Pegasystems rät zur Vorsicht Warum Coding mittels generativer KI keine gute Idee ist

Ein Gastkommentar von Uwe Specht, Senior Specialist Solutions Consultant von Pegasystems 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Versuchung ist groß: Mit Hilfe von generativer KI lässt sich im Handumdrehen Code erzeugen. Die Spezialisten von Pegasystems warnen aber, dass die Rechnung dafür am Ende gesalzen ausfallen könnte.

Coding per ChatGTP und Co. geht superschnell - kann aber laut Pegasystems unangenehme Folgen haben.(Bild:  frei lizenziert /  Pixabay)
Coding per ChatGTP und Co. geht superschnell - kann aber laut Pegasystems unangenehme Folgen haben.
(Bild: frei lizenziert / Pixabay)

ChatGPT und Co. spucken auf Knopfdruck fertigen Programmcode aus. Prima, oder?

Nicht wirklich. Wenn Generative KI eine Anwendung erzeugt, liefert sie zwar einen ganz ordentlichen ersten Entwurf. Rund 80 Prozent davon sind meist gut, die restlichen 20 Prozent lassen aber zu wünschen übrig. Wenn man versucht, sie durch entsprechendes Prompting zu verbessern, liefert GenAI erfahrungsgemäß immer mehr und mehr Code.

Es entsteht Spaghetti-Code, der schwer zu lesen, zu verstehen und zu erweitern ist. Durch seine schlechte Strukturierung lassen sich seine Bestandteile nicht wiederverwenden. Außerdem hakt es oft an einer vernünftigen Dokumentation. Entwickler müssen zudem Zeile für Zeile prüfen, ob der Code die erforderliche Qualität und Sicherheit bietet oder andere Probleme birgt, etwa indem er eine Bibliothek verwendet, die gar nicht erwünscht ist. Kurz: GenAI produziert technische Schuld, die erhebliche Schwierigkeiten verursacht und mit viel Aufwand beglichen werden muss.

GenAI-Unterstützung in geordnete Bahnen lenken

Die Versuchung ist natürlich groß. Man steht unter Zeitdruck und muss dem Chef so schnell wie möglich fertigen Code auf den Tisch legen. Mit ChatGPT und Konsorten geht das ruckzuck – aber der Preis dafür ist viel zu hoch.

Uwe Specht, Senior Specialist Solutions Consultant von Pegasystems(Bild:  Pegasystems)
Uwe Specht, Senior Specialist Solutions Consultant von Pegasystems
(Bild: Pegasystems)

Auf die Unterstützung durch generative KI müssen Entwickler trotzdem nicht verzichten. Sie braucht nur einen sicheren Rahmen. Modell-getriebene Entwicklungs-Plattformen mit integrierter GenAI bieten genau das. Sie nutzen generative KI nicht für die Erzeugung des Codes, aber ziehen sie heran, um Modelle, Prozesse, Regeln und Workflows automatisch zu erstellen. Dabei können der generativen KI umfassende Vorgaben gemacht werden, um Sicherheitsanforderungen zu erfüllen und Wildwuchs zu verhindern. Dieser Ansatz mag im direkten Vergleich vielleicht ein bisschen Geschwindigkeit kosten - aber die Schlussrechnung fällt deutlich günstiger aus.

(ID:50241632)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung