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Grundwissen zur Stromversorgung in Rechenzentren, Teil 1

Wissen, was wie ins Datacenter ´reingeht

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Der Schaden lässt sich abwenden

Im Zusammenhang mit elektrischen Betriebsmitteln spricht man immer wieder von der sogenannten Schutzart IP xy. Die IP-Schutzart beschreibt, unter welchen Umweltbedingungen das elektrische Betriebsmittel sicher betrieben werden kann. Dabei ist die Schutzart von der Schutzklasse zu unterscheiden (siehe: Abbildung 6).

Die Schutzart beschreibt den Schutzgrad des Gehäuses gegen Fremdkörper, Berührung und Wasser. In der Norm DIN EN 60529 folgen dabei den Buchstaben IP zwei Kennziffern. Diese zeigen in der ersten Kennziffer an, welchen Schutzumfang ein Gehäuse gegen Fremdkörper und Berührung haben. Die zweite Kennziffer beschreibt den Schutzumfang gegen Feuchtigkeit beziehungsweise Wasser.

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IT- und EMV-freundliche Netze

Störungen an elektrischen und elektronischen Geräten gab es schon immer und wird es auch immer geben. Die Häufigkeit hat allerdings in den letzten 15 Jahren kontinuierlich zugenommen.

Dabei stellt man häufig fest, dass die Geräte bei der Schadensuntersuchung keinerlei Schäden aufweisen und an anderen Orten problemlos funktionieren. Die Ursache muss also innerhalb des Gebäudes oder des Rechenzentrums liegen.

Besonders verheerend kann es dann werden, wenn Plattenspeicher undefiniert aussteigen oder Rechner einfach abstürzen. Datenverluste mit großen Auswirkungen sind oftmals die Folge.

Viele Ursachen - üble Wirkung

Bei der Ursachenforschung innerhalb des Gebäudes stellt man dann noch andere Phänomene fest. Diese können unter anderem Schäden an den Elektroanlagen durch überhitzte Leiter, verschmorte Anschlüsse oder Korrosionen an Rohrleitungen oder Erdleitungen sein.

Es müssen also Ströme fließen, die dort eigentlich nicht fließen dürften. Nach genauerer Untersuchung stellt man häufig fest, dass zwar das Rechenzentrum und die Hardware modernisiert, jedoch oft die Elektroinstallation nicht auf den neuesten Stand gebracht wurde.

Oftmals findet man noch den so genannten PEN-Leiter, der als gemeinsamer Leiter den PE (Schutzleiter) und den N-Leiter (Neutralleiter) fungiert. Diese klassische Nullung sorgt dafür, dass ein Teil des Rückstromes, der über den N-Leiter fließt, auf dem PE-Leiter zu finden ist.

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