1-GW-Datacenter geplant Westmakedonien: PPC baut Hyperscaler-Standort auf ehemaligem Kohletagebau

Von Paula Breukel 2 min Lesedauer

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Der griechische Energieversorger PPC (Public Power Corporation) plant ein Hyperscaler-Rechenzentrum auf Gigawatt-Skala: In der ersten Ausbaustufe sollen 300 Megawatt (MW) IT-Last realisiert werden, langfristig ist eine Kapazität von bis zu 1 Gigawatt (GW) vorgesehen. Im Fokus: KI-Workloads und Hyperscaler – für Griechenland und den südosteuropäischen Raum.

Auf der Fläche des Braunkohlekraftwerks 'Agios Dimitrios' soll ein 1-GW-Datacenter entstehen. Die drei Kamine der Anlage sind 174 Meter hoch. Die Stillegung der letzten beiden Blöcke III und IV wurde aufgrund der Energiekrise auf Ende 2025 verschoben.(Bild:  Olga Maria Toli - stock.adobe.com)
Auf der Fläche des Braunkohlekraftwerks 'Agios Dimitrios' soll ein 1-GW-Datacenter entstehen. Die drei Kamine der Anlage sind 174 Meter hoch. Die Stillegung der letzten beiden Blöcke III und IV wurde aufgrund der Energiekrise auf Ende 2025 verschoben.
(Bild: Olga Maria Toli - stock.adobe.com)

In Sachen Datacenter-Expansion stehen wir mitten im Wettrüsten: Überall sprießen neue Hyperscaler-Projekte aus dem Boden. Erst kürzlich verkündete Digital Realty den Bau seines ersten Rechenzentrums auf der Insel Kreta: „HER1“.

Gemeinsam mit PPC realisieren international tätigen Partnern das Mammutprojekt und es ist Teil eines umfassenden Investitionsprogramms zur Transformation der Region. Mitten im Strukturwandel kündigt der griechische Energieversorger das Datacenter-Projekt: Auf dem Gelände eines stillgelegten Braunkohlebergwerks soll ein Rechenzentrum mit bis zu 1 Gigawatt (GW) IT-Last entstehen – in mehreren Phasen ausgebaut, mit einer Anfangskapazität von 300 Megawatt (MW).

In Zeiten steigender Nachfrage nach Rechenkapazitäten für KI und Cloud ist das Vorhaben nicht weniger als ein strategischer Hebel für Griechenland. PPC positioniert sich damit als Anbieter für Hyperscaler- und KI-Workloads mit regionalem Fokus.

Grüne Transformation trifft Gigawatt-Skala

Laut PPC könnte das Datacenter bis 2027 fertiggestellt werden. In der Spitze werden bis zu 20.000 neue Arbeitsplätze in der Region während der Bauphase erwartet. PPC verspricht eine CO2-arme Versorgung, getragen durch die Skalierung erneuerbarer Energien: Neben dem Rechenzentrum entstehen Solarkapazitäten von über 2 GW auf der ehemaligen Minenfläche sowie eine BESS (Battery Energy Storage System) von 300 MW zur Netzstabilisierung.

Westmakedonien: Vom Kohle- zum Rechenzentrumsstandort

Westmakedonien, einst Zentrum der griechischen Kohleverstromung, wird so zum Rechenzentrumsstandort. Mit Energie, Fläche, Netzanbindung und politischem Rückenwind vom griechischen Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis. Er sagt zu dem Vorhaben von PPC: „Ich kann nicht in Worte fassen, wie visionär und ehrgeizig dieser Plan ist. Es ist ein Plan von globaler Tragweite, nicht nur auf europäischer Ebene.“

Des Weiteren zeigte sich der Ministerpräsident davon überzeugt, dass ein Unternehmen mit finanziellen Stärke von PPC gemeinsam „mit der Unterstützung des griechischen Staates sowie mit Zugang zu europäischen Finanzinstrumenten“ dieses Projekt umsetzen wird.

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