Weg von der Kapazität als alleinigem Ziel, hin zu Effizienz und Zuverlässigkeit Vollgas bei der KI, aber die Infrastruktur schlappt hinterher

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Die Einführung Künstlicher Intelligenz (KI) schreitet schneller voran, als die Infrastruktur mithalten kann. Das geht aus der Studie „Beyond the Bottleneck: AI Cluster Networking Report 2025“ hervor, die Keysight Technologies kürzlich in Zusammenarbeit mit Heavy Reading die veröffentlicht hat.

Um die kommenden KI-Workloads unterstützen zu können, müssen Telekommunikations- und Cloud-Anbieter von Expansion auf Optimierung umsteigen. (Bild: ©  PNG City - stock.adobe.com / KI-generiert)
Um die kommenden KI-Workloads unterstützen zu können, müssen Telekommunikations- und Cloud-Anbieter von Expansion auf Optimierung umsteigen.
(Bild: © PNG City - stock.adobe.com / KI-generiert)

Die globale Studie unterstreicht die dringende Notwendigkeit für Telekommunikations- und Cloud-Anbieter, von Expansion auf Optimierung umzusteigen, um KI-Workloads zu unterstützen. Betreiber setzen laut Studie tatsächlich auf Strategien zur Leistungsoptimierung, wie beispielsweise die Emulation realer KI-Workloads, um nicht nur die Leistung zu validieren, sondern auch die Effizienz zu steigern und die Einrichtung von KI-Clustern der nächsten Generation zu beschleunigen.

  • Doch das bedeutet nicht für alle zwangsläufig: höhere Investitionen. Vielmehr geben 62 Prozent der Befragten an, dass sie ohne neue Investitionen mehr aus ihrer Infrastruktur herausholen wollen.
  • Zugleich planen 89 Prozent, ihre Investitionen in KI-Infrastrukturen im kommenden Jahr auszuweiten (oder beizubehalten).
  • Zu den wichtigsten Treibern dieses Wachstums zählen mit 51 Prozent Cloud-Integration, zu 49 Prozent schnellere GPUs und Upgrades für Hochgeschwindigkeitsnetzwerke kommen auf 45 Prozent.

Die 5 Top-Strategien für den Ausbau von KI-Rechenzentren: Die Betreiber setzen auf flexible Strategien, um aufkommende KI-Arbeitslasten und Verkehrsmuster zu bewältigen. Agentische KI, DeepSeek und Grok 3 verändern die Infrastrukturentscheidungen durch mit ihrem Bedarf an schnellerer Verarbeitung und adaptiver Vernetzung. Insbesondere  die iterativen Argumentationsfähigkeiten von Agentic AI treiben die Veränderungen in Architekturen und Vernetzungsansätzen. (Bild:  Keysight)
Die 5 Top-Strategien für den Ausbau von KI-Rechenzentren: Die Betreiber setzen auf flexible Strategien, um aufkommende KI-Arbeitslasten und Verkehrsmuster zu bewältigen. Agentische KI, DeepSeek und Grok 3 verändern die Infrastrukturentscheidungen durch mit ihrem Bedarf an schnellerer Verarbeitung und adaptiver Vernetzung. Insbesondere die iterativen Argumentationsfähigkeiten von Agentic AI treiben die Veränderungen in Architekturen und Vernetzungsansätzen.
(Bild: Keysight)

Zu den weiteren Ergebnissen der Studie zählen:

  • Neben der Optimierung wird die Emulation unverzichtbar: Immerhin geben 95 Prozent der Befragten gaben an, dass die Emulation realer Workloads von entscheidender Bedeutung ist. Doch laut Studie fehlen vielen die Tools, um KI-Umgebungen in Produktionsgröße effektiv zu simulieren.
  • Steigender Druck stößt auf Restriktionen: Über 50 Prozent der Betreiber geben an, dass Budgetbeschränkungen zu 59 Prozent, infrastrukturelle Einschränkungen zu 55 Prozent und Fachkräftemangel zu 51 Prozent die größten Hindernisse für die Skalierung von KI sind.
  • Doch die Einführung von Technologien für Hochgeschwindigkeit gewinnt an Dynamik: 34 prüfen prüfen 800G, 22 Prozent testen 1,6T und 58 Prozent evaluieren Ultra Ethernet als Option.
  • Netzwerkengpässe sind die nächste Herausforderung: Da 55 Prozent der Betreiber 400G-Verbindungen einsetzen und das Interesse an 1,6T wächst, wird die Netzwerkkapazität zu einem entscheidenden Faktor für die Skalierbarkeit von KI.

