanbietern zu ermöglichen. Die Managed Clouds verbinden die Auslegung einer skalierungsfähigen, geteilten Infrastruktur mit dem Service-Modell des klassischen Managed Service oder Managed .

Die Provider steuern und managen einen größeren Teil der infrastrukturbezogenen Implementierungs-, Wartungs- und Serviceprozesse und übernehmen so deutlich mehr Verantwortung gegenüber dem Kunden. Hier liegt der größte Unterschied zum reinen „Public Cloud“-Ansatz, bei dem der Kunde weitgehend auf sich alleingestellt ist und ein umfassendes Know-how der jeweiligen Cloud-Plattform wichtig ist. Die Managed-Cloud-Modelle sind somit deutlich geeigneter für mittelständische und große Unternehmen.

Die Bewertungskriterien

Die „Managed Services“, die rund um die reinen Infrastrukturleistungen erbracht werden, sowie die Gewährleistung entsprechender SLAs sind entscheidungsrelevante Kriterien für die Anwender. Die Gewichtung der reinen Preispunkte der jeweiligen Anbieter spielt daher bei den „Managed Clouds“ keine so zentrale Rolle wie bei „Public Clouds“.

Die elementaren Bewertungskriterien und Anforderungen an die Anbieter von „Managed Cloud IaaS“ lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Leistungsfähige, hochskalierbare Rechenzentrums-Infrastruktur (lokaler RZ-Standort vorteilhaft)
  • Breitgefächertes Portfolio an Infrastruktur-Services
  • 24/7-Betrieb mit „Enterprise-Grade“-SLA
  • Hoher Automatisierungsgrad der Plattform / direkte Bereitstellung der provisionierten Ressourcen über IT-Service-Kataloge
  • Implementierung, Wartung und Security als „Managed Service“
  • Interoperabilität (Unterstützung multipler OS und Virtualisierungs- und Orchestrierungstechnologien)
  • Offene Plattform zum Aufbau hybrider Cloud-Betriebsszenarien
  • Kenntnisse im IT-Service-Management inklusive branchenspezifischer Security- und Compliance Richtlinien zur Prozessmodellierung

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