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Umweltfreundlich, neu, innovativ - der Datacenter-Chiller aus Feldkirchen

"Wir kochen Wasser bei 5 Grad Celsius!"

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Der Einsatz in Rechenzentren

Für den RZ-Betrieb hat das Gerät mehrere Vorteile: Zum einen passt es in jede Klimatisierungsanlage, es lässt sich also über Standard-Schnittstellen mit beliebigen vor- und nachgelagerten Klimatisierungssystemen integrieren. Zum anderen verbraucht es für dieselbe Kühlleistung nur die Hälfte elektrische Energie.

Schnitt durch die zylindrische Grundeinheit des E-Chiller45.
Schnitt durch die zylindrische Grundeinheit des E-Chiller45.
(Bild: Efficient Energy)

Gemessen wurde dies für ein deutsches Standard-Jahrestemperaturprofil und einen Temperaturhub von 6 Grad Celsius (Eingangstemperatur: 22 Grad Celsius, Ausgangstemperatur, 16 Grad Celsius), es funktioniert auch bei jeder anderen Temperaturspreizung.

Der zweite Vorteil zeigt sich bei der Kombination mit Freikühlung: Das Kältemittel Wasser und das Gerätedesign gestatten es, den Verdichter separat abzuschalten, ohne das Kältemittel zu schädigen. Normalerweise muss, wenn ein System je nach Wetter mit Freikühlung und normaler Kühlung betrieben werden soll, die Anlage entweder funktionslos auf niedriger Stufe weiterlaufen oder ein zusätzlicher Kompressor eingebaut werden.

Efficient Energie überzeugt

Insgesamt scheint das Konzept so überzeugend, dass Efficient Energy mit dem RZ-Kühlungsspezialisten Stulz bereits einen namhaften Partner gewinnen konnte, der 2015 eine Produktserie mit der Technologie auf den Markt bringen wird. „Wir verhandeln auch mit einer ganzen Reihe weiterer Firmen“, sagt Feix, der selbst am Unternehmen beteiligt ist.

Auch Investoren scheint das Konzept zu überzeugen. So beteiligte sich unter anderem jüngst das Family Office Strüngmann, einst Eigentümer der Pharmafirma Hexal, an Efficient Energy.

2015, wenn die Serienfertigung beginnt, rechnet Feix mit einem Absatz von 200 bis 300 Einheiten. Die Kapazität des Standorts reicht für eine Jahresproduktion von rund 2000 Stück.

„Wir müssen den Markt erst überzeugen, aber das Interesse ist schon jetzt sehr groß“, fasst Feix den Status Quo zusammen. Der Preis wird etwas höher liegen als bei konventionellen Lösungen, die Amortisationsdauer soll rund drei Jahre betragen, bei einer Betriebsdauer von mindestens fünf Jahren.

* Ariane Rüdiger aus München arbeitet als freie Journalistin.

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Über den Autor

lic.rer.publ. Ariane Rüdiger

lic.rer.publ. Ariane Rüdiger

Freie Journalistin, Redaktionsbüro Rüdiger