Wertewandel

Die Studie, die von Heavy Reading von März bis April 2025 unter Fachleuten von Telekommunikations- und Cloud-Service-Providern aus Nord- und Südamerika, dem asiatisch-pazifischen Raum und Europa geführt wurde, verdeutlicht: Bei der Weiterentwicklung der Infrastruktur geht es nicht mehr nur um Kapazität, sondern um Effizienz, Leistung und Zuverlässigkeit. Da KI-Modelle immer komplexer werden, sind Tools wie die Emulation realer KI-Workloads entscheidend, um das Potenzial der Infrastruktur zu maximieren und gleichzeitig die Kosten unter Kontrolle zu halten.

Der „AI Cluster Networking Report 2025“ basiert auf einer weltweiten Umfrage, die von Heavy Reading von März bis April 2025 geführt wurde. Zu den Befragten gehörten Fachleute von führenden Telekommunikations- und Cloud-Service-Providern aus Nord- und Südamerika, dem asiatisch-pazifischen Raum und Europa.(Bild:  Keysight)
Der „AI Cluster Networking Report 2025“ basiert auf einer weltweiten Umfrage, die von Heavy Reading von März bis April 2025 geführt wurde. Zu den Befragten gehörten Fachleute von führenden Telekommunikations- und Cloud-Service-Providern aus Nord- und Südamerika, dem asiatisch-pazifischen Raum und Europa.
(Bild: Keysight)

Ram Periakaruppan, Vice President und General Manager, Network Applications & Security Group bei Keysight, spricht davon, dass KI-Rechenzentren einen Wendepunkt erreichen, an dem Leistung und Skalierbarkeit allein nicht mehr ausreichen. Er sagt: „Betreiber benötigen tiefere Einblicke, strengere Validierungen und intelligentere Infrastrukturentscheidungen.“

Netzgeschwindigkeiten in der KI/ML-Infrastruktur: Die Umfrageergebnisse zeigen eine klare Verschiebung hin zu höheren Bandbreiten. Während 400G der dominierende Standard für KI- und Cloud-Rechenzentren bleibt, gewinnt die Einführung von 800G und sogar 1,6T rasch an Dynamik, um den Training und Inferenzen in großem Maßstab zu erfüllen.(Bild:  Keysight)
Netzgeschwindigkeiten in der KI/ML-Infrastruktur: Die Umfrageergebnisse zeigen eine klare Verschiebung hin zu höheren Bandbreiten. Während 400G der dominierende Standard für KI- und Cloud-Rechenzentren bleibt, gewinnt die Einführung von 800G und sogar 1,6T rasch an Dynamik, um den Training und Inferenzen in großem Maßstab zu erfüllen.
(Bild: Keysight)

Die Studie bestätige, was Keysight-Mitarbeiter in der Praxis beobachteten: „Der Erfolg im Zeitalter der KI hängt von der Optimierung jeder einzelnen Schicht des Netzwerks ab.“

Das Ultra Ethernet

Nach Studienergebnisse setzt sich das Ultra Ethernet (siehe:Abbildung 3) zunehmend als zweckmäßiger Verbindungsstandard für KI und HPC durch. Anders als herkömmliches Ethernet definiert dieses den Protokollstapel neu, um die Präzision, Geschwindigkeit und Skalierbarkeit zu bieten, die KI erfordert. Es bietet:

Netzwerktechnologien, die für KI/ML-Workloads in Frage kommen: Die Daten zeigen  einen Trend zu Ethernet-basierten Lösungen, insbesondere zur neueren Architekturen wie Ultra Ethernet und Software Defined Networking (SDN). Hochleistungsoptionen wie InfiniBand / NVLink haben jedoch immer noch Fuß gefasst. (Bild:  Keysight)
Netzwerktechnologien, die für KI/ML-Workloads in Frage kommen: Die Daten zeigen einen Trend zu Ethernet-basierten Lösungen, insbesondere zur neueren Architekturen wie Ultra Ethernet und Software Defined Networking (SDN). Hochleistungsoptionen wie InfiniBand / NVLink haben jedoch immer noch Fuß gefasst.
(Bild: Keysight)

  • Umfassendes Design für KI und HPC - Ultra Ethernet ist eine vertikal integrierte Architektur, optimiert von der physikalischen Schicht bis zur Transportschicht für Parallelität, Synchronisation und deterministische Leistung.
  • Niedrige Latenz, zuverlässige Leistung für KI - Mit ultraniedriger Latenzzeit und null Paketverlusten gewährleistet Ultra Ethernet Echtzeit, vorhersehbare Datenbereitstellung in großem Umfang durch fortschrittliches Scheduling und Traffic Shaping.
  • Branchenweiten Einfluss und Reichweite - Ultra Ethernet wird bereits von 58 Prozent der Betreiber evaluiert und ist damit ein starker Anwärter für die nächste Generation von AI-Rechenzentren.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:50513551)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung